6 Tage Schweiz - 9 Reiserouten ab Zürich

Wenn du sechs Tage in der Schweiz verbringen willst und auf der Suche nach der perfekten Reiseroute bist, hilft dir diese Auswahl von 9 Routen bei der Planung deiner Reise. Sie zeigt dir verschiedene Optionen, die alle in sechs Tagen ab Zürich machbar sind. Alle Reiserouten sind flexibel, so dass du in einer anderen Stadt beginnen kannst.

Auch wenn die Schweiz klein ist, gibt es in sechs Tagen mehr als genug zu sehen und zu tun. Wenn du deine Reise in die Schweiz planst, werden dir die folgenden Reiserouten dabei helfen.

Sie sind alle in sechs Tagen machbar und haben ihren Ausgangspunkt in Zürich. Wenn du aber lieber an einem anderen Ort beginnen möchtest, kannst du deine Reise ganz einfach entsprechend anpassen. Zürich ist sehr gut angebunden und kann von jeder anderen Stadt in der Schweiz aus erreicht werden.

Einige Reiserouten enden in Genf oder führen durch Städte, die in der Nähe von Genf liegen. Wenn du also planst, über den Westen der Schweiz anzureisen, kannst du die Reiseroute einfach an deine Vorlieben anpassen. Zum Beispiel gibt es eine Route, die in Lausanne Zürich beginnt und in Lausanne vorbeikommt. Wenn du in Genf startest, kannst du diese Reiseroute ganz einfach in Lausanne beginnen, das nur eine halbe Stunde mit dem Zug von Genf entfernt liegt.

Du wirst feststellen, dass ich nur von Reisen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und nicht mit dem Auto spreche. Die meisten Strecken lassen sich auch mit dem Auto zurücklegen, falls du dir während deines Aufenthalts in der Schweiz einen Mietwagen besorgen möchtest. Aber mit unserem sehr dichten Netz an Zügen und Bussen ist es eigentlich nicht nötig, mit dem Auto zu reisen.

Und wenn du mehr als drei Tage zur Verfügung hast und eine Route siehst, die dir gefällt, kannst du sie ganz einfach verlängern, indem du an einigen Orten eine zusätzliche Nacht verbringst.

Viel Spass beim Planen!

1. Reiseroute mit Panorama Zugfahrten, einer Reise nach Italien und zum Matterhorn

Reiseroute 1: Zürich - Locarno - ZermattReiseroute 1: Zürich - Locarno - Zermatt

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Highlights auf dieser Route:

  • Entdecke die Sehenswürdigkeiten in Zürich, der grössten Stadt der Schweiz
  • Fahre durch den Gotthard-Basistunnel, den längsten Eisenbahntunnel der Welt
  • Besuche eines der beliebten Flusstäler Maggia oder Verzasca
  • Geniesse ein paar Kugeln leckeres Eis in Locarno oder Ascona
  • Begib dich auf eine windige Zugfahrt von Locarno nach Domodossola in Italien
  • Wandere vor dem mächtigen Matterhorn in Zermatt

Tag 1: Zürich - Bellinzona - Locarno

Erkunde Zürich am Morgen auf eigene Faust, leihe dir mit «Züri rollt» ein kostenloses Fahrrad aus oder schliesse dich einer Stadtführung an. Nach der Tour kaufst du dir ein Take-Away Mittagessen und fährst mit dem Zug nach Bellinzona.

Dank des 57 km langen Gotthard-Basistunnels brauchst du jetzt weniger als zwei Stunden, um durch die Alpen zu brausen und den warmen Süden der Schweiz zu erreichen.

Lege einen Zwischenstopp in Bellinzona ein und besuche das Castello di Montebello, ein UNESCO-Weltkulturerbe, bevor du nach Locarno weiterfährst.

Verbringe den Rest des Abends damit, die italienische Atmosphäre in Locarno zu geniessen. Verweile auf der Piazza Grande, schlendere am Lago Maggiore entlang oder gönn dir ein paar Kugeln Eis am See. Und nur für den Fall, dass du dich fragst: Ja, du bist immer noch in der Schweiz. Auch wenn es sich eher nach Italien anfühlt.

Da du die nächsten drei Nächte im Tessin verbringst, hast du Anspruch auf das tolle Ticino Ticket. Du erhältst es, wenn du in deiner Unterkunft eincheckst.

Mit dieser praktischen Gästekarte kannst du die öffentlichen Verkehrsmittel im ganzen Tessin kostenlos nutzen. Ausserdem erhältst du damit zahlreiche Ermässigungen bei anderen Attraktionen und Aktivitäten.

Fluss Limmat in Zürich (Foto: Fluss Limmat in Zürich (Foto:
Castello Montebello in Bellinzona (Foto: Bellinzona e Alto Ticino Turismo Silvano Crivelli)Castello Montebello in Bellinzona (Foto: Bellinzona e Alto Ticino Turismo Silvano Crivelli)

Tag 2: Freier Tag im Kanton Tessin

Mach dich bereit, den italienischen Teil der Schweiz in seiner ganzen Pracht zu erkunden. Bei der Fülle an Aktivitäten, die dir zur Auswahl stehen, wird dir heute nicht langweilig werden.

Als Erstes empfehle ich dir, dich in eines der beiden Flusstäler zu begeben: Maggia oder Verzasca. Beide eignen sich hervorragend zum Wandern, um Zeit am Fluss zu verbringen oder ein erfrischendes Bad zu nehmen. Vergiss auch nicht, dein Picknick einzupacken. In beiden Tälern gibt es unzählige Möglichkeiten, eine Pause einzulegen. Mein Lieblingsplatz ist direkt unter der berühmten Steinbrücke in Lavertezzo.

Wenn du ruhigere Gewässer den kalten Gebirgsbächen vorziehst, solltest du zum Lago Maggiore oder zum Lago di Lugano fahren. Beide Seen sind atemberaubend und bieten dir mehr Fotomöglichkeiten, als du dir vorstellen kannst.

Weitere beliebte Ziele im Tessin sind das inspirierende Kunststädtchen Ascona in der Nähe von Locarno und die Stadt Lugano weiter südlich.

Wenn du dein Wissen über die Schweizer Geografie auffrischen willst, besuche das Swissminiatur in Melide gleich ausserhalb von Lugano. Es ist eine Miniaturversion der Schweiz und zeigt eine unglaubliche Liebe zum Detail.

Falls du zu den Adrenalinjunkies gehörst, gibt es am Ende des Verzascatals den 007 Bungy. Vielleicht hast du diesen 220 Meter hohen Sprung schon im James Bond Film Golden Eye gesehen. Wenn du dich von der Staumauer stürzen willst, vergiss bitte nicht, dein Foto mit uns zu teilen. Das würden wir gerne sehen ... 🙂

Wie du vielleicht schon gemerkt hast, ist dieser Tag bei weitem nicht lang genug, um alles auf der Liste zu erledigen. Gut, dass es immer noch morgen gibt.

Piazza Grande in Locarno (Foto: Ascona Locarno Tourism  Alessio Pizzicannella)Piazza Grande in Locarno (Foto: Ascona Locarno Tourism Alessio Pizzicannella)
Alte Steinbrücke in Lavertezzo (Foto: Ascona Locarno Tourism Alessio Pizzicannella)Alte Steinbrücke in Lavertezzo (Foto: Ascona Locarno Tourism Alessio Pizzicannella)

Tag 3: Freier Tag im Kanton Tessin

Erledige alles, was du gestern verpasst hast. Die Liste sollte lang genug sein, um dich für einen weiteren Tag zu beschäftigen.

Alternativ kannst du die Schweiz auch verlassen und über die Grenze nach Italien fahren. Nicht weit von Lugano entfernt, liegt die idyllische Region Como, der Ort, an dem George Clooney und andere Berühmtheiten geheiratet haben. Wenn du wissen willst, was Mr. Nespresso in diesem Teil der Welt gesehen hat, ist heute deine Chance.

Die beiden schönsten Orte in der Region, die ich dir empfehle, sind die Stadt Como und das Dorf Menaggio. Beide liegen am Ufer des Comer Sees und werden dich bezaubern.

Am Ende des Tages fährst du zurück in die Schweiz und verbringst die Zeit, die dir noch bleibt, in Locarno, bevor du morgen nach Zermatt weiterfährst.

Tag 4: Locarno – Domodossola – Zermatt

Du wirst jetzt wahrscheinlich lachen. Aber der Bahnhof, an dem dein Zug nach Domodossola abfährt, heisst Locarno FART. (Das bedeutet “Furz” auf Englisch). Ein unglücklicher Name, ich weiss. Es ist die Abkürzung für Ferrovie Autolinee Regionali Ticinesi und bedeutet übersetzt "Regionalbahn des Tessins".

Die Fahrt nach Domodossola dauert knapp zwei Stunden. Eventuell ist dies der langsamste Zug, mit dem du je gefahren bist. Er hat es wirklich nicht eilig, nach Domodossola zu kommen.

Aber wahrscheinlich wirst du gar nicht merken, wie die Zeit vergeht. Die Landschaft ist von Anfang bis Ende überwältigend. Auf der Fahrt durch das Centovalli - was für hundert Täler steht - kommst du an mehreren charmanten Dörfern mit alten Steinhäusern vorbei. Du fährst zudem über hohe Viadukte und erhascht sogar einen Blick auf den einen oder anderen Wasserfall.

Geniesse die Aussicht, denn von Domodossola bis Brig wirst du die meiste Zeit in einem Tunnel verbringen. Das macht aber nichts, denn die Fahrt von Brig nach Zermatt ist Teil des Glacier Express - einer weiteren panoramareichen Zugfahrt.

In Zermatt angekommen, kannst du den Rest des Tages damit verbringen, durch den berühmten Ferienort zu schlendern und den Blick auf das mächtige Matterhorn zu geniessen. Vorausgesetzt, der Berg ist nicht in Wolken gehüllt.

Fahrt mit Centovalli Bahn durch das Valle Vigezzo (Foto: Schweiz Tourismus Christof Sonderegger)Fahrt mit Centovalli Bahn durch das Valle Vigezzo (Foto: Schweiz Tourismus Christof Sonderegger)
Blick auf Zermatt mit Matterhorn (Foto: Pascal Gertschen)Blick auf Zermatt mit Matterhorn (Foto: Pascal Gertschen)

Tag 5: Freier Tag in Zermatt

In Zermatt steht die Bergwelt und die Natur im Zentrum. Wenn du wegen der spektakulären Aussicht auf die Berge in die Schweiz gekommen bist, wirst du es hier lieben.

Zahlreiche Wanderungen und Spaziergänge aller Schwierigkeitsgrade bringen dich an Orte, von denen du nicht einmal wusstest, dass es sie gibt. Wie zum Beispiel der beliebte Zermatter 5-Seenweg, für den du 2.5 Stunden brauchst. Er führt an fünf kristallklaren Bergseen vorbei und bietet immer wieder atemberaubende Ausblicke auf das Matterhorn.

Ein weiteres Abenteuer, bei dem dir allenfalls etwas schwindlig werden könnte, ist das Überqueren der längsten Fussgänger-Hängebrücke der Welt in Randa. Sie ist ganze 494 m lang und spannt sich über das Tal. Der Rundweg zur Brücke beginnt und endet in Randa, 15 min mit dem Zug von Zermatt entfernt.

Wenn du die Wanderung lieber ganz auslassen und stattdessen die Berge auf die einfache Art sehen möchtest, empfehle ich dir, zum Gornergrat hinaufzufahren. Nach einer unfassbar steilen Zugfahrt findest du dich auf einer Höhe von 3089 m ü.M. wieder. Direkt vor der Nase des Gornergletschers und dem Matterhorn. Wundere dich nicht, wenn du beim Erklimmen der Treppe zum Aussichtspunkt völlig ausser Atem kommst. Das liegt nicht an dir, sondern an der dünnen Luft.

Europaweg mit Charles Kuonen Hängebrücke (Foto: Valentin Flauraud)Europaweg mit Charles Kuonen Hängebrücke (Foto: Valentin Flauraud)
Wandern beim Riffelberg mit Blick auf Matterhorn (Foto: Zermatt Tourismus Pascal Gertschen)Wandern beim Riffelberg mit Blick auf Matterhorn (Foto: Zermatt Tourismus Pascal Gertschen)

Tag 6: Zermatt - Zürich oder Genf

In Zermatt gibt es eindeutig mehr als nur einen Tag lang etwas zu unternehmen. Heute ist also der perfekte Zeitpunkt, um alles abzuhaken, was du gestern nicht geschafft hast.

Sobald du bereit bist, die frische Bergluft zu verlassen, nimmst du den Zug zurück nach Zürich. Wenn du von Genf aus fliegst oder einen Besuch in der zweitgrössten Stadt der Schweiz planst, kannst du stattdessen auch in diese Richtung fahren.

Zusätzliche Tipps und Informationen zu Reiseroute 1

  • Beim Einchecken in deiner Unterkunft in Locarno erhältst du ein Ticino Ticket. Damit kannst du die öffentlichen Verkehrsmittel im ganzen Tessin für die Dauer deines Aufenthalts kostenlos nutzen.
  • Das Tessin ist ein sehr beliebtes Urlaubsziel für Schweizerinnen und Schweizer. Wenn du während der Schulferien reist, solltest du deine Unterkunft unbedingt im Voraus buchen.
  • Die Ruhe in den Tälern der Verzasca und Maggia kann trügerisch sein. Sobald es weiter oben in den Bergen zu regnen beginnt, werden diese Flüsse zu einer gefährlichen Naturgewalt. Bitte prüfe die Wettervorhersage, bevor du dich auf den Weg machst. Falls es weiter oben regnet, halte einen Sicherheitsabstand zum Wasser und mach kein Nickerchen auf einem der gemütlichen Felsblöcke im Fluss. Besucher wurden schon von den enormen Wassermassen überrascht und sind gestorben. Ich will nicht, dass du zu ihnen gehören musst.
  • Der Teil zwischen Brig und Zermatt wird von den Glacier Express Zügen bedient. Diese fahren dreimal täglich und sind nur für Personen mit einer Reservierung zugänglich. Aber es gibt auch reguläre Züge, die zwischen Brig und Zermatt pendeln und für die keine Reservierung erforderlich ist. Das Beste daran? Die Aussicht ist genau dieselbe wie beim Glacier Express. Abgesehen von den fehlenden, grossen Panoramafenstern.
  • Da du von Locarno nach Domodossola durch Italien fährst, musst du deinen Reisepass zur Kontrolle bereithalten.

