40 Dinge, die du in der Schweiz nicht tun solltest

Travel Guide

Es gibt einige Dinge, die man in der Schweiz nicht tun sollte. Diese Liste zählt 40 Fehler auf, die du einfach vermeiden kannst.

Inhaltsverzeichnis
1. Zwischen 7:00 – 8:00 oder 17:00 – 18:00 mit dem Zug unterwegs sein

Es ist so einfach, einen kulturellen Fehler zu begehen. Überall lauert die Gefahr.

Am Bahnhof, im Supermarkt, in den Bergen…

Wohin du auch gehst, nirgendwo bist du davor sicher.

Falls du schon einmal in Japan warst und die Finken während dem Besuch der Toilette im falschen Winkel vor der Tür deponiert hast oder in Australien dachtest, die Streckenangabe “gleich um die Ecke” beinhaltet weniger als eine zweistündige Autofahrt, weisst du, wovon ich rede.

Auch in der Schweiz gibt es einige Fehler, die nur darauf warten, gemacht zu werden.

Teilweise sind sie sozial nur mässig akzeptiert, strapazieren dir unnötig das Budget, kosten dich übermässig viel Nerven und Zeit oder sie wollen dir schlicht und einfach ans Lebendige.

Die nachfolgende Aufzählung soll dir helfen, den einen oder anderen Hinterhalt frühzeitig zu erkennen und dein Abenteuer in der Schweiz so angenehm wie möglich zu gestalten.

Was du in der Schweiz nicht tun solltest:

1. Zwischen 7:00 – 8:00 oder 17:00 – 18:00 mit dem Zug unterwegs sein

Während den Hauptverkehrszeiten sind gewisse Zugstrecken in der Schweiz hoffnungslos überlastet. Ein Klassiker stellt hier zweifelsohne Zürich-Bern oder Genf-Lausanne dar. Wenn du dir eine Menge Stress ersparen und sicher einen Platz für dich und dein Gepäck finden möchtest, solltest du diese Zeiten für eine Reise mit der Bahn zwischen grösseren Schweizer Städten nach Möglichkeit meiden.

2. Im Zug (oder Bus) laut telefonieren

Bleiben wir für den Moment im öffentlichen Verkehr. Falls du Wert darauf legst, keine einheimischen Gemüter zu verärgern, verschiebst du deine Telefongespräche wann immer möglich auf den Zeitpunkt nach deiner Ankunft. Lautes Telefonieren in der Öffentlichkeit ist in der Schweiz nicht sehr beliebt.

3. Im Restaurant laut reden

Leider gilt dasselbe für Restaurants. Generell versucht man in der Schweiz, den Geräuschpegel etwas gedämpft zu halten. Es kommt natürlich etwas auf das Etablissement an. Lies den Raum und entscheide, wie viele Dezibel du dir und deinem Umfeld zumuten kannst. Die bösen Blicke werden unweigerlich folgen, wenn du es übertreibst.

4. Denken, dass der Zug (oder Bus) Verspätung hat oder auf dich wartet

Die Pünktlichkeit des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz ist generell auf einem sehr hohen Niveau. Je nachdem welches Transportunternehmen man betrachtet, schwankt sie um die 90% Marke. Das heisst, solltest du darauf pokern den Zug (oder Bus) zu erwischen, indem du auf eine Verspätung hoffst, wirst du nur in 10% aller Fälle Erfolg haben. Deshalb gilt, pünktlich am Bahnhof erscheinen oder auf die nächste Verbindung warten. 

5. Mit schlechten Schuhen die Berge erkunden

Unfälle in den Bergen passieren immer wieder. Manchmal verlaufen sie glimpflich, manchmal tödlich. Im Durchschnitt verlieren jährlich 130 Personen ihr Leben in den Schweizer Bergen. Die Zahlen der Schwer- und Leichtverletzten liegen um ein Vielfaches höher. Mit gutem Schuhwerk kannst du dem Risiko eines ernsten Unfalls deutlich entgegenwirken. 

