6 Schweizer Schokoladenfabriken, die du lieben wirst

Travel Guide

Schweizer Schokolade ist weltweit beliebt. In der Schweiz gibt es mehrere Fabriken, die du besuchen kannst.

1. Maestrani’s Chocolarium

Gewisse Dinge gehen Hand in Hand.

Laurel und Hardy. Timon und Pumbaa. Pech und Schwefel.

Das unzertrennbare Paar, welches wir in diesem Fall anschauen, hat allerdings nichts mit übergewichtigen Warzenschweinen oder tollpatschigen Komikern zu tun, sondern mit der weltberühmten Symbiose “Schweiz und Schokolade”.

Es ist kein Geheimnis, dass wir die süsse Versuchung lieben. Immerhin steht der Schokoladenkonsum der Schweizer im europäischen Vergleich an erster Stelle. Im Jahr 2019 verzehrten Herr und Frau Schweizer beachtliche 10.4 kg Schokolade pro Person, während unsere nördlichen Nachbarn in Deutschland mit 8.8 kg auf dem zweiten Rang zu liegen kamen.

Ob das nun ein Podestplatz ist, auf den man stolz sein darf, sei dahingestellt. Fakt ist allerdings, dass die Schweiz berühmt ist für ihre Schokolade und dies nicht zuletzt, weil die Chocolatiers bei Lindt 1879 durch ein Missgeschick die Milchschokolade erfanden.

Wie du dir denken kannst, wird in der Schweiz tagtäglich tonnenweise Schokolade hergestellt und zur Freude aller Schleckmäuler gibt es mehrere Schokoladenfabriken, die ihre Tore für Besucher öffnen. Falls du also einen Einblick hinter die Kulissen eines der wichtigsten Schweizer Aushängeschilder erhaschen möchtest, bist du hier genau richtig.

1. Maestrani’s Chocolarium

Die Person hinter dieser bekannten Schokoladenmarke heisst Aquilino Maestrani. 1852 gründete der ambitionierte Unternehmer und Tüftler die Firma und prägte somit die Schweizer Schokoladengeschichte. Zur Firma Maestrani gehören auch die Marken Munz und Minor, welche hierzulande aus keinem Supermarkt mehr wegzudenken sind.

Heute werden jährlich ca. 3’500 Tonnen Maestrani Produkte hergestellt, was einem Gewicht von ungefähr 600 ausgewachsenen Afrikanischen Elefanten entspricht. Davon verlassen 35% die Schweiz als Exportware, während die übrigen 65% in der Schweiz verkauft werden.

Also, Schokolade. Nicht Elefanten. 🙂

Zum Sortiment der Maestrani gehören unter anderem Klassiker wie die leckeren "Munz-Brügeli”, die chemische und klebrige Munz Banane – die bei jedem Schweizer entweder positive oder negative Kindheitserinnerungen hervorruft – die häufig zum Kaffee servierten Minor Schokoladenstängel oder die niedlichen Glückskäfer.

Maestrani produziert allerdings nicht nur Schokolade. Auch Karamell-Tafeln, Fruchtgelée-Kreationen und Marzipanmäuse gehören in ihr Hoheitsgebiet.

1.1 Was ist Maestrani's Chocolarium?

Im Chocolarium dreht sich alles um die Frage, wie das Glück in die Schokolade gelangt. Schliesslich ist das die brennende Frage, oder?

Ein interaktiver Erlebnisweg führt dich während rund einer Stunde durch die Geschichte der Schweizer Schokolade und des Hauses Maestrani, vorbei an Degustationsmöglichkeiten in Form von Schokoladenbrunnen oder Kakaonibs-Schalen, rein in die Produktionswelt zu einer 100 m langen Schokoladenmaschine und letztendlich in den Shop, in dem du einen Überfluss an Maestrani Kreationen antriffst.

In der Show-Confiserie hast du die Möglichkeit, deine eigene Schokoladentafel zu verzieren und als Andenken mitzunehmen. Falls es dein Magen nach diesem kulinarischen Exkurs noch zulässt, wartet am Ende das Schoggi-Café mit weiteren Angeboten auf dich.

1.2 Wie viel kostet der Eintritt in Maestrani's Chocolarium?

Der Eintritt in das Chocolarium kostet für Erwachsene 14.- CHF. Weitere Preise und Reduktionen findest du hier. Falls du deine eigene Schokoladentafel verzieren möchtest, bezahlst du zusätzlich 10.- CHF.