2. Reiseroute mit zwei Panoramazügen in den italienischen Teil der Schweiz

Reiseroute 2: Zürich - St. Moritz - Lugano - LuzernReiseroute 2: Zürich - St. Moritz - Lugano - Luzern

Highlights auf dieser Route:

  • Entdecke die Sehenswürdigkeiten in Zürich, der grössten Stadt der Schweiz
  • Spaziere durch Chur, die älteste Stadt der Schweiz
  • Besuche St. Moritz, den Ort, an dem sich die Reichen und Berühmten tummeln
  • Fahre mit dem Bernina Express über die Alpen nach Lugano
  • Besuche eines der beliebten Flusstäler Maggia oder Verzasca
  • Mache einen Tagesausflug über die Grenze nach Como in Italien
  • Überquere die Alpen erneut mit dem Gotthard Panorama Express
  • Verbringe einen ganzen Tag in Luzern

Tag 1: Zürich - Chur - St. Moritz

Erkunde Zürich am Morgen auf eigene Faust, leihe dir mit «Züri rollt» ein kostenloses Fahrrad aus oder schliesse dich einer Stadtführung an. Nach der Tour kannst du dir ein Mittagessen zum Mitnehmen besorgen und es im Zug nach Chur einnehmen.

Damit du auf dem Weg nach Chur einen besseren Blick auf den Zürich- und den Walensee hast, empfehle ich dir, einen Platz auf der linken Zugseite zu ergattern.

Verbringe ein oder zwei Stunden damit, durch Chur zu schlendern und mach dich bereit für die frische Bergluft, die dich in St. Moritz erwartet. Um nach St. Moritz zu kommen, kannst du in Chur in den direkten Zug der RhB einsteigen. Halte dabei deine Kamera bereit, denn du wirst von Anfang bis Ende mit Panoramablicken verwöhnt. Der Landwasserviadukt und die kurvenreiche Albulalinie sind zwei Highlights auf dieser Strecke.

Verbringe den Rest des Tages in St. Moritz. Wenn du dich heute Abend ungewöhnlich schläfrig fühlst, verdankst du das der Höhe von 1822 m ü.M. Normalerweise braucht man ein oder zwei Tage, um sich an die dünnere Luft zu gewöhnen.

Blick auf die Stadt Chur (Foto: Schweiz Tourismus Markus Buehler-Rasom)Blick auf die Stadt Chur (Foto: Schweiz Tourismus Markus Buehler-Rasom)
Berühmtes Landwasserviadukt bei Filisur (Foto: MySwitzerland)Berühmtes Landwasserviadukt bei Filisur (Foto: MySwitzerland)

Tag 2: St. Moritz - Tirano - Lugano

Heute verbringst du einige Stunden damit, die Alpen von St. Moritz bis nach Lugano zu überqueren. Deine Reise führt dich hinauf zum höchsten Punkt der Bernina Express Linie, vorbei an glitzernden Gletschern und kristallklaren Bergseen, hinunter in den südlichen Teil der Schweiz und über ein spektakuläres Viadukt, bevor du nach Italien kommst.

Und schliesslich zurück in die Schweiz...

Die erste Etappe dieser Zugfahrt führt dich nach Ospizio Bernina, dem höchsten Punkt der heutigen Reise. Dieser kleine Bahnhof ist nicht weit von St. Moritz entfernt und liegt 2253 m ü.M. Von hier aus geht es nur noch bergab. Natürlich nur bildlich gesprochen. Auf dem Weg hinunter nach Italien überquerst du in Brusio das Kreisviadukt. Hier macht der Zug eine volle 360-Grad-Drehung, um die Höhe zu überwinden.

Zu diesem Zeitpunkt hast du schon einiges an Höhe verloren und die Aussentemperatur ist viel wärmer als noch vor ein paar Stunden. Die letzte Etappe der Reise beginnt in Tirano, direkt an der schweizerisch-italienischen Grenze. Von Tirano aus führt dich der Bernina Express Bus durch die beeindruckende Weinregion Veltlin.

Bevor du wieder in die Schweiz kommst, fährst du am Comer See vorbei. Dem Ort, an dem George Clooney und viele andere Berühmtheiten geheiratet haben.

Nach diesem langen Tag kannst du dir an der Promenade des Luganersees die Beine vertreten. Geniesse die Aussicht, nimm dir ein paar Kugeln Eis und schlendere durch Lugano.

Du hast es dir verdient.

Bernina Express am Lago di Poschiavo (Foto: Swiss Travel System)Bernina Express am Lago di Poschiavo (Foto: Swiss Travel System)
Bernina Express bei Morteratsch (Foto: Swiss Travel System)Bernina Express bei Morteratsch (Foto: Swiss Travel System)

Tag 3: Freier Tag im Tessin

Da du die nächsten zwei Nächte im Kanton Tessin verbringst, hast du Anspruch auf das tolle Ticino Ticket. Du erhältst es, wenn du in deiner Unterkunft eincheckst.

Mit dieser praktischen Gästekarte kannst du die öffentlichen Verkehrsmittel im ganzen Tessin kostenlos nutzen. Ausserdem erhältst du damit zahlreiche Ermässigungen bei anderen Attraktionen und Aktivitäten.

Wenn du wissen willst, was du in der Gegend unternehmen kannst, schau dir noch einmal den Tag 2 von Reiseplan Nr. 1 an. Dort findest du Aktivitäten für etwa drei Tage aufgelistet. Damit solltest du eine Weile beschäftigt sein.

Alternativ kannst du die Schweiz auch verlassen und über die Grenze nach Italien fahren. Nicht weit von Lugano entfernt, liegt die idyllische Region Como, der Ort, an dem George Clooney und andere Berühmtheiten geheiratet haben. Wenn du wissen willst, was Mr. Nespresso in diesem Teil der Welt gesehen hat, ist heute deine Chance.

Die beiden schönsten Orte in der Region, die ich dir empfehle, sind die Stadt Como und das Dorf Menaggio. Beide liegen am Ufer des Comer Sees und werden dich bezaubern. Am Ende des Tages fährst du zurück in die Schweiz und verbringst die Zeit, die dir noch bleibt, in Lugano.

Tag 4: Lugano - Luzern

Wenn du die Schweiz zwischen April und Oktober besuchst, hast du Glück. Falls du das Tessin nicht an einem Montag verlässt, hast du die Möglichkeit, mit dem Gotthard Panorama Express über die Alpen zurückzureisen.

Auf der ersten Etappe dieser Reise bringt dich ein Panoramazug durch den alten Gotthard Tunnel nach Flüelen. Bevor der Gotthard-Basistunnel im Jahr 2016 eröffnet wurde, war dies die einzige Möglichkeit, um das Tessin mit der Bahn zu erreichen. Heute, seit der Eröffnung des längsten Tunnels der Welt, wird der alte Tunnel nur noch für touristische Zwecke genutzt.

In Flüelen folgt eine dreistündige Fahrt mit einem Dampfschiff über den Vierwaldstättersee. Du kommst gegen 15:00 Uhr in Luzern direkt neben dem Bahnhof an. So hast du genug Zeit, um diese hübsche Stadt und ihre Umgebung zu erkunden. Wenn du nicht mit dem Gotthard Panorama Express nach Luzern fahren kannst, steige stattdessen einfach in den regulären Zug nach Luzern.

Traumhaftes Panorama beim Gotthard (Foto: Swiss Travel System)Traumhaftes Panorama beim Gotthard (Foto: Swiss Travel System)
Strand Foce del Cassarate in Lugano (Foto: Ticino Turismo Loreta Daulte)Strand Foce del Cassarate in Lugano (Foto: Ticino Turismo Loreta Daulte)

Tag 5: Freier Tag in Luzern

Luzern hat unglaublich viel zu bieten. Einer der aufregendsten Ausflüge ist die Fahrt mit der steilsten Zahnradbahn der Welt auf den Pilatus, den Hausberg von Luzern. Diese Bahn fährt nur im Sommer ab Alpnachstad, während die Seilbahn ab Kriens das ganze Jahr über auf den Pilatus führt.

Apropos Berge: Der Titlis ist ein weiteres Wahrzeichen der Region, das einen Besuch wert ist. Von Engelberg aus erreichst du den Gipfel mit zwei Gondeln. Eine davon ist die weltweit erste drehbare Luftseilbahn der Welt. Es erwartet dich also ein beeindruckender 360-Grad-Blick.

Für eine leichte Wanderung, die eine Fahrt mit einem 152.8 m hohen, raketenartigen Aufzug beinhaltet, kannst du mit dem Schiff oder dem Bus nach Kehrsiten-Bürgenstock fahren.

Nicht zu vergessen ist das Stanserhorn, ein Berg in der Nähe von Luzern, auf den eine moderne Doppelstock-Seilbahn führt. Am besten nimmst du das Schiff nach Stansstad. Hier steigst für die erste Etappe in die Standseilbahn um und fährst das letzte Stück mit der Freiluftgondel zum Stanserhorn.

Du kannst an diesem freien Tag theoretisch auch nach Interlaken fahren. Verlasse Luzern am Morgen mit der Golden Pass Line, verbringe den Tag damit, die fotogene Region um Interlaken zu erkunden und fahre am Abend zurück nach Luzern.

Eine weitere tolle Möglichkeit, den Tag in der Umgebung von Luzern zu verbringen, ist eine Fahrt auf dem Vierwaldstättersee. Auf dem See verkehren mehrere Dampf- und Passagierschiffe, die dich auf einen aussichtsreichen Ausflug mitnehmen.

Wie du sehen kannst, hat Luzern an einem sonnigen Tag viel zu bieten. Aber in der Realität ist das Wetter nicht immer so vielversprechend. In diesem Fall haben wir hier ein paar coole Indoor-Optionen für dich.

Zum einen gibt es Aeschbachs Chocoworld in Root. Die Fahrt mit dem Bus dorthin dauert etwa 30 Minuten. Nichts erhellt einen Regentag so sehr wie leckere Schokolade, oder?

In Hergiswil, nicht weit von Luzern entfernt, findest du das, was die Schweizer liebevoll die "Glasi" nennen. Die Glashütte Hergiswil führt dich durch den Prozess der Glasherstellung, lässt dich den Profis bei der Arbeit zuschauen und bietet dir sogar die Möglichkeit, das Glasblasen selbst auszuprobieren. Wann hast du das letzte Mal dein eigenes Glas hergestellt?

Eine weitere Schlechtwetter-Option ist das Verkehrshaus in Luzern. Wie der Name schon sagt, dreht sich in diesem Museum alles um Verkehrsmittel. Von Fahrrädern bis hin zur Astronautik ist alles dabei.

Kapellbrücke über die Reuss in Luzern (Foto: Luzern Tourismus)Kapellbrücke über die Reuss in Luzern (Foto: Luzern Tourismus)
Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee (Foto: Schweiz Tourismus Beat Müller)Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee (Foto: Schweiz Tourismus Beat Müller)

Tag 6: Luzern – Zürich

Zum Glück musst du Luzern heute erst am Nachmittag oder sogar erst am Abend verlassen. So kannst du den Tag damit verbringen, das zu tun, was du gestern nicht erledigen konntest. Du kannst die Stadt auch auf eigene Faust erkunden, über die Kapellbrücke spazieren, den Gletschergarten mit dem berühmten Löwendenkmal besuchen oder dich einer Stadtführung anschliessen.

Ein weiterer beliebter Zeitvertreib in der Nähe von Luzern ist ein Ausflug auf die Rigi. Wie du genau zur Königin der Berge kommst, erfährst du in der nächsten Reiseroute Nr. 3 an Tag 2.

Am Ende des Tages kannst du den Zug zurück nach Zürich nehmen und den Rest des Tages damit verbringen, die grösste Stadt der Schweiz zu erkunden.

Zusätzliche Tipps und Informationen zu Reiseroute 2

  • Der Fahrplan des Bernina Express ändert sich je nach Jahreszeit. Um deine Verbindung zu finden und eine Reservierung vorzunehmen, besuche die Website der RhB. Der Bernina Express Bus zwischen Tirano und Lugano verkehrt nur von Mai bis November.
  • Der Gotthard Panorama Express verkehrt nur von April bis Oktober, von Dienstag bis Sonntag. Wenn du ausserhalb dieser Monate oder an einem Montag reist, nimm stattdessen den regulären Zug von Lugano nach Zürich. Für die Zugfahrt zwischen Lugano und Flüelen brauchst du eine Reservierung.
  • Wenn du mit einem Interrail- oder Eurail-Pass reist, ist nur die Zugfahrt von Lugano nach Flüelen im Gotthard-Panorama-Express vollständig abgedeckt. Die Fahrt mit dem Dampfschiff kostet extra.
  • Beim Einchecken in deiner Unterkunft in Lugano erhältst du ein Ticino Ticket. Mit diesem Ticket kannst du die öffentlichen Verkehrsmittel im ganzen Kanton Tessin für die Dauer deines Aufenthalts kostenlos nutzen.
  • Die Ruhe in den Tälern der Verzasca und Maggia kann trügerisch sein. Sobald es weiter oben in den Bergen zu regnen beginnt, werden diese Flüsse zu einer gefährlichen Naturgewalt. Bitte prüfe die Wettervorhersage, bevor du dich auf den Weg machst. Falls es weiter oben regnet, halte einen Sicherheitsabstand zum Wasser und mach kein Nickerchen auf einem der gemütlichen Felsblöcke im Fluss. Besucher wurden schon von den enormen Wassermassen überrascht und sind gestorben. Ich will nicht, dass du zu ihnen gehören musst.