6. Das Wetter in den Bergen unterschätzen

Gute Schuhe schützen leider nicht vor schnellen Wetterumschlägen. Gewitter ziehen oft innert kürzester Zeit und überraschend auf, die Sicht kann plötzlich gegen 0% tendieren und Temperaturstürze sind insbesondere in höheren Lagen nicht auszuschliessen. Eine gute Vorbereitung in jeglicher Hinsicht, zum Beispiel nach diesem Ratgeber, kann dir viele bange Momente ersparen.

7. Davon ausgehen, dass jeder Schweizer fliessend Deutsch, Französisch und Italienisch spricht

Obwohl jeder Schweizerin in der Schule mindestens eine nationale Fremdsprache gelernt hat, bedeutet das nicht, dass sie auch einwandfrei beherrscht wird. Eine gewisse Grundkenntnis ist vorhanden, aber wir sind bei weitem nicht alle tadellos trilingual. Leider. 🙂

8. Im Supermarkt ohne das Gemüse oder die Früchte zu wiegen an die Kasse gehen

In den Schweizer Supermärkten musst du Gemüse und Früchte in der Regel selber wiegen. Dazu merkst du dir einfach die entsprechende Nummer, legst das Gemüse oder die Früchte auf die Waage, gibst die Nummer ein und klebst die Etikette auf. Im Notfall, solltest du es einmal vergessen, befindet sich meistens eine Waage in der Nähe der Kasse, damit du das nachholen kannst.

9. Am Samstag einkaufen gehen

Am Samstag muss gefühlt die ganze Schweiz ihren Wocheneinkauf machen, da die Gefahr besteht, am Sonntag zu verhungern (siehe nächster Punkt). Deshalb rate ich dir, wenn du lieber etwas Ruhe und mehr Platz für dich zwischen den Regalen hast, nicht zwingend am Samstag einen Grosseinkauf zu machen.

10. Am Sonntag einkaufen gehen

Sonntag ist Ruhetag. Ausser an den Bahnhöfen haben die Geschäfte den ganzen Tag geschlossen.

11. Viel Geld für Wasser ausgeben

Die Schweiz ist mit qualitativ hochstehendem und weit verfügbarem Hahnenwasser gesegnet. Es lohnt sich, eine Wasserflasche dabeizuhaben und an einem der tausenden öffentlichen Brunnen aufzufüllen.

Solange nirgendwo ein Schild mit “kein Trinkwasser” angebracht ist, kannst du das Wasser bedenkenlos trinken. Theoretisch könntest du die Flasche sogar auf dem Klo auffüllen. Ist nicht unbedingt alltagstauglich aber in der Schweiz wird tatsächlich mit Trinkwasser gespült.

12. Mit dem öffentlichen Verkehr reisen, ohne die SBB App zu installieren

Solltest du öfters mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs sein, empfehle ich dir diese äusserst hilfreiche App zu installieren. Ob du nun die nächste Zugverbindung vom Flughafen nach Bern, die Abfahrtszeit des Passagierschiffs von Thun nach Interlaken oder den Bus von Solothurn nach Langendorf suchst, die SBB App gibt dir Auskunft. Zudem liefert sie Informationen über Ticketpreise, Ausstattung der Bahnhöfe und die Verfügbarkeit von Spartickets.

13. Davon ausgehen, dass die ganze Schweiz im Winter verschneit ist

Wenn du in die Schweiz kommst und dich auf meterweise Schnee freust, kannst du bitter enttäuscht werden. Der Klimawandel macht auch vor uns nicht Halt und der Schneefall ist nicht mehr so sicher wie noch vor 10-20 Jahren.

Falls du dich im Winter in tieferen Lagen aufhältst und gerne ein paar Stunden oder Tage im Schnee verbringen möchtest, wirst du jedoch mit grösster Wahrscheinlichkeit in höher gelegenen Ortschaften fündig. Wenn du also bei der Landung in Zürich im Januar keinen Schnee siehst, musst du die Hoffnung nicht gleich aufgeben.