Solltest du zusätzlich zur Schokoladenfabrik einen Besuch in der Schaukäserei in Stein, dem Walterzoo in Gossau oder dem Baumwipfelpfad im Neckertal ins Auge fassen, bietet sich für dich das Kombi-Ticket mit einer Preisreduktion im Chocolarium an.

1.3 Wo befindet sich Maestrani's Chocolarium?

Das Chocolarium befindet sich in Flawil im Kanton St. Gallen. Mit dem Auto erreichst du die Schokoladenfabrik über die Autobahn A1 und die Ausfahrt Oberbühren. Für die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fährst du mit dem Zug nach Flawil oder Uzwil und steigst dort in das Postauto bis zur Haltestelle “Maestrani" um.

2. Lindt Home of Chocolate

Von allen Schweizer Schokoladenmarken ist Lindt diejenige, die man am ehesten bis in den hintersten Winkel der Erde antrifft. Auf all meinen Reisen habe ich kaum einen Supermarkt betreten, der nicht in irgendeiner Form ein Lindt Produkt angeboten hat. Von den Flughäfen ganz zu schweigen.

Falls du dich für den Geschäftsbericht dieses gigantischen Unternehmens interessierst, empfehle ich dir einen Blick in die aktuellsten Zahlen.

Der Name hinter den weltberühmten Lindorkugeln und den goldenen Schokoladenhasen hat seinen Ursprung im späten 19. Jahrhundert. Anfänglich bekannt unter dem Namen Lindt & Sprüngli, startete die Produktion 1899 in Kilchberg am Zürichsee.

Ursprünglich war Schokolade eine eher bittere und ungeniessbare Angelegenheit. Doch durch den glücklichen Zufall, dass die Conchiermaschine eines Freitagnachmittags im Hause Lindt im Jahr 1875 nicht ausgeschaltet und die bittere Masse bis am Montag ununterbrochen weitergerührt wurde, entstand die süsse und cremige Milchschokolade, die uns heute immer wieder verführt.

Ein Hoch auf die Vergesslichkeit würde ich sagen.

2.1 Was ist das Home of Chocolate?

Das Home of Chocolate ist brandneu und wurde inmitten der Corona-Pandemie im September 2020 eröffnet. Man darf ohne zu Übertreiben sagen, dass es ein Projekt der Superlative ist. In einem der weltweit grössten Schokoladenbrunnen zirkulieren ganze 1’500 kg Schokolade auf über neun Metern Höhe und mit 500 m² ist der Lindt-Shop im Home of Chocolate der grösste seiner Art.

In einem Museum wird alles über die Geschichte der Schokolade sowie die Herkunft ihrer Zutaten erläutert, bevor es weiter in die berüchtigte Degustationshalle geht. Dort stehen drei Schokoladenbrunnen zur freien Bedienung bereit. Wenn es einen Raum gibt, den du nicht so schnell wieder verlassen möchtest, dann ist es dieser.

Oder vielleicht doch das anschliessende Buffet, bei dem du dich nach Lust und Laune an diversen Sorten von Lindorkugeln satt essen kannst?

Anschliessend erhältst du einen Einblick in die Versuchsanlage von Lindt, wo ständig an neuen Kreationen und Leckerbissen getüftelt wird. Dies ist der zweitletzte Schritt, bevor du dein Eintrittsticket gegen eine Überraschung einlösen kannst und der Rundgang zu Ende ist.

2.2 Wie viel kostet der Eintritt in das Home of Chocolate?

Der Eintritt in das Home of Chocolate kostet für Erwachsene 15.- CHF. Weitere Preise, Vergünstigungen und verfügbare Touren findest du hier. Solltest du an einem Kurs interessiert sein, gibt es im Home of Chocolate ebenfalls das entsprechende Angebot.

2.3 Wo befindet sich das Home of Chocolate?

Das Home of Chocolate liegt, wie die 1899 eröffnete Schokoladenfabrik, in Kilchberg am südlichen Zürichseeufer.

Die Anreise empfehle ich dir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu bewerkstelligen, da der Standort perfekt in das Verkehrsnetz der Region Zürich eingebunden ist. Es verkehren regelmässig Busse und Züge von und nach Zürich Hauptbahnhof.

3. Chez Camille Bloch

Die Namen Ragusa und Torino werden in der Schweiz nicht in erster Linie mit südländischen Städten, sondern mit cremiger Schokolade assoziiert.

Aufgrund des wohlklingenden Namens benannte der Chocolatier Camille Bloch seine Haselnuss-Schokoladen-Kreation 1942 nach der Stadt Ragusa, dem heutigen Dubrovnik in Kroatien. Mit der Torino Schokolade kam 1950 eine zweite Delikatesse hinzu, welche bis heute der ganzen Schweiz die Köpfe verdreht.