3. Reiseroute mit mittelalterlichen Städten, Käse und Schokolade, Bergen und einer Panoramazugfahrt

Reiseroute 3: Zürich - Luzern - Bern - GenfReiseroute 3: Zürich - Luzern - Bern - Genf

Highlights auf dieser Route:

  • Spaziere über die Kapellbrücke in Luzern
  • Geniesse die faszinierende Landschaft auf der Rigi und auf dem Vierwaldstättersee
  • Gehe auf eine aussichtsreiche Zugfahrt durch das Entlebuch (UNESCO)
  • Fülle deinen Bauch mit leckeren Kambly Keksen und Cailler Schokolade
  • Besuche die Altstadt von Bern (UNESCO)
  • Geniesse die Aussicht auf die Berge der Jungfrauregion in Interlaken
  • Besuche die Weinterrassen in Lavaux (UNESCO) am Genfersee

Tag 1: Zürich - Rigi - Vitznau - Luzern

Verlasse Zürich gleich am Morgen und nimm den Zug nach Luzern. Verstaue dein Gepäck entweder am Bahnhof oder in deiner Unterkunft und nimm den nächsten Zug nach Arth Goldau. Von hier aus bringt dich die Rigibahn - die erste Bergbahn Europas - in einer 45-minütigen Fahrt zur Bergstation Rigi Kulm.

Wenn die Rigi nicht in Wolken gehüllt ist, hast du eine spektakuläre Aussicht auf die Alpen, den Vierwaldstättersee und andere umliegende Seen. Folge einfach den Schildern zum Aussichtspunkt, nachdem du in Rigi Kulm ausgestiegen bist.

Wenn du ausreichend Fotos geschossen hast, kannst du entweder im Restaurant eine Pause einlegen, mit dem Zug nach Vitznau hinunterfahren oder wandern gehen. Mit über 120 Kilometern an Wanderwegen hast du hier die Qual der Wahl.

Bei deiner Ankunft in Vitznau wartet das Passagierschiff nach Luzern auf dich. Halte deine Kamera griffbereit, denn die Fahrt ist landschaftlich sehr eindrücklich und bietet noch mehr atemberaubende Ausblicke.

Zurück in Luzern kannst du den Rest des Abends damit verbringen, die Stadt zu erkunden oder dir ein gemütliches Plätzchen am See zu suchen, um zu entspannen.

Rigibahn Fahrt durch Wald (Foto: Rigi Bahnen Gaudenz Danuser)Rigibahn Fahrt durch Wald (Foto: Rigi Bahnen Gaudenz Danuser)
Aussicht vom Rigi Gipfel (Foto: Schweiz Tourismus Beat Brechbuehl)Aussicht vom Rigi Gipfel (Foto: Schweiz Tourismus Beat Brechbuehl)

Tag 2: Freier Tag in Luzern

Luzern hat unglaublich viel zu bieten. Einer der aufregendsten Ausflüge ist die Fahrt mit der steilsten Zahnradbahn der Welt auf den Pilatus, den Hausberg von Luzern. Diese Bahn fährt nur im Sommer ab Alpnachstad, während die Seilbahn ab Kriens das ganze Jahr über auf den Pilatus führt.

Apropos Berge: Der Titlis ist ein weiteres Wahrzeichen der Region, das einen Besuch wert ist. Von Engelberg aus erreichst du den Gipfel mit zwei Gondeln. Eine davon ist die weltweit erste drehbare Luftseilbahn der Welt. Es erwartet dich also ein beeindruckender 360-Grad-Blick.

Für eine leichte Wanderung, die eine Fahrt mit dem 152,8 Meter hohen, raketenartigen Aufzug beinhaltet, kannst du mit dem Schiff oder dem Bus nach Kehrsiten-Bürgenstock fahren.

Nicht zu vergessen ist das Stanserhorn, ein Berg in der Nähe von Luzern, auf den eine moderne Doppelstock-Seilbahn führt. Am besten nimmst du das Schiff nach Stansstad. Hier steigst für die erste Etappe in die Standseilbahn um und fährst das letzte Stück mit der Freiluftgondel zum Stanserhorn.

Du kannst an diesem freien Tag theoretisch auch nach Interlaken fahren. Verlasse Luzern am Morgen mit der Golden Pass Line, verbringe den Tag damit, die fotogene Region um Interlaken zu erkunden und fahre am Abend zurück nach Luzern.

Eine weitere tolle Möglichkeit, den Tag in der Umgebung von Luzern zu verbringen, ist eine Fahrt auf dem Vierwaldstättersee. Auf dem See verkehren mehrere Dampf- und Passagierschiffe, die dich auf einen aussichtsreichen Ausflug mitnehmen.

Wie du sehen kannst, hat Luzern an einem sonnigen Tag viel zu bieten. Aber in der Realität ist das Wetter nicht immer so vielversprechend. In diesem Fall haben wir hier ein paar coole Indoor-Optionen für dich.

Zum einen gibt es Aeschbachs Chocoworld in Root. Die Fahrt mit dem Bus dorthin dauert etwa 30 Minuten. Nichts erhellt einen Regentag so sehr wie leckere Schokolade, oder?

In Hergiswil, nicht weit von Luzern entfernt, findest du das, was die Schweizer liebevoll die "Glasi" nennen. Die Glashütte Hergiswil führt dich durch den Prozess der Glasherstellung, lässt dich den Profis bei der Arbeit zuschauen und bietet dir sogar die Möglichkeit, das Glasblasen selbst auszuprobieren. Wann hast du das letzte Mal dein eigenes Glas hergestellt?

Eine weitere Schlechtwetter-Option ist das Verkehrshaus in Luzern. Wie der Name schon sagt, dreht sich in diesem Museum alles um Verkehrsmittel. Von Fahrrädern bis hin zur Astronautik ist alles dabei.

Jesuitenkirche in Luzern (Foto: Best of Switzerland Tours AG)Jesuitenkirche in Luzern (Foto: Best of Switzerland Tours AG)
Aussicht vom Pilatus Gipfel (Foto: Schweiz Tourismus Jasmin Frei)Aussicht vom Pilatus Gipfel (Foto: Schweiz Tourismus Jasmin Frei)

Tag 3: Luzern - Kambly Fabrik - Bern

Zum Glück musst du Luzern heute erst mittags verlassen. Du hast also keinen Stress und kannst den Vormittag damit verbringen, das zu tun, was du gestern nicht geschafft hast.

Alternativ kannst du die Stadt auch auf eigene Faust erkunden, über die Kapellbrücke spazieren, den Gletschergarten mit dem berühmten Löwendenkmal besuchen oder an einer kostenlosen Stadtführung teilnehmen.

Pass auf, dass du dir einen rechten Appetit zulegst und dir kein zu grosses Mittagessen für die Fahrt nach Trubschachen besorgst. Du wirst froh sein um jeden freien Platz in deinem Magen, wenn du all die leckeren Kekse in Trubschachen antriffst.

Der Zug nach Trubschachen wird unterwegs geteilt und nur der vordere Teil fährt durch das malerische Entlebuch zur Kambly Fabrik. Wenn du am Bahnsteig in Luzern bist, beachte bitte die Anzeige, um sicherzugehen, dass du in den richtigen Zugteil einsteigst.

Für den Kambly Fabrikladen direkt neben dem Bahnhof in Trubschachen brauchst du kein Ticket. Der Eintritt ist gratis. Hier kannst du so viel Zeit verbringen, wie du willst und bis zu 100 Sorten köstlicher Biskuits probieren.

Leider kannst du die Fabrik nicht direkt besichtigen und bei der Produktion dieses traditionellen Schweizer Gebäcks zuschauen. Allerdings gibt es im Laden ein Kino, in dem du mehr über das Kambly Familienunternehmen erfährst.

Wenn du entweder kurz vor dem Explodieren bist oder einfach keine Süssigkeiten mehr essen kannst, fährst du weiter nach Bern. Um deine Kambly-Überdosis zu verdauen, kannst du einen Spaziergang durch die Hauptstadt der Schweiz machen. Für einen beeindruckenden Blick über Bern empfehle ich dir, zum Rosengarten hinaufzugehen.

Fabrikladen Kambly Schokolade (Foto: Seraina Zellweger)Fabrikladen Kambly Schokolade (Foto: Seraina Zellweger)
Blick auf die Stadt von Bern (Foto: Bern Welcome)Blick auf die Stadt von Bern (Foto: Bern Welcome)

Tag 4: Bern - Interlaken - Bern

Heute machst du einen Tagesausflug zu einem der beliebtesten Orte der Schweiz. Interlaken scheint bei fast allen Besuchern auf der Liste zu stehen, die in die Schweiz kommen. Und obwohl es viele andere Orte mit atemberaubenden Aussichten und perfekten Wandermöglichkeiten gibt, wirst du kaum einen Ort finden, der so auf Touristen ausgerichtet ist wie Interlaken.

Eine ausführliche Liste mit Aktivitäten in und um Interlaken findest du an Tag 2 in der Reiseroute Nr. 5, wo ich eine Liste mit Aktivitäten für etwa drei Tage zusammengestellt habe. Damit solltest du eine Weile beschäftigt sein.

Wenn du Bern früh am Morgen verlässt, hast du genug Zeit, um in Thun das Passagierschiff nach Interlaken zu nehmen. Diese Bootsfahrt dauert etwas mehr als zwei Stunden und wird dir höchstwahrscheinlich den Atem rauben.

Du fährst an charmanten Dörfern und hohen Bergen vorbei, während du den gesamten Thunersee überquerst, bevor du in Interlaken ankommst. Dies ist vermutlich eine der schönsten Schifffahrten in der Schweiz. Und selbst wenn das Wetter nicht perfekt ist, ist es ein mystisches Erlebnis, für das es sich lohnt, aufzustehen.

Ausserdem ist die Fahrt mit einem Interrail-, Eurail- oder Swiss Travel Pass vollständig abgedeckt. Lass dir die Gelegenheit nicht entgehen...

Aussichtsplattform bei Harder Kulm (Foto: Jungfraubahnen)Aussichtsplattform bei Harder Kulm (Foto: Jungfraubahnen)
Bergpanorama bei der Kleinen Scheidegg (Foto: Jungfraubahnen)Bergpanorama bei der Kleinen Scheidegg (Foto: Jungfraubahnen)

Tag 5: Bern - Montreux

Nach dem Frühstück hast du noch etwas Zeit, um Bern weiter zu erkunden. Nimm an einer Stadtführung teil oder erkunde Bern auf eigene Faust. Schlendere durch die Altstadt, besuche den Bärenpark, schau dir das Bundeshaus an und spaziere zurück zum Rosengarten, um die Aussicht zu geniessen.

Du kannst auch den Gurten - den Hausberg Berns - besuchen, die Tiere im Dählhölzli-Tierpark beobachten oder den Botanischen Garten besuchen. Nimm den Lift am Bahnhof und geniesse auf der Grossen Schanze die Aussicht oder geh in der Aare oder im Weyermannshaus schwimmen.

Dass ein halber Tag nicht ausreichen wird, um all diese Aktivitäten zu unternehmen, ist klar. Aber da Montreux auch viel zu bieten hat, schlage ich vor, dass du Bern gegen Mittag verlässt. Nimm dir ein Take-away Mittagessen mit, das du im Zug nach Montreux isst. Somit sparst du Zeit und kannst den ganzen Nachmittag in Montreux verbringen.

Sobald du dein Gepäck in deiner Unterkunft in Montreux abgestellt hast, solltest du zur Promenade gehen und dir die Freddie Mercury Statue vor der Markthalle ansehen. Wenn du das berühmte Schloss Chillon besuchen möchtest, kannst du der Promenade bis zum Schloss folgen oder in den Bus steigen. Auch Passagierschiffe kursieren regelmässig zwischen Montreux und dem Schloss Chillon.

Alternativ kannst du auch in die andere Richtung in die Lavaux Weinberge fahren. Nur eine kurze Zugfahrt westlich von Montreux findest du die berühmten Lavaux Weinberge, die zum UNESCO-Welterbe gehören. Um die herrliche Aussicht zu geniessen, steige in Cully oder Epesses aus und folge dem ausgeschilderten Wanderweg durch die Reben.

Sonnenuntergang bei Montreux (Foto: Montreux-Vevey Tourism Maude Rion)Sonnenuntergang bei Montreux (Foto: Montreux-Vevey Tourism Maude Rion)
Schifffahrt zur Chillon Burg beim Genfersee (Foto: Seraina Zellweger)Schifffahrt zur Chillon Burg beim Genfersee (Foto: Seraina Zellweger)

Tag 6: Montreux - Gruyères / Broc - Genf

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen des Käses und der Schokolade. Schliesslich ist die Schweiz dafür berühmt. Also nimm den Zug nach Gruyères und mach dich bereit für ein Festmahl und ein mittelalterliches Städtchen.

Die Gruyère Käserei befindet sich direkt hinter dem Bahnhof. Hier kannst du zusehen, wie der traditionelle Greyerzer Käse hergestellt wird. Kostproben sind natürlich inbegriffen. Wenn du mit dem Naschen fertig bist, fährst du entweder mit dem Bus oder folgst dem Weg, bis du das Zentrum von Gruyères erreichst. Für diesen Spaziergang brauchst du ungefähr 20 min.

Die Hauptattraktion in Gruyères ist wahrscheinlich das Schloss, das für die Öffentlichkeit zugänglich ist und 12 CHF Eintritt kostet. Aber auch die versteckten Kopfsteinpflaster Gassen und die zahllosen Souvenirläden verleiten dich vermutlich dazu, länger zu bleiben, als du erwartet hast.

Nachdem du Gruyères erkundet und vielleicht das eine oder andere Souvenir gekauft hast, kannst du nach Broc fahren und La Maison Cailler besuchen. In ihrem Besucherzentrum erfährst du alles, was du über die älteste Schokoladenmarke der Schweiz wissen musst. Am Ende der Tour erwartet dich ein Buffet, an dem du Unmengen an Schokolade probieren darfst.

Auf der Zugfahrt zurück nach Montreux und weiter nach Genf kannst du versuchen, deine Überdosis Käse und Schokolade zu verdauen. Verbringe den Rest des Tages in Genf und erkunde die zweitgrösste Stadt der Schweiz.