14. Denken, dass du in drei Tagen die ganze Schweiz sehen kannst

Zugegeben, die Schweiz ist klein. Sehr klein. Sie kann flächenmässig ganze 8.5 mal in Deutschland, 67 mal in Argentinien und sage und schreibe [414 mal in Russland ] untergebracht werden. Wer aber denkt, dass ein paar wenige Tage reichen um die ganze Schweiz zu erkunden, irrt sich gewaltig.

Die Vielfältigkeit dieses kleinen Landes ist immens und auch wenn die Distanzen zwischen den verschiedenen Sehenswürdigkeiten vergleichsweise winzig sind, ähnelt die Riviera im Tessin in keinster Weise den Steinformationen des Berner Jura oder den Rheinwindungen um Schaffhausen. Nimm dir also ausreichend Zeit, damit du die ganze Vielfalt der Schweiz entdecken kannst.

15. Nur nach Interlaken reisen

Kurz gesagt: Die Schweiz hat mehr zu bieten als das Jungfraujoch und den Thunersee. Auch wenn diese Orte mit ihrer unermesslichen Schönheit viele Besucher anlocken, hat die Schweiz unzählige weitere Attraktionen zu bieten, die weniger von Touristen überflutet sind.

16. Unpünktlich sein

Was im öffentlichen Verkehr gilt, gilt allgemein in der Schweiz. Pünktlichkeit wird sehr gross geschrieben und wenn du einen Termin hast, rate ich dir, diesen so gut es geht einzuhalten. Etwas anderes kann man in einem Land, das berühmt für seine Uhrenindustrie ist, gar nicht erwarten. Oder?

17. Getränke am Bahnhof kaufen

Falls dich am Bahnhof der Durst überfallen sollte und du keine Trinkflasche dabei hast, sind Takeaway Stände oder Kiosks richtige Preisfallen. Sie verlangen gut und gerne das Dreifache davon, was du normalerweise bezahlen würdest. Da du an jedem grösseren Bahnhof einen Supermarkt wie beispielsweise einen Migrolino oder Coop Pronto finden kannst, empfehle ich dir, auf diese auszuweichen um dir ein Getränk zum regulären Preis zu kaufen.

18. Vor dem Besuch einer Schokoladenfabrik zu viel essen

In der Schweiz gibt es diverse Schokoladenfabriken, die ein Besucherzentrum eingerichtet haben und die du dir persönlich vor Ort anschauen kannst. Dabei sparen sie nicht mit Degustationsmöglichkeiten und wenn du mit einem vollen Bauch auftauchst, wirst du es spätestens beim Schokoladenbrunnen bereuen. Dasselbe gilt übrigens für die Kamblyfabrik in Trubschachen. Lass also etwas Platz in deinem Magen übrig, wenn du auf kulinarische Entdeckungstour gehst.

19. Vordrängen, egal wo

Obwohl wir Schweizer nicht so eine gesittete Ansteh-Kultur pflegen wie die Briten – böse Zungen sagen, wir hätten keine Ahnung wie man richtig ansteht – wird Vordrängen trotzdem sehr ungerne gesehen. Sei das nun an der Kasse im Supermarkt, am Bahnhof nach der Zugeinfahrt oder auf der Skipiste bei der Talstation. Besser tief einatmen und im Zweifelsfall einen Schritt zurücktreten.

20. Sich im Zug einfach hinsetzen ohne zu fragen, ob der Platz noch frei ist

Wenn man diese Tradition für eine Minute hinterfragt, macht es zugegebenermassen wenig Sinn. Aber wir wachsen nun einmal damit auf. Wenn wir in den Zug einsteigen und uns zu einer anderen Person hinsetzen, fragen wir immer, ob der Platz noch frei ist. Auch wenn die Person am gleichen Bahnhof wie wir eingestiegen ist und sie offensichtlich alleine im Abteil sitzt. Das “ist hier noch frei” gehört in der Schweiz in den öffentlichen Verkehr wie die Sphinx auf das Jungfraujoch.