Chocolats Camille Bloch ist ein Schweizer Familienunternehmen, das 1929 in Bern gegründet wurde. Heute wird die Firma in dritter Generation geführt und es kommen immer wieder neue Kreationen auf den Markt.

Mit einem jährlichen Produktionsvolumen von 3’700 Tonnen bringt Camille Bloch etwa 15 ausgewachsene Elefanten mehr auf die Waage als Maestrani. Exportiert wird davon vergleichsweise wenig. Nur 20% landen im Ausland.

Den Rest essen wir lieber selber.

3.1 Was ist Chez Camille Bloch?

Die Fabrik, in der die Ragusa und Torino Leckerbissen hergestellt werden, kann nicht direkt besucht werden. Dafür hat Camille Bloch unmittelbar neben der Schokoladenfabrik ein Besucherzentrum errichtet, wo dir der Produktionsprozess aus nächster Nähe vorgeführt wird.

Nach einem kurzen Ausflug durch die Geschichte von Camille Bloch und die Schweizer Schokolade nach dem Ersten Weltkrieg, führt der Rundgang an zwei Schokoladenbrunnen und zwei Nasch-Säulen mit Nüssen und Kakaobohnen vorbei. Ich empfehle dir allerdings, dich in diesem Bereich etwas zurückzuhalten, da du es spätestens bei den Demonstrationsbereichen bereuen wirst.

Im nächsten Abschnitt des Besucherzentrums zeigen dir zwei Chocolatiers Schritt für Schritt, wie die Ragusa und Torino Schokoladenstängel hergestellt werden. Natürlich darfst du dich anschliessend nach Lust und Laune bedienen und niemand sagt dir, dass dein Zuckerpegel für den Tag erreicht ist.

Einfach paradiesische Umstände.

Zum Abschluss hast du im Café und im Shop die Möglichkeit, dir weitere Zuckerbomben zu gönnen oder sogar deine eigene personalisierte Ragusa Geschenkbox zu kreieren. Falls du dich selber als Chocolatier versuchen möchtest, bietet sich in einem der Ateliers die Gelegenheit dazu.

3.2 Wie viel kostet der Eintritt in Chez Camille Bloch?

Der Eintritt in das Besucherzentrum Chez Camille Bloch kostet für Erwachsene 15.- CHF. Weitere Informationen zu den Tickets findest du hier.

3.3 Wo befindet sich Chez Camille Bloch?

Chez Camille Bloch liegt in Courtelary, einem Dorf im Berner Jura. Mit dem Auto erreichst du Courtelary in 20 min von Biel und La Chaux-de-Fonds oder in 60 min von Bern und Fribourg. Mit dem Zug ist die Anreise via Biel oder La Chaux-de-Fonds mit anschliessendem fünfminütigen Fussmarsch sehr unkompliziert zu bestreiten.

4. La Maison Cailler

Cailler ist die älteste Schokoladenmarke der Schweiz und hat ihren Ursprung in Vevey am Genfersee. Seit 1819 prägt Cailler die Schweizer Schokoladenlandschaft und auch dieser Name ist aus keinem Supermarkt wegzudenken.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde der neue Standort im Greyerzerland – von welchem du im Zusammenhang mit einer bestimmten Schweizer Käsesorte sicher schon gehört hast – in Betrieb genommen. Seit über 100 Jahren findet die Produktion des unendlich vielfältigen Cailler Sortiments in dieser Fabrik statt.

Was du vielleicht nicht wusstest, ist, dass Cailler 1929 mit Nestlé fusionierte. Ebenfalls zu diesem Imperium gehören geläufige Namen wie Frigor und Fémina.

4.1 Was ist la Maison Cailler?

La Maison Cailler ist das Besucherzentrum von Cailler, welches 2010 feierlich eröffnet wurde. In ihrem liebevoll eingerichteten Museum wirst du durch die Geschichte der Schweizer Schokolade geführt – angefangen bei den Kakaobohnen im Urwald und aufgehört bei den Schweizer Kühen.

Als kleine Vorwarnung muss hier gesagt sein, dass die ersten paar Minuten des Rundganges etwas an eine Geisterbahn erinnern und nicht selten Kinder in der düsteren Umgebung anfangen zu weinen. Bei den Azteken zu den Anfangszeiten der Schokolade ging es halt nicht immer friedlich zu und her…

Nach diesem ersten Teil wird es jedoch wieder fröhlich und spätestens bei den kreativ gestalteten Knabberstationen ist das anfängliche Ungemach Schnee von gestern. Bevor du zur eigentlichen Degustationshalle mit einer grosszügigen Auswahl an Cailler Pralinen gelangst, wirst du an einer Maschine vorbeigeführt, die dich die gesamte Produktionslinie eines Cailler Schokoladenstängels mitverfolgen lässt.