Du hast auch die Möglichkeit, den Schokoladen- und Käse-Rausch gegen einen Gletscherbesuch einzutauschen. Anstatt nach Gruyères zu fahren, kannst du den Zug nach Col-du-Pillon nehmen und den Glacier 3000 besichtigen.

Die 360-Grad-Aussicht ist atemberaubend. Und wenn du mutig genug bist, ist der Peak Walk über die Hängebrücke ein Erlebnis, das du nicht so schnell vergessen wirst.

Gemütliche Gasse in Gruyères (Foto: Seraina Zellweger)Gemütliche Gasse in Gruyères (Foto: Seraina Zellweger)
Schokoladenladen im Maison Cailler (Foto: Seraina Zellweger)Schokoladenladen im Maison Cailler (Foto: Seraina Zellweger)

Zusätzliche Tipps und Informationen zu Reiseroute 3

  • Beim Einchecken in deiner Unterkunft in Luzern, Bern und Montreux erhältst du eine Gästekarte, mit der du den Nahverkehr kostenlos nutzen kannst.
  • Auf dem Weg von der Rigi nach Vitznau solltest du versuchen, auf der rechten Seite des Zuges zu sitzen, um einen besseren Blick auf den Vierwaldstättersee zu bekommen.
  • Wenn du mit dem Swiss Travel Pass oder der SBB Tageskarte reist, sind alle Fahrten abgedeckt.
  • Wenn du mit einem Interrail- oder Eurail-Pass reist, erhältst du 50% Ermässigung auf der Rigibahn und auf dem Passagierschiff von Vitznau nach Luzern.

4. Reiseroute mit UNESCO Welterbe, einer Übernachtung in den Alpen und einem Ausflug zum Bodensee

Reiseroute 4: Zürich - St. Gallen - LuzernReiseroute 4: Zürich - St. Gallen - Luzern

Highlights auf dieser Route:

  • Entdecke die Sehenswürdigkeiten in Zürich, der grössten Stadt der Schweiz
  • Bewundere den Stiftsbezirk in St. Gallen (UNESCO)
  • Besuche die Drei Weieren, das schönste Naherholungsgebiet in St. Gallen
  • Geniesse und verbringe eine Nacht in der wunderschönen Bergwelt des Alpsteins
  • Unternimm einen Ausflug an den Bodensee
  • Erfahre alles über Äpfel auf dem Altnauer Apfelweg
  • Fahre mit dem Voralpen-Express auf einer aussichtsreichen Zugfahrt von St. Gallen nach Luzern
  • Spaziere über die berühmte Kapellbrücke in Luzern

Tag 1: Zürich - St. Gallen

Erkunde Zürich am Morgen auf eigene Faust, leihe dir mit «Züri rollt» ein kostenloses Fahrrad aus oder schliesse dich einer Stadtführung an. Nach der Tour besorgst du dir ein Take-Away Mittagessen und fährst mit dem Zug nach St. Gallen.

Verbringe den Nachmittag damit, die Altstadt von St. Gallen zu erkunden. Mit dem UNESCO-geschützten Stiftsbezirk, seiner mächtigen Kathedrale und der beeindruckenden Stiftsbibliothek hat diese Stadt einiges zu bieten.

Nicht verpassen solltest du das Naherholungsgebiet “Drei Weieren”. Dieses erreichst du entweder mit der Mühleggbahn oder zu Fuss über eine der vielen Treppen. Alternativ kannst du auch den Wildpark Peter & Paul besuchen oder deinen kulturellen Durst in einem der vielen Museen stillen.

Der mit Abstand beste Ort zum Entspannen ist in den “Drei Weieren”. Hier kannst du schwimmen gehen oder einen Spaziergang durch den Wald machen. Ausserdem hast du einen fantastischen Blick über die ganze Stadt, den Bodensee und sogar bis nach Deutschland.

Kloster und Kathedrale in St. Gallen (Foto: Seraina Zellweger)Kloster und Kathedrale in St. Gallen (Foto: Seraina Zellweger)
Schwimmen in den 3 Weihern in St. Gallen (Foto: Seraina Zellweger)Schwimmen in den 3 Weihern in St. Gallen (Foto: Seraina Zellweger)

Tag 2: St. Gallen - Alpstein

Die folgenden zwei Tage stehen dir ganz zum Erkunden des Gebirgszugs namens Alpstein zur Verfügung. Lass alles Gepäck, das du nicht brauchst, in St. Gallen und mach dich bereit für eine wunderbare Wanderung.

Die Wandermöglichkeiten in diesem Gebirge sind schier endlos. Egal, ob du das berühmte Äscher-Restaurant besuchen oder im bezaubernden Seealpsee baden gehen möchtest, hier wirst du fündig.

Da du zwei Tage zur Verfügung hast, stelle ich dir eine meiner Lieblingswanderungen im Alpstein vor. Sie beginnt in Brülisau, kommt an zwei Bergseen vorbei, führt dich zu frischer Milch und Käse, beinhaltet vielleicht eine Nacht in einem Stall über den Kühen und sorgt auf jeden Fall für ein paar müde Beine.

Mach dich zunächst auf den Weg nach Brülisau im Kanton Appenzell Innerrhoden. Von hier aus beginnst du deine Wanderung zum Restaurant Ruhesitz, das ungefähr auf halber Höhe zum Berg Hoher Kasten liegt. Vom Ruhesitz aus folgst du den Schildern, die dich zum Sämtisersee führen. Jetzt bist du vielleicht bereit für eine Pause. Verbringe so viel Zeit, wie du willst, an oder in diesem hübschen Bergsee.

Vom Sämtisersee aus wanderst du weiter, bis du die Bollenwees am Fälensee erreichst. Wenn du auf der Suche nach etwas mehr Komfort bist, kannst du in diesem Berggasthof übernachten. Die Bollenwees bietet Privatzimmer oder Schlafsäle mit Duschen sowie ein Restaurant. Die Aussicht auf den See ist unvergleichlich. Und nach diesem langen Wandertag wirst du wahrscheinlich froh sein, dir einfach die Beine zu vertreten und die atemberaubende Kulisse zu geniessen.

Falls du jedoch Lust auf ein kleines Abenteuer hast, solltest du noch etwas weiter wandern. Wenn du dem Fälensee bis zum Ende folgst, stösst du auf die Fälenalp. Auf dieser kleinen Alp verbringt eine Bauernfamilie mit ihren Kühen, Ziegen und Schweinen den Sommer. Die Bauernfamilie bietet Betten in einem grossen Schlafsaal im Stall über den Kühen an und kocht gerne ein leckeres Abendessen für dich.

Falls du dich entscheidest, auf der Bollenwees zu übernachten, empfehle ich dir trotzdem einen Spaziergang zur Fälenalp, um diesen magischen Ort zu sehen und den frischen Ziegenkäse zu probieren. Entweder heute, nachdem du dich in der Bollenwees einquartiert hast oder morgen, bevor du zurück nach St. Gallen fährst.

Fälensee im Alpstein (Foto: Seraina Zellweger)Fälensee im Alpstein (Foto: Seraina Zellweger)
Pause bei der Fälenalp im Alpstein (Foto: Seraina Zellweger)Pause bei der Fälenalp im Alpstein (Foto: Seraina Zellweger)

Tag 3: Alpstein - St. Gallen

Wo auch immer du die letzte Nacht verbracht hast, ich hoffe, du hast in dieser frischen Bergluft gut geschlafen. Normalerweise mache ich mich nach dem Frühstück direkt auf den Heimweg. Aber es liegt ganz an dir, wie du deinen Tag planst. Du hast deine Wandermöglichkeiten noch nicht ausgeschöpft, also kannst du so lange weitergehen, wie du willst.

Eine Möglichkeit ist, zum Bogartenmannli aufzusteigen und deine Wanderung in Wasserauen zu beenden, nachdem du am Seealpsee vorbeigekommen bist. So solltest du irgendwann am Nachmittag den Zug nach St. Gallen erreichen. Oder du wanderst einfach über Sämtisersee und Brüeltobel zurück nach Brülisau. Die Welt liegt dir zu Füssen.

Auf dem Rückweg nach St. Gallen kannst du einen kurzen Zwischenstopp in Appenzell einlegen, dem charmanten Hauptort des Kantons Appenzell Innerrhoden. Falls du mutig genug bist, besuche den kleinen Käseladen an der Hauptgasse 13. Aber sei gewarnt, die stinkenden Käsedämpfe werden dich umhauen.

Deine Füsse können mit diesem Geruch auf keinen Fall mithalten. Nicht einmal, wenn sie zwei Tage lang in deinen Wanderschuhen gefangen waren... 🙂

Oh, und lass dir auf keinen Fall ein leckeres Stück Appenzeller Biber entgehen. Dies ist eine traditionelle, lokale Süssigkeit aus Lebkuchen und einer Honig-Mandel-Füllung. Und bevor du fragst: Nein. Dieser Biber hat keine berühmten kanadischen Verwandten...

Wenn du Bier magst, solltest du unbedingt bei der Brauerei Locher vorbeischauen. Dort wird das beliebte Quöllfrisch-Bier gebraut, das in der ganzen Schweiz getrunken wird.

Am Abend fährst du zurück nach St. Gallen und geniesst es, heute Nacht wie ein Baby zu schlafen. Die frische Bergluft lässt dich in der Regel friedlich und erschöpft zurück.

Alpkäserei im Alpstein (Foto: Seraina Zellweger)Alpkäserei im Alpstein (Foto: Seraina Zellweger)
Blick auf den Seealpsee (Foto: Seraina Zellweger)Blick auf den Seealpsee (Foto: Seraina Zellweger)

Tag 4: St. Gallen - Bodensee - St. Gallen

Ich würde sagen, heute hast du dir einen etwas ruhigeren Tag verdient. Nach zwei intensiven und möglicherweise anstrengenden Tagen im Alpstein kannst du einen entspannten Ausflug an den Bodensee machen.

Dieser See ist 63 km lang und bis zu 14 km breit und ist aufgeteilt zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er ist einer der grössten Seen Europas und von St. Gallen aus ganz einfach mit dem Zug zu erreichen.

In diesem trinationalen Gebiet gibt es eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten zu entdecken. Da wäre zum Beispiel die malerische Stadt Konstanz in Deutschland, die nur wenige Gehminuten von Kreuzlingen entfernt ist. Die meisten Schweizer fahren dorthin, um billig einzukaufen. Aber Konstanz hat mehr viel mehr zu bieten als ein grosses Shopping Angebot.

Mit seiner charmanten Altstadt, einer Vielzahl von Cafés, Restaurants, Eisdielen und ruhigen Plätzen am See zieht Konstanz in den wärmeren Monaten viele Besucher an.

Wenn du dich für Fische und andere Lebewesen, die unter Wasser leben, interessierst, ist das Sea Life immer eine gute Option bei schlechtem Wetter.

Natürlich musst du das Land nicht verlassen, um den Bodensee in vollen Zügen zu geniessen. Besuche einen der vielen Strände, geh schwimmen, unternimm eine Fahrt mit dem Schiff, miete ein Stand Up Paddleboard, schnapp dir ein Fahrrad und folge den Fahrradwegen oder mach einen Spaziergang am Seeufer.

Der Kanton Thurgau, der den grössten Teil des Schweizer Teils am Bodensee ausmacht, ist berühmt für seine Apfelbäume. Eine der Wanderungen, die ich in dieser Gegend empfehle, ist der Altnauer Apfelweg. Er ist besonders idyllisch, wenn die Bäume im April und Mai blühen oder während der Erntezeit im Herbst. Der Weg ist in drei separate Pfade unterteilt, die alle mit informativen Schildern zu verschiedenen Themen versehen sind. Wenn du alle drei Pfade kombinierst, weisst du alles, was es über Äpfel zu wissen gibt. Ausserdem gibt es entlang des Weges viele Möglichkeiten, verschiedene Apfelprodukte zu kaufen und zu probieren.

Weitere interessante Orte am Bodensee sind die Städte Romanshorn, Rorschach und Kreuzlingen. Wenn du soweit bist, nimmst du den Zug zurück nach St. Gallen für eine letzte Nacht.

Ufer des Bodensees (Foto: Seraina Zellweger)Ufer des Bodensees (Foto: Seraina Zellweger)
Apfelbäume beim Alpnauer Apfelweg (Foto: Seraina Zellweger)Apfelbäume beim Alpnauer Apfelweg (Foto: Seraina Zellweger)

Tag 5: St. Gallen - Luzern

Mittlerweile hast du wahrscheinlich genug von St. Gallen gesehen, also schnapp dir am Morgen dein Gepäck und steige in den Voralpen-Express nach Luzern. Der Voralpen-Express fährt durch sehr malerische Landschaften und braucht etwas mehr als zwei Stunden, um in Luzern anzukommen.

Von den vielen aussichtsreichen Zugfahrten in der Schweiz ist dies eine, die deutlich weniger touristisch ist. Es gibt keine grossen Panoramafenster und keine freundliche Stimme, die dir sagt, welches Viadukt du gerade überquert hast.

Aber das macht die Fahrt nicht weniger lohnenswert.

Ich empfehle dir, deine Reise auf halber Strecke zu unterbrechen und in Rapperswil auszusteigen. Die Stadt ist eine versteckte Perle am unteren Teil des Zürichsees. Besuche das Schloss, verbringe etwas Zeit mit den Hirschen im Schlossgarten, gehe im Zürichsee schwimmen und spaziere an der idyllischen Uferpromenade entlang.

Ein hervorragender Ort zum Entspannen ist die Wiese hinter der OST, der Hochschule für Technik in Rapperswil. Du kannst sie nicht verfehlen, wenn du vom Bahnhof aus in Richtung See gehst.

Wenn du einen leichten Spaziergang machen willst, folge dem Holzsteg und dem Verbindungssteg über den See nach Pfäffikon. Dabei absolvierst du drei Kilometer des Jakobsweges, eines Pilgerweges, der von verschiedenen Orten in Europa nach Santiago de Compostela in Spanien führt.

Wenn du bereit bist, weiterzugehen, steige in den nächsten Zug nach Luzern und verbringe den Nachmittag damit, die Stadt zu erkunden. Spaziere über die Kapellbrücke, schlendere durch die Altstadt, verweile am See oder besuche den Gletschergarten mit dem berühmten Löwendenkmal.