21. Am Sonntag waschen oder den Haushalt schmeissen

Wie bereits bei den Ladenöffnungszeiten erwähnt: Sonntag ist Ruhetag. Das gilt auch fürs Wäsche waschen und Haushalten. In Mietwohnungen mit einer geteilten Waschküche ist es sogar verboten, am Sonntag zu waschen. Auch Staubsaugen solltest du am siebten Tag lieber unterlassen, wenn du keinen Nachbarschaftsstreit riskieren willst.

22. Eine St. Galler Bratwurst mit Senf essen

Als gebürtige Ostschweizerin muss ich diesen Punkt immer wieder verteidigen. In St. Gallen isst man eine Bratwurst OHNE Senf. Im Rest der Schweiz lässt sich darüber diskutieren aber in der Ostschweiz ist das ein so starkes ungeschriebenes Gesetz, dass man es durchaus als geschrieben betrachten darf. Unsere Begründung: Eine St. Galler Bratwurst ist so gut, dass man ihren Geschmack nicht mit Senf abtöten darf.

23. Eine Diskussion starten, ob der Käse beim Raclette auf die Kartoffeln gehört oder daneben

Es scheint ein triviales Detail zu sein, aber die Schweiz ist in diesem Punkt gespalten. Wenn du also an einem schweigenden Tisch sitzt und aus dem Nichts eine hitzige Diskussion anzetteln möchtest, nur zu. Aber sollte dir ein friedlicher Abend ohne nervenaufreibende Debatten am Herzen liegen, frage Deine Schweizer Kumpanen lieber, ob sie als Migros-Kind oder als Coop-Kind aufgewachsen sind.

24. Ein fremdes Haus betreten, ohne die Schuhe auszuziehen

Egal ob Dein Gastgeber täglich die Wohnung putzt oder seit zwei Monaten keinen Staubsauger mehr in den Händen hatte, in der Schweiz wird generell erwartet, dass du deine Schuhe beim Betreten der Wohnung oder des Hauses ausziehst. Es sei denn, dein Gastgeber erwähnt explizit, dass du die Schuhe anbehalten darfst.

25. Ohne jemanden zu fragen auf Hilfe warten, wenn du dich verlaufen hast

In vielen Ländern reicht es, verwirrt an einer Kreuzung zu stehen und hilflos in die Welt zu schauen, um Unterstützung angeboten zu bekommen. Das mag in der Schweiz in seltenen Fällen geschehen, aber wenn du Hilfe oder eine Wegbeschreibung benötigst, fragst du am besten einfach nach.

26. Das ganze Gepäck während einem Städte-Stopover mitschleppen

Da die Schweiz so klein und kompakt ist, kann es öfters vorkommen, dass du auf der Reise von A nach B an einem interessanten Ort vorbeikommst. Angenommen, du reist von Zürich nach Genf und möchtest ein paar Stunden in Bern verbringen aber du scheust davor zurück, weil du mit zwei Koffern und drei Rucksäcken unterwegs bist.

Glücklicherweise sind die SBB Bahnhöfe alle bestens mit Schliessfächern ausgestattet und du kannst dein Gepäck für eine kleine Gebühr während deiner Entdeckungstour zwischenlagern.

27. Zu schnell fahren

Meine Freunde aus dem nahen Ausland sind regelmässig schockiert, wie teuer Geschwindigkeitsübertretungen auf der Strasse in der Schweiz werden können. Die Bandbreite variiert stark und jenachdem ob du innerorts, ausserorts oder auf der Autobahn unterwegs bist, bezahlst du mehr oder weniger. Aber die Werte schwanken zwischen 40 CHF und 250 CHF. Überleg dir also gut, wie eilig du es wirklich hast.

28. Vor Ostern oder Weihnachten Schokolade kaufen

Schokolade wird schweizweit zu jeder Jahreszeit in grossen Mengen verkauft. Aber nie ist die Auswahl so vielfältig wie vor Ostern und Weihnachten. Die Preise orientieren sich jedoch stark an der Nachfrage. Falls du also warten kannst, lohnt es sich auf jeden Fall, deinen Grosseinkauf auf nach den Feiertagen zu verschieben.