Im abschliessenden Café und Shop kannst du deinen Besuch kulinarisch abrunden und das eine oder andere Souvenir auf den Weg mitnehmen.

4.2 Wie viel kostet der Eintritt in la Maison Cailler?

Der Eintritt in la Maison Cailler kostet für Erwachsene 15.- CHF. Weitere Informationen zu den Tickets findest du hier. In diversen Workshops kannst du dich selber als Chocolatier versuchen und deine eigene Kreation mit nachhause nehmen.

4.3 Wo befindet sich la Maison Cailler?

La Maison Cailler liegt in Broc, einem Dorf im Kanton Fribourg in der Nähe des Greyerzersees. Mit dem Zug erreichst du den Bahnhof Broc Fabrique über Fribourg und Bulle. Falls du mit dem Auto anreist, ist die Autobahn A12 zwischen Bern und Lausanne über die Ausfahrt Bulle der richtige Weg.

5. House of Läderach

Wer kennt sie nicht…

Die leckere Bruchschokolade mit Nüssen, Cornflakes, Karamellstücken, Smarties, Rosinen, Kokossplittern und vielen weiteren kreativen Zutaten. Kaum ein Schaufenster wirkt so anziehend wie dasjenige einer Läderach Filiale. Sei das nun am Flughafen, an der Bahnhofstrasse in Zürich oder am Marktplatz in St. Gallen.

Aber auch Pralinen, mit Schokolade überzogenes Popcorn oder die legendären “MiniMousses” gehören in den Spezialbereich dieses Schweizer Chocolatiers.

Das Glarner Familienunternehmen wurde 1962 gegründet und hat einen beeindruckenden Werdegang hinter sich. Mittlerweile ist Läderach auf der ganzen Welt mit über 80 Filialen in 15 Ländern vertreten. Tendenz steigend. Ein Höhepunkt in der Geschichte Läderachs ist sicher das Jahr 2018, als Elias Läderach an der Schokoladen Weltmeisterschaft den Titel “World Chocolate Master” gewinnen konnte.

Das Meisterwerk des Chocolate Masters kann übrigens im House of Läderach besichtigt werden. Und ja, es besteht tatsächlich aus Schokolade, auch wenn es eher an eine Glasskulptur erinnert.

5.1 Was ist das House of Läderach?

Das House of Läderach eröffnete, wie das Lindt Home of Chocolate, im Herbst 2020 seine Tore. Pandemie hin oder her.

Beim Eintreten in das Besucherzentrum wirst du gleich von dem süssen Schokoladenduft begrüsst und als Ticket wird dir ein Stück Schokolade und ein Porzellanlöffel ausgehändigt, damit du für die geführte Tour gewappnet bist.

Im ersten Teil der Tour wird die Geschichte der Familie Läderach erläutert und anschliessend die Lieferkette der benötigten Zutaten aufgezeigt. Es besteht auch immer die Möglichkeit, gleich Fragen zu stellen, was aus meiner Sicht ein grosser Pluspunkt gegenüber der selbst geführten Touren in den anderen Schokoladenfabriken ist.

Mein Favorit während der Führung war, abgesehen vom dreiteiligen Schokoladenbrunnen natürlich, der direkte Einblick in die Produktion. Der letzte Teil der Tour führt in die Produktionshalle, in der die Schokolade hergestellt wird. Verwertet wird diese allerdings nicht hier. Bei Läderach werden alle Kreationen von Hand hergestellt, weshalb du hier “nur” den Herstellungsprozess der Flüssigschokolade beobachten kannst.

A propos Flüssigschokolade.

Das House of Läderach verfügt über einen Schokoladenbrunnen, aus dem gleichzeitig weisse, hellbraune und dunkle Schokolade fliesst. Hier kommt dein Porzellanlöffel vom Eingang zum Zuge und du darfst dich nach Herzenslust durch die süssen Ströme testen.

5.2 Wie viel kostet der Eintritt in das House of Läderach?

Die Tour durch das House of Läderach kostet für Erwachsene 15.- CHF. Die Schokoladentafel, die gleichzeitig als Eintrittsticket fungiert, beinhaltet auch einen 5.- CHF Gutschein, der am Schluss im Shop eingelöst werden kann. Zudem hast du die Möglichkeit, im Atelier deine eigene Schokolade zu kreieren oder von einem Profi gestalten zu lassen.