Eine ausführliche Liste der Aktivitäten in Luzern findest du an Tag 2 in der Reiseroute Nr. 3.

Fähre beim Hafen von Rapperswil (Foto: Seraina Zellweger)Fähre beim Hafen von Rapperswil (Foto: Seraina Zellweger)
Rosengarten in Rapperswil (Foto: Seraina Zellweger)Rosengarten in Rapperswil (Foto: Seraina Zellweger)

Tag 6: Luzern - Zürich

Zum Glück hast du heute keine Eile und kannst Luzern bis am Nachmittag oder sogar am Abend geniessen. Du hast also genügend Zeit, um all das zu erledigen, wozu es dir gestern nicht gereicht hat.

Ein beliebter Tagesausflug von Luzern aus ist ein Abstecher auf die Rigi. Um dorthin zu gelangen, verstaust du dein Gepäck entweder in deiner Unterkunft in Luzern oder am Bahnhof ab und nimmst den Zug nach Arth Goldau. Von hier aus bringt dich die Rigibahn - die erste Bergbahn Europas - in einer 45-minütigen Fahrt zur Bergstation Rigi Kulm.

Wenn die Rigi nicht in Wolken gehüllt ist, hast du eine spektakuläre Aussicht auf die Alpen, den Vierwaldstättersee und andere umliegende Seen. Folge einfach den Schildern zum Aussichtspunkt, nachdem du in Rigi Kulm ausgestiegen bist.

Wenn du ausreichend Fotos geschossen hast, kannst du entweder im Restaurant eine Pause einlegen, mit dem Zug nach Vitznau hinunterfahren oder wandern gehen. Mit über 120 Kilometern an Wanderwegen hast du hier die Qual der Wahl.

Bei deiner Ankunft in Vitznau wartet das Passagierschiff nach Luzern auf dich. Halte deine Kamera griffbereit, denn die Fahrt ist landschaftlich sehr eindrücklich und bietet noch mehr atemberaubende Ausblicke.

Zurück in Luzern holst du dein Gepäck ab und fährst zurück nach Zürich.

Zusätzliche Tipps und Informationen zu Reiseroute 4

  • Beim Einchecken in deiner Unterkunft in St. Gallen und Luzern erhältst du eine Gästekarte, mit der du den Nahverkehr kostenlos nutzen kannst. Von St. Gallen aus kannst du damit sogar bis zum Bodensee fahren.
  • Im Alpstein kommst du immer wieder an Alphütten vorbei, wo du frische Produkte wie Milch, Käse und Brot kaufen kannst. Milch schmeckt übrigens nie besser als direkt von der Kuh oder der Ziege. Und nachdem du deinen Körper ein paar Stunden lang einen steilen Berg hinaufgeschleppt hast, wirst du die Stärkung lieben.
  • Vor allem im Sommer ist im Alpstein viel los. Wenn du kannst, solltest du deine Wanderung an einem Wochentag planen, da dann meistens weniger Leute unterwegs sind.
  • Wenn du auf der Fälenalp übernachten möchtest, solltest du vorher anrufen, um zu reservieren. Frag entweder in deiner Unterkunft in St. Gallen oder in der Touristeninformation, ob sie für dich anrufen. Das Gleiche gilt für Bollenwees. Buche dein Bett online oder rufe direkt an.
  • Der Voralpen-Express ist mit dem Interrail, dem Eurail und dem Swiss Travel Pass inklusive.

5. Reiseroute mit viel Natur, vier Städtetrips und einer Fahrt im Golden Pass Panoramazug

Reiseroute 5: Zürich - Interlaken - Montreux - BernReiseroute 5: Zürich - Interlaken - Montreux - Bern

Highlights auf dieser Route:

  • Spaziere über die Kapellbrücke in Luzern
  • Fahre mit der Golden Pass Line, einem der Panoramazüge der Schweiz
  • Verbringe zwei volle Tage in der wunderschönen Jungfrauregion in Interlaken
  • Übernachte im bekannten Ferienresort Gstaad
  • Wage dich auf den Peak Walk am Glacier 3000, eine Hängebrücke zwischen zwei Gipfeln
  • Flaniere der Promenade in Montreux am Genfersee entlang
  • Besuche die Altstadt von Bern (UNESCO)
  • Entdecke die Sehenswürdigkeiten in Zürich, der grössten Stadt der Schweiz

Tag 1: Zürich - Luzern - Interlaken

Verlasse Zürich gleich am Morgen, fahre nach Luzern und verbringe ein paar Stunden damit, die Stadt zu erkunden. Spaziere über die Kapellbrücke, schlendere durch die Altstadt, verweile am See oder besuche den Gletschergarten. Fahre um die Mittagszeit weiter nach Interlaken.

Die Golden Pass Linie ist eine beliebte Panoramastrecke von Luzern nach Montreux und wird von mehreren Zuggesellschaften bedient. Sie verbindet das Zentrum der Schweiz mit dem Ufer des Genfersees.

Die Panoramastrecke führt an acht Seen vorbei, fährt durch sechs verschiedene Kantone, überquert drei Bergpässe und verbindet zwei Sprachregionen. Die heutige Etappe zwischen Luzern und Interlaken wird von der Zentralbahn betrieben und dauert knapp zwei Stunden.

In Interlaken angekommen, verbringst du den Abend in dieser beliebten und sehr touristischen Stadt. Hier gibt es unzählige Aktivitäten. Wenn du diese Region in vollen Zügen geniessen willst, reicht eine Nacht nicht aus. Es sollte jedoch genug Zeit für einen Spaziergang entlang der Aare oder einen kurzen Ausflug zum Harder Kulm bleiben.

Stadtmauer von Luzern (Foto: Schweiz Tourismus Beat Brechbuehl)Stadtmauer von Luzern (Foto: Schweiz Tourismus Beat Brechbuehl)
Brücke über die Aare in Interlaken (Foto: Seraina Zellweger)Brücke über die Aare in Interlaken (Foto: Seraina Zellweger)

Tage 2 und 3: Freie Tage in Interlaken

Für die nächsten zwei Tage hast du mehr Aktivitäten zur Auswahl, als du dir vorstellen kannst. Es hängt ganz von deinem Budget ab, aber in Interlaken ist der Himmel die Grenze.

Wenn überhaupt!

Fallschirmspringen, Gleitschirmfliegen, Canyoning und Jetboatfahren sind beliebte Aktivitäten, die dein Adrenalin in Schwung bringen werden.

Eine etwas entspanntere Option ist eine Fahrt mit dem Passagierschiff auf dem Thuner- oder Brienzersee. Auf beiden Seen wirst du mit unglaublichen Aussichten verwöhnt und du wirst dir wünschen, dass du nie wieder abreisen müsstest. Wenn du einen Zwischenstopp auf einer der Schifffahrten einlegen möchtest, kannst du entweder in Giessbach (Brienzersee), bei den St. Beatus-Höhlen oder in Spiez (Thunersee) aussteigen.

Die Jungfrauregion um Interlaken ist auch ein ausgezeichneter Ort für Wanderer. Die Anzahl an Wanderwegen ist schier endlos. Ganz unabhängig von deinem Fitnesslevel und deinen Ambitionen, wirst du hier etwas nach deinem Geschmack finden.

Natürlich ist das berühmte Jungfraujoch - auch bekannt als Top of Europe - die Destination Nr. 1, die jeder sehen will. Mit der Jungfraubahn fährst du hinauf zum höchstgelegenen Bahnhof Europas und findest dich inmitten der eindrücklichen Berg- und Gletscherwelt wieder.

Wenn du eine budgetfreundlichere Alternative zum Jungfraujoch suchst, empfehle ich dir, stattdessen das Schilthorn, die Schynige Platte, Grindelwald First oder den Männlichen zu besuchen. Die Fahrten auf diese Berge und die Aussicht vom Gipfel werden dich nicht enttäuschen.

Weitere Sehenswürdigkeiten in und um Interlaken sind: Das Freilichtmuseum Ballenberg, die Schokoladenwerkstätte im Funky Chocolate Club, die beiden Bergseen Blausee oder Oeschinensee oder die Aareschlucht. Und nicht zu vergessen die charmanten Städte und Dörfer wie Brienz, Spiez, Thun, Lauterbrunnen oder Grindelwald.

Ich könnte hier noch ewig weitermachen. Aber ich glaube, dann würdest du dich nur ärgern, dass du nicht die ganze Woche hier verbringst.

Aussicht vom Jungfraujoch im Winter (Foto: Dennis Josek)Aussicht vom Jungfraujoch im Winter (Foto: Dennis Josek)
Aussichtspunkt bei Schynige Platte (Foto: Jungfraubahnen)Aussichtspunkt bei Schynige Platte (Foto: Jungfraubahnen)

Tag 4: Interlaken - Zweisimmen - Gstaad

Heute erwartet dich ein weiterer landschaftlicher Leckerbissen. Sobald du Interlaken in Richtung Zweisimmen verlässt, hast du den Thunersee zu deiner Rechten. Um den besten Blick auf den See zu haben, empfehle ich dir, einen Sitzplatz auf der rechten Seite im Zug zu ergattern.

Nach etwas mehr als einer Stunde Fahrt musst du in Zweisimmen in einen anderen Zug umsteigen. Dort beginnt der Aufstieg durch das Berner Oberland nach Gstaad. Diese Region ist ein absoluter Traum für Bergliebhaber und fasst so ziemlich alles zusammen, was die Schweiz ausmacht. Seen, Berge, saftige Wiesen mit grasenden Kühen, Gletscher, jede Menge Wanderwege, wunderbare Landschaften und hübsche kleine Dörfer gibt es in dieser Gegend im Überfluss.

In Gstaad hast du mehrere Möglichkeiten, den Nachmittag zu verbringen. Da diese Gegend ein Paradies für Wanderer ist, hast du hier die Qual der Wahl. Eine mögliche Wanderung führt dich zum Lauenensee, einem von Moorland umgebenen Bergsee.

Ein Ausflug, der von Gstaad aus gut machbar ist, ist ein Besuch des beeindruckenden Glacier 3000. Nach einer 35-minütigen Busfahrt zum Col du Pillon kommst du an der Talstation der Seilbahn an. Steig in die Gondel und geniesse die Fahrt. Oben angekommen, erwartet dich ein atemberaubender 360° Blick über die Alpen.

An einem klaren Tag kannst du einige der berühmtesten Berggiganten der Alpen sehen, wie das Matterhorn, den Mont Blanc und das bekannte Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. Wenn du mutig genug bist, solltest du dich auf den Peak Walk zum Scex Rouge wagen. Dies ist die erste Hängebrücke der Welt, die zwei Gipfel miteinander verbindet. Auf dem Glacier 3000 gibt es auch andere Aktivitäten wie die Rodelbahn oder eine Wanderung über den Gletscher.

Wenn du am Abend durch Gstaad schlenderst, solltest du die Augen nach Prominenten offen halten. Hier tummeln sich oft Berühmtheiten. Ähnlich wie in St. Moritz.

Golden Pass im Berner Oberland (Foto: Swiss Travel System)Golden Pass im Berner Oberland (Foto: Swiss Travel System)
Glacier 3000 Gletscher Wanderung (Foto: Glacier3000)Glacier 3000 Gletscher Wanderung (Foto: Glacier3000)

Tag 5: Gstaad - Montreux - Bern

Es ist bereits Zeit, dieser wunderschönen Region Lebewohl zu sagen. Steig nach dem Frühstück in den Golden Pass Zug und setze deine malerische Reise fort. Nachdem du das Berner Oberland verlassen hast und die Hügel hinuntergefahren bist, kommst du im französischsprachigen Teil der Schweiz an.

Die Golden Pass Line endet in Montreux, wo du den Nachmittag verbringen wirst. Genieße ein paar Stunden in dieser wunderschönen Gegend am Genfer See, bevor du bevor du nach Bern reist.

Mach dich auf den Weg zur Promenade und schau dir die Freddie Mercury Statue vor der Markthalle an. Wenn du das berühmte Schloss Chillon besuchen möchtest, kannst du der Promenade bis zum Schloss folgen oder in den Bus steigen. Auch Passagierschiffe kursieren regelmässig zwischen Montreux und dem Schloss Chillon.

Alternativ kannst du auch in die andere Richtung in die Lavaux Weinberge fahren. Nur eine kurze Zugfahrt westlich von Montreux findest du die berühmten Lavaux Weinberge, die zum UNESCO-Welterbe gehören. Um die herrliche Aussicht zu geniessen, steige in Cully oder Epesses aus und folge dem ausgeschilderten Wanderweg durch die Reben.

Gegen Abend nimmst du den Zug nach Bern und verbringst den Rest des Tages in der Hauptstadt der Schweiz.

See Promenade bei Montreux (Foto: Seraina Zellweger)See Promenade bei Montreux (Foto: Seraina Zellweger)
Blick auf die Burg Chillon beim Genfersee (Foto: Seraina Zellweger)Blick auf die Burg Chillon beim Genfersee (Foto: Seraina Zellweger)

Tag 6: Bern - Zürich / Genf

Heute hast du den ganzen Tag Zeit, Bern zu erkunden. Nach dem Frühstück kannst du entweder an einer Stadtführung teilnehmen oder auf eigene Faust losziehen. Schlendere durch die Altstadt, besuche den Bärenpark, schau dir das Bundeshaus an und spaziere zurück zum Rosengarten, um die Aussicht zu geniessen.

Du kannst auch den Gurten - den Hausberg Berns - besuchen, die Tiere im Dählhölzli-Tierpark beobachten oder den Botanischen Garten besuchen. Nimm den Lift am Bahnhof und geniesse auf der Grossen Schanze die Aussicht oder geh in der Aare oder im Weyermannshaus schwimmen.

Oh, die Qual der Wahl...

Sobald du bereit bist, Bern zu verlassen, steige in den Zug zurück nach Zürich. Oder, wenn du von Genf aus abreist, kannst du auch in diese Richtung fahren.