Die Supermärkte versuchen bereits kurz danach, alle Arten von schokoladigen Köstlichkeiten zur Hälfte des Preises oder weniger loszuwerden.

29. Denken, dass Deutsch und Schweizerdeutsch dasselbe ist

Falls du dich fragst, was um alles in der Welt hierzulande für ein Deutsch gesprochen wird, lass mich dich aufklären. Schweizerdeutsch ist genau genommen keine Sprache, sondern eine Ansammlung von alemannischen Dialekten. Wie viele das genau sind, wagt sich nicht einmal das Linguistik Zentrum Zürich festzulegen, da die Grenzen zwischen den einzelnen Dialekten sehr verwischt sind. Manchmal reichen 10 km bereits aus, dass ein anderer Dialekt gesprochen wird.

Klar ist, dass jemand der fliessend Hochdeutsch spricht bei seinem ersten Besuch in der Schweiz ziemlich frustriert sein kann, weil er nichts versteht. Denn obwohl wir Deutschschweizer alle Hochdeutsch verstehen und es unsere offizielle Schriftsprache ist, wird es im Alltagsgebrauch nur untergeordnet angewandt.

30. Müll hinterlassen

Das muss ich dir vermutlich gar nicht sagen, aber es ist mir trotzdem ein Anliegen. Vor allem in der Natur, aber auch in den Städten, im Zug oder auf öffentlichen Plätzen gibt es keinen Grund, seinen Abfall liegenzulassen. In den meisten Fällen musst du nicht einmal lange suchen, um einen Abfalleimer zu finden.

31. Losziehen, ohne den Wetterbericht zu überprüfen

Du planst einen Ausflug, schaust aus dem Fenster und denkst: “Prima, die Sonne scheint!” Lass dich davon nicht täuschen. Das Wetter in der Schweiz ist selten einheitlich und wenn du sicher sein willst, dass du keine bösen Überraschungen am Zielort erlebst, wirf doch vorher einen kurzen Blick auf den Wetterbericht.

Dasselbe gilt übrigens auch umgekehrt. Wenn es bei dir regnet oder durchzogen ist, kann es trotzdem sein, dass das Wetter nicht weit entfernt schon viel besser aussieht.

32. Im öffentlichen Verkehr ohne Abo oder Reisepass unterwegs sein

Mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs zu sein ist in der Schweiz ein teures Unterfangen. Ein Ticket von Zürich nach Bern kostet dich ohne Vergünstigung ganze 51 CHF. Es lohnt sich also, falls du mehrere Reisen mit dem Zug planst, die verschiedenen Reisepässe, Abos, Spartickets oder sonstigen Touristenangebote anzuschauen.

33. Denken, dass es in der Schweiz nur Käse und Schokolade zu essen gibt

Zugegeben, Schweizer Schokolade und Käse ist weltweit in aller Munde. Wortwörtlich. Und ohne überheblich wirken zu wollen, muss ich sagen, dass wir diese beiden Kandidaten wirklich im Griff haben. Nichtsdestotrotz verbringen wir nicht den ganzen Tag damit, Schokolade und Käse zu essen. Und das solltest du auch nicht. Ausser, du hast es dir zum Ziel gesetzt, während deinem Aufenthalt alle 450+ Käsesorten auszutesten.

Ansonsten gibt es durchaus andere Schweizer Spezialitäten, welche sich sehen lassen dürfen. Sei das nun eine knusprige Rösti mit Spiegelei und Bratwurst, ein leckeres Zürcher Geschnetzeltes mit Spätzli, ein gesundes Birchermüesli oder einen würzigen Capuns aus dem Bündnerland.

34. Mit einer anderen Währung als Schweizer Franken bezahlen

Die Schweiz ist nicht Mitglied der Europäischen Union und benutzt daher auch nicht den Euro als Zahlungsmittel. Unsere Währung ist der Schweizer Franken (CHF) und wird im ganzen Land akzeptiert.