5.3 Wo befindet sich das House of Läderach?

Das House of Läderach findest du in Bilden im Kanton Glarus. Mit dem Zug reist du von Zürich, Chur oder St. Gallen nach Ziegelbrücke und steigst dort in den Bus nach Bilten um. Mit dem Auto erreichst du dein Ziel über die A3 zwischen Zürich und Chur über die Ausfahrt Bilten.

6. Aeschbach’s ChocoWelt

Neben all den grossen und produktionsstarken Namen in der Schweizer Schokoladenlandschaft gibt es auch kleinere, weniger geläufige Player, die jedoch nicht minder nennenswert sind. Dazu gehört zweifelsohne die Manufaktur Aeschbach, ein Familienunternehmen, das 1972 in Zug ins Leben gerufen wurde.

Ein Produkt aus dem Hause Aeschbach, das jedem Schweizer vertraut sein dürfte, ist der Schokoladentaler. Auch bekannt unter “Schoggitaler”.

Die endlosen Mittwochnachmittage, an denen wir in der Primarschule von Tür zu Tür gehen und diese Taler für einen guten Zweck verkaufen mussten, sind mir zugegebenermassen nicht in bester Erinnerung geblieben. Diese grossen, goldigen Taler haben sich somit unauslöschbar in mein Gedächtnis eingebrannt. Mittlerweile kann ich sie zum Glück wieder anschauen, ohne Gänsehaut vor dem bevorstehenden Verkaufsgespräch als Drittklässlerin zu bekommen.

Abgesehen von den Schoggitalern stellt Aeschbach eine Vielzahl an Pralinen, Schokoladentafeln, saisonal abgestimmte Kreationen und weitere Hausspezialitäten her. Einen Einblick in das Sortiment von Aeschbach Chocolatier findest du hier.

6.1 Was ist Aeschbach’s ChocoWelt?

In Aeschbach's ChocoWelt kannst du, wie der Name schon andeutet, in die Welt der Schokolade eintauchen. Während des interaktiven Rundgangs erfährst du alles über die Geschichte der Schokolade und die Herstellung der Aeschbacher Hausspezialitäten.

Natürlich darf auch die Reise der Kakaobohne mit sämtlichen Degustationsmöglichkeiten nicht fehlen. Und auch der Kontakt mit den Chocolatiers, die gerne Fragen beantworten und Kostproben verteilen, kommt auf dem Rundgang nicht zu kurz.

Anschliessend an den Rundgang hast du im Shop und im Café die Möglichkeit, dich mit den Spezialitäten der Aeschbach Chocolatiers einzudecken.

6.2 Wie viel kostet der Eintritt in Aeschbach’s ChocoWelt?

Der Eintritt in Aeschbach’s ChocoWelt kostet für Erwachsene 15.- CHF. In diesem Preis ist wie bei Läderach ein Gutschein von 5.- CHF inbegriffen, welcher im Café oder im Shop eingelöst werden kann. Für einen Aufpreis von 10.- CHF darfst du dir im Rahmen von ChocoWelt Plus deine eigene 200 g schwere Schokoladentafel verzieren und als Andenken nachhause mitnehmen.

6.3 Wo befindet sich Aeschbach’s ChocoWelt?

Aeschbach’s ChocoWelt liegt in Root bei Luzern. Mit dem Zug ab Luzern erreichst du die Haltestelle "Root D4" – spezieller Name, ich weiss – in nur zehn Minuten. Mit dem Auto führt die Anfahrt über die Autobahn A14 zwischen Luzern und Zürich über die Ausfahrt Gisikon-Root.

7. Wo bleibt Toblerone?

Du fragst dich nun vielleicht, weshalb ein weiterer grosser Name – der mit seiner Berühmtheit den Lindorkugeln problemlos das Wasser reichen kann – auf dieser Liste fehlt.

Das ist eine berechtigte Frage. Tatsächlich ist es nicht möglich, Toblerone näher kennenzulernen und eine Produktionsstätte zu besuchen. Du musst dich also mit dem Sortiment in den Supermärkten und an fast jedem Flughafen der Welt begnügen.

Dies sollte allerdings nicht weiter schlimm sein, da du für den nächsten regnerischen Tag oder deinen nächsten Anflug von Schokoladenhunger mit den hier beschriebenen Besucherzentren bestens gewappnet bist.

Mit deinem Besuch hilfst du uns ausserdem dabei, unseren Podestplatz als "die Schokoladenmonster Europas" zu verteidigen. 🙂