Zusätzliche Tipps und Informationen zu Reiseroute 5

  • Beim Einchecken in deiner Unterkunft in Interlaken und Bern erhältst du eine Gästekarte, mit der du den Nahverkehr kostenlos nutzen kannst. Außerdem erhältst du damit zusätzliche Ermässigungen auf Attraktionen und Aktivitäten.
  • Du kannst die Reise mit dem Golden Pass ohne Reservation machen. Der Golden Pass Kundenservice empfiehlt jedoch, einen Sitzplatz für den Abschnitt zwischen Zweisimmen und Montreux zu reservieren, da es in der Hochsaison ziemlich voll werden kann.
  • Der Eintritt ins Schloss Chillon kostet 12.50 CHF, ist aber gratis, falls du einen Swiss Travel Pass hast. Aber auch wenn du das Schloss nicht betreten willst, lohnt es sich, es von aussen zu sehen.

6. Reiseroute für Naturliebhaber in die Alpen mit einer Fahrt im Glacier Express Panoramazug

Reiseroute 6: Zürich - Chur - St. Moritz - ZermattReiseroute 6: Zürich - Chur - St. Moritz - Zermatt

Highlights auf dieser Route:

  • Wandere oder fahre Ski in Saas-Fee, bis dir die Füsse abfallen
  • Geniesse es, im Wallis von den höchsten Bergen der Schweiz umgeben zu sein
  • Wandere am Fusse des berühmten Matterhorns
  • Fahre mit dem Glacier Express Panoramazug - dem langsamsten Schnellzug der Welt
  • Besuche St. Moritz und seine Umgebung
  • Verbringe zwei volle freie Tage in Zermatt und St. Moritz

Tag 1: Zürich - Saas-Fee

Erkunde Zürich am Morgen auf eigene Faust, leihe dir mit «Züri rollt» ein kostenloses Fahrrad aus oder schliesse dich einer Stadtführung an. Nach der Tour kannst du dir ein Take-Away Mittagessen kaufen und es im Zug nach Saas-Fee einnehmen.

Saas-Fee, auch bekannt als die “Perle der Alpen”, ist umgeben von den höchsten Bergen der Schweiz. Wenn du in diesem hübschen Alpendorf ankommst, befindest du dich umgeben von 13 Bergen, die alle über 4000 Meter über dem Meeresspiegel liegen.

Verbringe den Nachmittag mit einem Spaziergang durch das Dorf und versuche dich an die dünne Bergluft hier oben zu gewöhnen. Wenn du jetzt schon losziehen willst, findest du in der morgigen Übersicht ein paar Ideen.

Tag 2: Saas-Fee - Zermatt

Freu dich auf die frische Bergluft, die du heute den ganzen Tag über einatmen wirst. Vermutlich wirst du den grössten Teil des Tages draussen verbringen. Wenn du im Sommer kommst, hast du fast unendlich viele Wandermöglichkeiten. Über 350 Kilometer Wanderwege führen dich an Orte, von denen du noch nicht einmal wusstest, dass es sie gibt.

Und wenn wir schon dabei sind, vergiss nicht, während deiner Wanderung nach Murmeltieren Ausschau zu halten. Deine Chancen, ein paar dieser putzigen Alpenbewohner zu sehen, stehen hier ganz gut.

Aber Saas-Fee ist nicht nur während der Wandersaison interessant. Wenn du im Winter hier bist, kannst du dich beim Skifahren oder Snowboarden so richtig austoben. Und da Saas-Fee so hoch gelegen ist, fährst du teilweise auf einem Gletscher. So etwas erlebt man nicht jeden Tag.

Über 150 km präparierte Pisten stehen dir so lange zur Verfügung, wie du magst. Und während andere Skigebiete in den letzten Jahren aufgrund der Klimaerwärmung mit Schneemangel zu kämpfen hatten, ist die Schneesicherheit in Saas-Fee aufgrund der Höhenlage sehr hoch.

Geniesse die Aussicht auf die Berge, den Schnee, die Wanderungen, die Murmeltiere und die frische Luft. Gegen Abend nimmst du das Postauto und den Zug nach Zermatt.

In Zermatt angekommen, kannst du den Rest des Tages damit verbringen, durch den berühmten Ferienort zu schlendern und den Blick auf das mächtige Matterhorn zu geniessen. Vorausgesetzt, der Berg ist nicht in Wolken gehüllt.

Spielbodenbahn bei Saas Fee (Foto: Saastal Tourismus AG - Saastal Bergbahnen AG)Spielbodenbahn bei Saas Fee (Foto: Saastal Tourismus AG - Saastal Bergbahnen AG)
Berghütte bei Hochsaas im Winter (Foto: Seraina Zellweger)Berghütte bei Hochsaas im Winter (Foto: Seraina Zellweger)

Tag 3: Freier Tag in Zermatt

In Zermatt steht die Bergwelt und die Natur im Zentrum. Wenn du wegen der spektakulären Aussicht auf die Berge in die Schweiz gekommen bist, wirst du es hier lieben.

Zahlreiche Wanderungen und Spaziergänge aller Schwierigkeitsgrade bringen dich an Orte, die dir den Atem rauben werden. Wie zum Beispiel der beliebte Zermatter 5-Seenweg, für den du 2.5 Stunden brauchst. Er führt an fünf kristallklaren Bergseen vorbei und bietet immer wieder atemberaubende Ausblicke auf das Matterhorn.

Ein weiteres Abenteuer, bei dem dir allenfalls etwas schwindlig werden könnte, ist das Überqueren der längsten Fussgänger-Hängebrücke der Welt in Randa. Sie ist ganze 494 m lang und spannt sich über das Tal. Der Rundweg zur Brücke beginnt und endet in Randa, 15 min mit dem Zug von Zermatt entfernt.

Wenn du die Wanderung lieber ganz auslassen und stattdessen die Berge auf die einfache Art sehen möchtest, empfehle ich dir, zum Gornergrat hinaufzufahren. Nach einer unfassbar steilen Zugfahrt findest du dich auf einer Höhe von 3089 m ü.M. wieder. Direkt vor der Nase des Gornergletschers und dem Matterhorn. Wundere dich nicht, wenn du beim Erklimmen der Treppe zum Aussichtspunkt völlig ausser Atem kommst. Das liegt nicht an dir, sondern an der dünnen Luft.

Bergdorf Zermatt im Herbst (Foto: Zermatt Tourismus Pascal Gertschen)Bergdorf Zermatt im Herbst (Foto: Zermatt Tourismus Pascal Gertschen)
Gornergratbahn mit Matterhorn (Foto: Gornergrat Bahn)Gornergratbahn mit Matterhorn (Foto: Gornergrat Bahn)

Tag 4: Zermatt - St. Moritz

Heute fährst du mit dem Glacier Express von Zermatt nach St. Moritz. Diese Fahrt mit dem "langsamsten Schnellzug der Welt" ist ein einmaliges Erlebnis. Während der gesamten Reise wirst du von den besten Aussichten begleitet, die die Alpen zu bieten haben.

Der Zug verlässt Zermatt zweimal täglich am Vormittag. Der Fahrplan ändert sich im Laufe des Jahres und es gibt einige Züge, die nicht die gesamte Strecke zwischen Zermatt und St. Moritz fahren. Um deine Verbindung zu finden, konsultiere bitte rechtzeitig den aktuellen Fahrplan.

Es gibt einen Grund, warum der Glacier Express eine der beliebtesten Bahnstrecken in der Schweiz ist. Was diese Fahrt so unvergesslich macht, sind die fantastischen Aussichten, die dich während der gesamten Fahrt begleiten. Der Zug führt dich über 291 Brücken, durch 91 Tunnels, durch zwei drei Kantone und zwei Sprachregionen.

Die Fahrt dauert etwas mehr als 8 Stunden und je nachdem, wann du Zermatt verlässt, kommst du zwischen 17:00 Uhr und 18:00 Uhr in St. Moritz an.

Wenn du ankommst, kannst du den Rest des Tages damit verbringen, durch dieses schicke Bergdorf im Engadin zu schlendern.

Oberalppass im Winter (Foto: Seraina Zellweger)Oberalppass im Winter (Foto: Seraina Zellweger)
Fahrt nach Andermatt mit Glacier Express im Herbst (Foto: Glacier Express AG Stefan Schlumpf)Fahrt nach Andermatt mit Glacier Express im Herbst (Foto: Glacier Express AG Stefan Schlumpf)

Tag 5: Freier Tag in St. Moritz

Wie in Zermatt und Saas-Fee, dreht sich in St. Moritz alles um Outdoor Erlebnisse. Im Sommer und im Winter. Egal, ob zum Radfahren, Wandern, Stand Up Paddling, Schwimmen, Windsurfen, Skifahren, Snowboarden, Schneeschuhwandern, Skilanglauf oder einfach nur für einen Spaziergang. Hier findest du alles, was das Herz begehrt.

Nur eine kurze Fahrt von St. Moritz entfernt liegt der Silvaplanasee. Dies ist ein atemberaubender Ort, um einige dieser Aktivitäten auszuüben.

Ein weiterer Ort, der einen Besuch wert ist, ist Ospizio Bernina. Mit 2253 m ü.M. ist dieser kleine Bahnhof der höchste Punkt de Bernina Express Panoramazuges. Die Züge fahren stündlich ab St. Moritz und führen dich an Seen, Gletschern und hoch aufragenden Berggipfeln vorbei.

Was die kulinarische Seite angeht, empfehle ich zwei Dinge im Engadin. Zunächst solltest du dir einen Teller Bündner Gerstensuppe nicht entgehen lassen. Diese Suppe mit Gerste, Gemüse und Fleisch ist ein typisches Bündner Gericht. Sie wärmt dich an einem kühlen Tag wie nichts anderes.

Zweitens solltest du dir ein Stück Engadiner Nusstorte gönnen. Dieses schwere, köstliche Gebäck bringt die Kalorien genau dorthin zurück, wo du sie loswerden wolltest. Aber sie ist es mehr als wert.

Zurück in St. Moritz kannst du den Rest des Tages damit verbringen, durch die Stadt zu schlendern. St. Moritz ist nicht ganz so charmant und mystisch wie andere Dörfer der Gegend, wie Samedan oder La Punt. Aber es ist grossartig für einen Schaufensterbummel. Und wenn du Glück hast, siehst du vielleicht sogar den einen oder anderen Promi.

Wandern bei Corvatsch mit Bergsee (Foto: Engadin St. Moritz Tourismus Christof Sonderegger)Wandern bei Corvatsch mit Bergsee (Foto: Engadin St. Moritz Tourismus Christof Sonderegger)
Haltestelle Ospizio Bernina Bahn (Foto: Seraina Zellweger)Haltestelle Ospizio Bernina Bahn (Foto: Seraina Zellweger)

Tag 6: St. Moritz - Zürich

Wenn es irgendetwas gibt, das du gestern nicht erledigen konntest, ist heute deine Chance. Die Zugfahrt zurück nach Zürich dauert etwas mehr als drei Stunden. Du hast also keinen Grund zur Eile.

Wenn du jedoch alles gesehen hast und bereit bist, weiterzuziehen, kannst du gerne in den Zug steigen und irgendwo auf dem Weg zwischen St. Moritz und Zürich ein wenig Zeit verbringen.

Ein Ort, der dir gefallen könnte, ist das verträumte Dorf Bergün mit seinen beeindruckenden Steinhäusern. Die Gebäude gelten als Wahrzeichen dieser Gegend. Du kommst in Bergün an, nachdem du die kurvenreiche Albulalinie hinter dich gebracht hast. Hier überwindet der Zug die Höhe, indem er ein paar Schleifen und Tunnel durch die Berge fährt. Wenn du aus dem Fenster schaust, wirst du feststellen, dass der Zug die Talseiten überquert, während er spiralförmig die Berge hinunterfährt.

Ein weiterer Ort, den du zwischen St. Moritz und Zürich besuchen kannst, ist Walenstadt. Oder genauer gesagt, den Walensee. Dieser wunderschöne See ist der perfekte Zwischenstopp auf dem Weg von Chur nach Zürich. Er ist ein atemberaubender und mystischer See, der je nach Wetterlage und Lichtreflexion an ein schottisches Loch erinnert.

Verbringe den Rest des Abends in Zürich und nasche noch etwas Engadiner Nusstorte am Seeufer oder im Lindenhof.

Zusätzliche Tipps und Informationen zu Reiseroute 6

  • Der Glacier Express ist mit allen wichtigen Reisepässen wie dem Swiss Travel Pass sowie den Interrail- und Eurail-Pässen abgedeckt. Allerdings musst du trotzdem eine Reservierung vornehmen, auch wenn du einen Reisepass hast.
  • Das Engadin ist im Herbst während der Zeit der goldenen Wälder besonders beeindruckend.
  • Wenn du in Walenstadt aussteigen willst, musst du aufpassen, dass du nicht den Schnellzug nach Zürich erwischt. Dieser hält nicht in Walenstadt.
  • Für eine bessere Aussicht auf den Zürich- und den Walensee solltest du auf deiner Zugfahrt nach Zürich auf der rechten Seite wählen.

7. Reiseroute zum Schweizerischen Nationalpark und mit einer Fahrt im Glacier Express Panoramazug

Reiseroute 7: Zürich - Chur - St. Moritz - ZermattReiseroute 7: Zürich - Chur - St. Moritz - Zermatt

Highlights auf dieser Route:

  • Besuche die Ruinaulta, auch bekannt als der “Schweizer Grand Canyon”
  • Spaziere durch Chur, die älteste Stadt der Schweiz
  • Übernachte im Schweizerischen Nationalpark
  • Fahre mit dem Glacier Express Panoramazug - dem langsamsten Schnellzug der Welt
  • Wandere vor dem mächtigen Matterhorn in Zermatt

Tag 1: Zürich - Chur - Scuol

Erkunde Zürich am Morgen auf eigene Faust, leihe dir mit «Züri rollt» ein kostenloses Fahrrad aus oder schliesse dich einer Stadtführung an. Nach der Tour kannst du dir ein Mittagessen zum Mitnehmen besorgen und es im Zug nach Chur einnehmen.