Obwohl du theoretisch an den meisten Orten auch mit Euro bezahlen kanst, empfehle ich dir, auf den Schweizer Franken zurückzugreifen. Der Wechselkurs zum Euro, der dir in den Supermärkten oder Ticketautomaten angeboten wird, ist häufig sehr unvorteilhaft.

35. Das erste mal ohne Skilehrer auf die Piste

Es sieht so einfach aus. Schuhe an, rein in die Skis und ab auf die Piste. Aber als Snowboarderin, die sich kürzlich zum ersten Mal seit 20 Jahren auf die Skis gewagt hat, muss ich dir sagen, dass es eindeutig einfacher aussieht als es ist.

Die Beine haben die Tendenz, in eine völlig andere Richtung zu wollen als der Kopf und wenn du noch nie in deinem Leben auf der Piste warst, empfehle ich dir, die ersten paar Stunden von einem Skilehrer gebrauch zu machen. Danach kennst du die wichtigsten Tipps und Tricks und kannst auf eigene Faust darauf aufbauen. Dasselbe gilt übrigens, wenn du dich für das Snowboard entscheidest.

36. Ohne Helm schlitteln

Pro Jahr passieren in der Schweiz rund 10’000 Unfälle beim Schlitteln. Dabei kommt es nicht selten zu Gehirnerschütterungen, was bekanntlich gefährliche Folgen haben kann. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung empfiehlt deshalb, beim Schlitteln einen Helm zu tragen.

37. Schweizer fragen, wie viel sie verdienen

In gewissen Kulturen ist Geld ein Thema, das offen angesprochen und diskutiert wird. Jeder weiss, wie viel seine Freunde verdienen und besitzen. In der Schweiz hingegen ist das Thema eher tabu. Es gibt ein Sprichwort, das besagt: “Über Geld spricht man nicht, man hat es.” Davon kann man halten, was man will aber wenn du eine lockere Unterhaltung mit einem Schweizer starten möchtest, beginn vorsichtshalber nicht mit der Frage: “Und? Wie viel verdienst du so?

38. Schweizer fragen, wie sie am letzten Wochenende abgestimmt haben

Noch eine Frage, die du besser vermeidest… In der Schweiz wird in der Regel viermal pro Jahr abgestimmt. Sei das nun über Volksinitiativen, Gesetzesänderungen oder die Wahl von Regierungsmitgliedern. Oft entstehen dabei, auch in Familien- und Freundeskreisen, hitzige Debatten, wofür man nun abstimmen sollte. Falls du jemandem nicht besonders nahestehst, rate ich dir davon ab, die Person nach ihrem Abstimmungsentscheid zu fragen.

39. Die Schweiz verlassen, ohne "Böötle" ausprobiert zu haben

Es hat sich in den letzten Jahren schon beinahe zu einem neuen Volkssport entwickelt: das "Böötle“. Das Prinzip ist einfach. Man wartet auf einen schönen, sonnigen Sommertag, schnappt sich ein aufblasbares Wassergefährt wie zum Beispiel ein Einhorn, ein Gummiboot, einen Flamingo oder eine Luftmatratze, begibt sich in einen Fluss und lässt sich mit der Masse nach unten treiben.

Der berühmteste Ort dafür ist sicher die Aare zwischen Thun und Bern, aber im Sommer trifft man die Einhorn-Faulenzer mit Bier in der Hand in der ganzen Schweiz an. Falls du also “mit dem Strom schwimmen” möchtest, probier’s bei Gelegenheit aus.

40. Nur über OTAs (online travel agencies) buchen

Wer alle seine Aktivitäten über Onlineplattformen bucht, kann teilweise in eine Falle tappen. Oft bezahlst du auf diversen Seiten mehr, als wenn du direkt durch den Anbieter buchst. Ich habe jedoch eine gute Nachricht für dich. Wenn du über Swiss Activities eine Buchung tätigst, bezahlst du immer genau denselben Preis, den dir der Anbieter verrechnen würde.

Das sind meine 40 Dinge, die du in der Schweiz nicht tun solltest. Falls du Ergänzungen zu dieser Liste hast, würde ich mich freuen, wenn du sie in einem Kommentar hinterlassen würdest.