Damit du auf dem Weg nach Chur einen besseren Blick auf den Zürich- und den Walensee hast, empfehle ich dir, einen Platz auf der linken Zugseite zu ergattern. Verbringe ein oder zwei Stunden damit, durch Chur zu schlendern und mach dich bereit für die frische Bergluft, die dich in Scuol erwartet.

Bevor du nach Scuol weiterfährst, kannst du zwei der schönsten Schweizer Bergseen besuchen, die beide ganz in der Nähe von Chur liegen: Der Caumasee und der Cresta-See. Die beiden malerischen Seen sind sowohl bei Einheimischen als auch bei Besuchern sehr beliebt.

Ein weiterer fantastischer Ort in der Gegend ist Ruinaulta, die beeindruckende Rheinschlucht. Diese UNESCO-Welterbestätte trägt nicht umsonst den Spitznamen "Swiss Grand Canyon".

Es gibt eine Wanderung, die Ruinaulta mit dem Cauma- und dem Cresta-See verbindet. Diese einfache 2.5-stündige Wanderung beginnt an der Postauto-Haltestelle Flims Waldhaus. Je nachdem, wie viel Zeit du heute in Zürich und Chur verbracht hast, kannst du vielleicht die ganze Wanderung mitmachen.

Wenn du soweit bist, gehe zurück nach Chur und steige in den Zug nach Scuol.

Vorderrhein schlängelt sich durch die Rheinschlucht (Foto: Seraina Zellweger)Vorderrhein schlängelt sich durch die Rheinschlucht (Foto: Seraina Zellweger)
Schwimmen im Caumasee (Foto: Seraina Zellweger)Schwimmen im Caumasee (Foto: Seraina Zellweger)

Tag 2: Scuol - Chamanna Cluozza im Schweizer Nationalpark

Das Engadin ist ein wunderschöner Ort. Besonders im Herbst, wenn sich die Blätter gelb, orange und rot färben. Aber auch das restliche Jahr über ist das Engadin ein fantastischer Ort für einen Besuch.

Aus zeitlichen Gründen ist es sinnvoll, gleich morgens in den Nationalpark zu fahren und Scuol später zu erkunden. Wenn du nett fragst, kannst du vielleicht dein Gepäck in deiner Unterkunft in Scuol lassen, bis du morgen Abend aus den Bergen zurückkommst.

Die Regeln für den Besuch des einzigen Schweizer Nationalparks sind ziemlich streng. Du darfst die markierten Pfade nicht verlassen, keine Pflanzen mitnehmen, kein Feuer machen und so weiter. Wenn du am Eingang des Parks ankommst, solltest du die Schilder lesen oder im Besucherzentrum in Zernez vorbeischauen, damit du gut vorbereitet bist.

Womit du wahrscheinlich nicht gerechnet hast, ist, dass der Besuch des Parks kostenlos ist. Obwohl in der Schweiz gefühlt alles teurer ist als im Rest der Welt, musst du für den Nationalpark nichts bezahlen. Ziemlich cool, oder?

Der einzige Ort, an dem du im Schweizer Nationalpark übernachten kannst, ist eine Berghütte namens Chamanna Cluozza. Darum hast du heute nur eine Aufgabe zu erfüllen. Zur Chamanna Cluozza zu gelangen.

Eine Wanderung, die ich dir empfehle, beginnt eine halbe Stunde von Scuol entfernt in Zernez. Von dort aus bist du gut drei Stunden unterwegs, bis du dein Lager für die Nacht erreichst. Die Wanderung ist nicht allzu anstrengend. Und wenn du nicht zu den erfahrensten Wanderern gehörst, solltest du dir einfach genug Zeit nehmen, um den Weg zu bewältigen.

Geniesse diesen Abend fernab der Zivilisation ohne Telefonempfang und sitze an einem Tisch und plaudere mit Fremden. Du hast es dir verdient.

Nationalpark der Schweiz (Foto: Seraina Zellweger)Nationalpark der Schweiz (Foto: Seraina Zellweger)
Panorama auf den Nationalpark (Foto: Seraina Zellweger)Panorama auf den Nationalpark (Foto: Seraina Zellweger)

Tag 3: Chamanna Cluozza - Scuol

Wenn du die heutige Wanderung noch nicht geplant hast, frag die Besitzer der Chamanna Cluozza nach ihren Empfehlungen. Es stehen dir zahlreiche weitere Wanderungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden offen. So hast du nochmals einen Tag lang Zeit, um den Nationalpark zu erkunden.

Oder du machst dich nach dem Frühstück direkt auf den Weg zurück nach Scuol, wenn du genug gewandert bist. Die Entscheidung liegt ganz bei dir. Wenn du auf der Suche nach einer entspannenden Alternative bist, dann bist du im Engadin genau richtig.

Zum einen gibt es das Thermalbad in Scuol. Je nachdem, wie wund deine Füsse von den gestrigen Wanderung sind, sind ein paar entspannende Stunden in den heissen Quellen genau das, was du brauchst.

Ansonsten empfehle ich dir, in eines der umliegenden Dörfer zu fahren. Wie zum Beispiel Guarda oder Sent. Die Steinhäuser, die du dort siehst, sind typisch für diesen Teil der Schweiz.

Und wenn du an diesen mächtigen Gebäuden vorbeikommst, halte Ausschau nach einer Bäckerei. Aus dem Engadin kommt die berühmte Engadiner Nusstorte. Wenn du eine Naschkatze bist, solltest du unbedingt ein oder zwei Stücke davon probieren. Diese Torte ist ziemlich schwer und reichhaltig. Aber sie ist jede einzelne Kalorie wert.

Typische Engadiner Dorf Häuser (Foto: Seraina Zellweger)Typische Engadiner Dorf Häuser (Foto: Seraina Zellweger)
Hauptplatz in Sent (Foto: Seraina Zellweger)Hauptplatz in Sent (Foto: Seraina Zellweger)

Tag 4: Scuol - St. Moritz

Nach dem Frühstück verlässt du Scuol und fährst nach St. Moritz. Du hast heute den ganzen Tag Zeit, um diesen schicken Ferienort zu erkunden. Hier dreht sich alles um Outdoor Erlebnisse. Im Sommer und im Winter. Egal, ob zum Radfahren, Wandern, Stand Up Paddling, Schwimmen, Windsurfen, Skifahren, Snowboarden, Schneeschuhwandern, Skilanglauf oder einfach nur für einen Spaziergang. Hier findest du alles, was das Herz begehrt.

Nur eine kurze Fahrt von St. Moritz entfernt liegt der Silvaplanasee. Dies ist ein atemberaubender Ort, um einige dieser Aktivitäten auszuüben.

Ein weiterer Ort, der einen Besuch wert ist, ist Ospizio Bernina. Mit 2253 m ü. M. ist dieser kleine Bahnhof der höchste Punkt de Bernina Express Panoramazuges. Die Züge fahren stündlich ab St. Moritz und führen dich an Seen, Gletschern und hoch aufragenden Berggipfeln vorbei.

Was die kulinarische Seite angeht, empfehle ich neben der Engadiner Nusstorte noch eine weitere Sache. Und zwar einen Teller Bündner Gerstensuppe. Diese Suppe mit Gerste, Gemüse und Fleisch ist ein typisches Bündner Gericht. Sie wärmt dich an einem kühlen Tag wie nichts anderes.

Zurück in St. Moritz kannst du den Rest des Tages damit verbringen, durch die Stadt zu schlendern oder am See zu entspannen. St. Moritz ist nicht ganz so charmant und mystisch wie andere Dörfer der Gegend, wie Samedan oder La Punt. Aber es ist grossartig für einen Schaufensterbummel. Und wenn du Glück hast, siehst du vielleicht sogar den einen oder anderen Promi.

Tag 5: St. Moritz - Zermatt

Heute fährst du mit dem Glacier Express von St. Moritz nach Zermatt. Diese Fahrt mit dem "langsamsten Schnellzug der Welt" ist ein einmaliges Erlebnis. Während der gesamten Reise wirst du von den besten Aussichten begleitet, die die Alpen zu bieten haben.

Der Zug verlässt St. Moritz zweimal täglich am Vormittag. Der Fahrplan ändert sich im Laufe des Jahres und es gibt einige Züge, die nicht die gesamte Strecke zwischen St. Moritz und Zermatt fahren. Um deine Verbindung zu finden, konsultiere bitte rechtzeitig den aktuellen Fahrplan.

Es gibt einen Grund, warum der Glacier Express eine der beliebtesten Bahnstrecken in der Schweiz ist. Was diese Fahrt so unvergesslich macht, sind die fantastischen Aussichten, die dich während der gesamten Fahrt begleiten. Der Zug führt dich über 291 Brücken, durch 91 Tunnels, durch zwei drei Kantone und zwei Sprachregionen.

Die Fahrt dauert etwas mehr als 8 Stunden und je nachdem, wann du St. Moritz verlässt, kommst du zwischen 17:00 Uhr und 18:00 Uhr in Zermatt an. Wenn du angekommen bist, kannst du den Rest des Tages damit verbringen, durch das kleine Bergstädtchen zu schlendern und den Anblick des mächtigen Matterhorns zu genießen.

Vorausgesetzt, es ist nicht in Wolken gehüllt.

Glacier Express im Sommer (Foto: Swiss Travel System)Glacier Express im Sommer (Foto: Swiss Travel System)
Brücke mit Glacier Express (Foto: Swiss Travel System)Brücke mit Glacier Express (Foto: Swiss Travel System)

Tag 6: Zermatt - Zürich oder Genf

In Zermatt steht, wie in St. Moritz, die Bergwelt und die Natur im Zentrum. Wenn du wegen der spektakulären Aussicht auf die Berge in die Schweiz gekommen bist, wirst du es hier lieben. Zahlreiche Wanderungen und Spaziergänge aller Schwierigkeitsgrade bringen dich an Orte, von denen du nicht einmal wusstest, dass es sie gibt.

Zum Glück hast du heute den ganzen Tag Zeit, diesen atemberaubenden Ferienort zu erkunden. Einen vollständigen Überblick über die Aktivitäten in und um Zermatt findest du an Tag 2 von Reiseroute Nr. 6.

Sobald du bereit bist, die frische Bergluft zu verlassen, nimmst du den Zug zurück nach Zürich. Wenn du von Genf aus fliegst oder einen Besuch in der zweitgrössten Stadt der Schweiz planst, kannst du stattdessen auch in diese Richtung fahren.

Zusätzliche Tipps und Informationen zu Reiseroute 7

  • Während du Chur, die Ruinaulta und die Seen erkundest, kannst du dein Gepäck in einem Schliessfach am Bahnhof in Chur unterstellen.
  • Halte bei deinen Wanderungen die Augen nach Wildtieren offen. Die Chancen, ein paar Murmeltiere, Gämsen oder sogar Steinböcke zu sehen, stehen ziemlich gut.
  • Wenn du in der Chamanna Cluozza übernachtest, solltest du unbedingt im Voraus buchen. Nutze die Buchungsseite, um eine Reservierung vorzunehmen.
  • Diese Reiseroute eignet sich am besten im Sommer oder im Herbst. Vor allem, wenn du vorhast, einige Zeit im Nationalpark zu verbringen. Natürlich kannst du ihn auch im Winter besuchen. Aber das würde bedeuten, dass du die Chamanna Cluozza auslassen und mehr Zeit im Schnee in Scuol verbringen müsstest. Auch keine schlechte Alternative...
  • Der Glacier Express ist mit allen wichtigen Reisepässen wie dem Swiss Travel Pass sowie den Interrail- und Eurail-Pässen abgedeckt. Allerdings musst du trotzdem eine Reservierung vornehmen, auch wenn du einen Reisepass hast.
  • Im Winter ist Zermatt ein sehr beliebtes, aber auch teures Skigebiet. Buche deine Unterkunft in der Hochsaison unbedingt im Voraus.

8. Reiseroute durch die ganze Schweiz nördlich der Alpen

Reiseroute 8: Zürich - Schaffhausen - Luzern - Lausanne - Bern - BaselReiseroute 8: Zürich - Schaffhausen - Luzern - Lausanne - Bern - Basel

Highlights auf dieser Route:

  • Besuche den Rheinfall, den grössten Wasserfall Europas
  • Bewundere den Stiftsbezirk in St. Gallen (UNESCO)
  • Fahre mit dem Voralpen-Express auf einer aussichtsreichen Zugfahrt von St. Gallen nach Luzern
  • Reise mit dem aussichtsreichen Panoramazug der Golden Pass Line von Luzern nach Montreux
  • Geniesse die wunderschöne Gegend am Genfersee
  • Besuche die Weinterrassen der Lavaux Region (UNESCO)
  • Entdecke die Highlights von Lausanne, Bern, Basel und Zürich

Tag 1: Zürich - Schaffhausen

(Kurze Vorwarnung: Diese Reiseroute ist wirklich vollgepackt und ich empfehle nicht unbedingt, einem so engen Zeitplan zu folgen. Aber die Route ist in sechs vollen Tagen machbar. Wenn du also ein "Ich-muss-so-viel-wie-möglich-sehen"-Typ bist, wirst du mit dieser Reiseroute sehr viel bewältigen können.)

Erkunde Zürich am Morgen auf eigene Faust, leihe dir mit «Züri rollt» ein kostenloses Fahrrad aus oder schliesse dich einer Stadtführung an. Nach der Tour besorgst du dir ein Take-Away Mittagessen und fährst mit dem Zug nach Schaffhausen.

Fahre direkt nach Neuhausen neben Schaffhausen. Der mächtige Rheinfall zieht Besucher aus der ganzen Welt an und ist eine sehr beeindruckende Naturgewalt. Der Zugang zu den Fällen ist vom Nordufer aus kostenlos, während die Besichtigung vom Schloss Laufen im Süden aus 5 CHF kostet. Nimm dir die Zeit, die du benötigst, um ausgiebig in den Bann des Rheinfalls einzutauchen. Wenn du soweit bist, fahre weiter nach Schaffhausen.

Schaffhausen hat eine bezaubernde Altstadt. Hier triffst du auf ganze 171 Erker, was mehr ist, als jede andere Stadt in der Schweiz. Wenn du sie alle abgeklappert und den Rest von Schaffhausen erkundet hast, kannst du auf den Munot fahren und die Aussicht über die Stadt geniessen.

Der grösste Wasserfall Europas: der Rheinfall (Foto: Seraina Zellweger)Der grösste Wasserfall Europas: der Rheinfall (Foto: Seraina Zellweger)
Stadt Schaffhausen mit Kirchenturm (Foto: Seraina Zellweger)Stadt Schaffhausen mit Kirchenturm (Foto: Seraina Zellweger)

Tag 2: Schaffhausen - St. Gallen

Nach dem Frühstück packst du dein Gepäck und nimmst den Zug nach St. Gallen. Du hast den ganzen Tag Zeit, um die Stadt und ihre Umgebung in all ihrer Pracht zu erkunden.

Mit dem UNESCO-geschützten Stiftsbezirk, seiner mächtigen Kathedrale und der beeindruckenden Stiftsbibliothek hat diese Stadt einiges zu bieten.

Nicht verpassen solltest du das Naherholungsgebiet “Drei Weieren”. Dieses erreichst du entweder mit der Mühleggbahn oder zu Fuss über eine der vielen Treppen. Alternativ kannst du auch den Wildpark Peter & Paul besuchen oder deinen kulturellen Durst in einem der vielen Museen stillen.

Der mit Abstand beste Ort zum Entspannen ist in den “Drei Weieren”. Hier kannst du schwimmen gehen oder einen Spaziergang durch den Wald machen. Ausserdem hast du einen fantastischen Blick über die ganze Stadt, den Bodensee und sogar bis nach Deutschland.

Auch der Bodensee, das Appenzellerland und das Alpsteingebirge sind nicht weit von St. Gallen entfernt. Wenn du einen dieser Orte besuchen möchtest, hast du am Nachmittag genug Zeit, um das zu tun. Eine detaillierte Liste mit Aktivitäten im Alpstein oder am Bodensee findest du in der Reiseroute Nr. 4.

Gallusplatz in der Innenstadt von St. Gallen (Foto: Seraina Zellweger)Gallusplatz in der Innenstadt von St. Gallen (Foto: Seraina Zellweger)
Aussicht auf St. Gallen mit Bodensee (Foto: Seraina Zellweger)Aussicht auf St. Gallen mit Bodensee (Foto: Seraina Zellweger)

Tag 3: St. Gallen - Rapperswil - Luzern - Interlaken

Du hast heute ein ganzes Stück vor dir, also verlasse St. Gallen früh am Morgen und steig in den Voralpen-Express in Richtung Luzern. Der Voralpen-Express fährt durch sehr malerische Landschaften und braucht etwas mehr als zwei Stunden, um in Luzern anzukommen.

Von den vielen aussichtsreichen Zugfahrten in der Schweiz ist dies eine, die deutlich weniger touristisch ist. Es gibt keine grossen Panoramafenster und keine freundliche Stimme, die dir sagt, welches Viadukt du gerade überquert hast.

Aber das macht die Fahrt nicht weniger lohnenswert.

Ich empfehle dir, deine Reise auf halber Strecke zu unterbrechen und in Rapperswil auszusteigen. Die Stadt ist eine versteckte Perle am unteren Teil des Zürichsees. Besuche das Schloss, verbringe etwas Zeit mit den Hirschen im Schlossgarten, gehe im Zürichsee schwimmen und spaziere an der idyllischen Uferpromenade entlang.

Ein hervorragender Ort zum Entspannen ist die Wiese hinter der OST, der Hochschule für Technik in Rapperswil. Du kannst sie nicht verfehlen, wenn du vom Bahnhof aus in Richtung See gehst.

Wenn du einen leichten Spaziergang machen willst, folge dem Holzsteg und dem Verbindungssteg über den See nach Pfäffikon. Dabei absolvierst du drei Kilometer des Jakobsweges, eines Pilgerweges, der von verschiedenen Orten in Europa nach Santiago de Compostela in Spanien führt.

Wenn du bereit bist, weiterzugehen, steige in den nächsten Zug nach Luzern und verbringe den Nachmittag damit, die Stadt zu erkunden. Spaziere über die Kapellbrücke, schlendere durch die Altstadt, verweile am See oder besuche den Gletschergarten mit dem berühmten Löwendenkmal.

Eine ausführliche Liste der Aktivitäten in Luzern findest du an Tag 2 in der Reiseroute Nr. 3.

Gegen Nachmittag fährst du mit der Golden Pass Line, einer weiteren beliebten Zugstrecke, nach Interlaken. Sie verbindet das Zentrum der Schweiz mit dem Ufer des Genfersees.

Die Panoramastrecke führt an acht Seen vorbei, fährt durch sechs verschiedene Kantone, überquert drei Bergpässe und verbindet zwei Sprachregionen. Die heutige Etappe zwischen Luzern und Interlaken wird von der Zentralbahn betrieben und dauert knapp zwei Stunden.

Verbringe den Rest des Tages in Interlaken, einer beliebten und sehr touristischen Stadt. Hier gibt es unzählige Aktivitäten und wenn du diese Region in vollen Zügen geniessen willst, reicht eine Nacht nicht aus. Leider wirst du nur einen kurzen Eindruck von Interlaken gewinnen können, da du morgen keine Zeit mehr hast, die Gegend zu erkunden. Für einen Spaziergang an der Aare oder einen kurzen Ausflug auf den Harder Kulm sollte aber genug Zeit sein.

Fähre am Hafen von Rapperswil (Foto: Seraina Zellweger)Fähre am Hafen von Rapperswil (Foto: Seraina Zellweger)
Fahrt mit der Zentralbahn (Foto: MySwitzerland)Fahrt mit der Zentralbahn (Foto: MySwitzerland)

Tag 4: Interlaken - Montreux - Lausanne

Heute erwartet dich ein weiterer landschaftlicher Leckerbissen. Sobald du Interlaken verlässt und in Richtung Zweisimmen fährst, hast du den Thunersee zu deiner Rechten. Um den besten Blick auf den See zu haben, empfehle ich dir, einen Sitzplatz auf der rechten Zugseite zu ergattern.

Wenn es die Zeit erlaubt und es dir nichts ausmacht, deine Reise zu unterbrechen, kannst du einen kurzen Zwischenstopp in Spiez einlegen. Mit dem Schloss, einer Handvoll charmanter Weinberge und dem direkten Zugang zum Thunersee ist Spiez einen Besuch wert.

Wenn du deine Reise fortsetzt, musst du in Zweisimmen in einen anderen Zug umsteigen. Dort beginnt der Aufstieg durch das Berner Oberland in Richtung Gstaad. Diese Region ist ein absoluter Traum für Bergliebhaber und fasst so ziemlich alles zusammen, was die Schweiz ausmacht. Seen, Berge, saftige Wiesen mit grasenden Kühen, Gletscher, jede Menge Wanderwege, wunderbare Landschaften und niedliche kleine Dörfer gibt es in dieser Gegend im Überfluss.

Selbst wenn du nicht genug Zeit hast, um unterwegs auszusteigen, ist die Fahrt durch diese malerische Gegend etwas, das du wahrscheinlich so schnell nicht vergessen wirst.

Nachdem du das Berner Oberland verlassen hast und die Hügel hinuntergefahren bist, kommst du im französischsprachigen Teil der Schweiz an. Bevor du nach Lausanne weiterfährst, hast du noch ein paar Stunden Zeit, Montreux zu erkunden.

Geh zur Promenade und sieh dir die Freddie Mercury Statue vor der Markthalle an. Wenn du das berühmte Schloss Chillon besuchen möchtest, kannst du der Promenade bis zum Schloss folgen oder in den Bus steigen. Auch Passagierschiffe kursieren regelmässig zwischen Montreux und dem Schloss Chillon.

Alternativ kannst du auch direkt nach Lausanne weiterfahren, deine Koffer deponieren und die berühmten Lavaux-Weinberge besuchen, die zum UNESCO-Welterbe gehören. Um die herrliche Aussicht zu geniessen, steige in Cully oder Epesses aus und folge dem ausgeschilderten Wanderweg durch die Reben.

Blick auf die Burg Chillon am Genfersee (Foto: Seraina Zellweger)Blick auf die Burg Chillon am Genfersee (Foto: Seraina Zellweger)
Lausanne bei blauem Himmel (Foto: Régis Colombo)Lausanne bei blauem Himmel (Foto: Régis Colombo)

Tag 5: Lausanne - Bern - Basel

Verbringe den Vormittag damit, noch mehr von der Stadt Lausanne zu erkunden. Die malerische Altstadt von Lausanne ist auf drei Hügeln gebaut und von zahlreichen Weinbergen umgeben. Sie beherbergt das Internationale Olympische Komitee und die einzige Metro der Schweiz.

Falls du gestern gerne die Lavaux-Weinberge besucht hättest, aber keine Zeit mehr hattest, hast du heute noch einmal die Gelegenheit, es zu versuchen.

Um die Mittagszeit verlässt du Lausanne und fährst nach Bern, der Hauptstadt der Schweiz. Du hast den ganzen Nachmittag Zeit, die Stadt zu erkunden, bevor du für die Nacht nach Basel weiterfährst. Schlendere durch die Altstadt, besuche den Bärenpark, schau dir das Bundeshaus an und spaziere zurück zum Rosengarten, um die Aussicht zu geniessen.

Du kannst auch den Gurten - den Hausberg Berns - besuchen, die Tiere im Dählhölzli-Tierpark beobachten oder den Botanischen Garten besuchen. Nimm den Lift am Bahnhof und geniesse auf der Grossen Schanze die Aussicht oder geh in der Aare oder im Weyermannshaus schwimmen.

Nutze deine Zeit klug, denn ein halber Tag wird nicht ausreichen, um alles zu sehen. Am Ende des Tages kannst du mit dem Zug nach Basel fahren und den Abend in der Stadt oder am Rhein verbringen.

Weg mit Weinreben in Lavaux (Foto: Seraina Zellweger)Weg mit Weinreben in Lavaux (Foto: Seraina Zellweger)
Blick auf die Stadt von Bern (Foto: My Switzerland)Blick auf die Stadt von Bern (Foto: My Switzerland)

Tag 6: Basel - Zürich

Basel ist eine pulsierende Stadt direkt an der deutsch-französischen Grenze. Hier findest du mehrere Stadtführungen zu verschiedenen Zeiten. Nimm entweder an einer Tour teil oder mach dich auf eigene Faust auf den Weg in die Stadt.

Halte an der Pfalz an - der perfekten Aussichtsplattform, um ein paar Postkartenfotos zu schiessen - spaziere am Rhein entlang und beobachte die grossen Frachtschiffe, die in den Hafen ein- und auslaufen. Spaziere am Dom vorbei oder schaue dir eines der vielen Museen an.

In den wärmeren Sommermonaten kannst du dich den Einheimischen anschliessen und im Rhein schwimmen gehen. Bevor sie ins Wasser springen und sich stromabwärts treiben lassen, packen sie ihre Kleidung in einen Wickelfisch. Dieser Trockensack hat die Form eines Fisches und ist ein Wahrzeichen von Basel.

Alternativ kannst du auch über die Grenze springen und Weil am Rhein in Deutschland oder St. Louis in Frankreich besuchen. Theoretisch kannst du sogar alle drei Länder an einem Tag besuchen. Die Schweiz, Deutschland und Frankreich. Das ist in Basel durchaus machbar und etwas, das du vielleicht nicht jeden Tag erleben kannst. Vor allem, wenn du aus einem Land kommst, in dem du in ein Flugzeug steigen musst, um die nächste Grenze innerhalb einer angemessenen Zeit zu erreichen.

Wenn du bereit bist, Basel zu verlassen, fahre zurück nach Zürich und verbringe den Rest des Tages damit, die grösste Stadt der Schweiz zu erkunden.

Und herzlichen Glückwunsch! Du hast gerade die meiner Meinung nach verrückteste Reise durch die Schweiz hinter dir. Ich glaube nicht, dass du noch mehr aus deiner Zeit hier hättest herausholen können. Ich hoffe, es hat dir gefallen.

Basler Münster beim Münsterplatz (Foto: Basel Tourismus)Basler Münster beim Münsterplatz (Foto: Basel Tourismus)
Brücke über den Rhein in Basel (Foto: Schweiz Tourismus Jan Geerk)Brücke über den Rhein in Basel (Foto: Schweiz Tourismus Jan Geerk)

Zusätzliche Tipps und Informationen zu Reiseroute 8

  • Da du jede Nacht an einem anderen Ort verbringst und unterwegs an verschiedenen Orten Halt machst, wirst du dein Gepäck die meiste Zeit mit dir tragen. In allen Schweizer Bahnhöfen findest du Schliessfächer, in denen du dein Gepäck in der Zwischenzeit unterbringen kannst.
  • Für diese Reise brauchst du auf jeden Fall irgendeine Art von Reisepass. Sei es ein Interrail, Eurail oder ein Swiss Travel Pass.
  • Du kannst die Reise mit dem Golden Pass ohne Reservation machen. Der Golden Pass Kundenservice empfiehlt jedoch, einen Sitzplatz für den Abschnitt zwischen Zweisimmen und Montreux zu reservieren, da es in der Hochsaison ziemlich voll werden kann.
  • Der Zugang zum Schloss Chillon ist kostenlos, wenn du einen Swiss Travel Pass hast. Selbst wenn du das Schloss nicht besuchen willst, lohnt es sich, es von aussen zu besichtigen.

9. Reiseroute mit Kultur, dem ikonischen Titlis und der schönsten Barockstadt der Schweiz

Reiseroute 9: Zürich - Engelberg - Solothurn - BaselReiseroute 9: Zürich - Engelberg - Solothurn - Basel

Highlights auf dieser Route:

  • Besuche das Benediktinerkloster in Engelberg
  • Geniesse das Bergpanorama vom Titlis auf 3239 m ü. M.
  • Lege einen kurzen Zwischenstopp in Luzern ein und spaziere über die Kapellbrücke
  • Entdecke Solothurn, die schönste Barockstadt der Schweiz
  • Besuche die grösste Storchenkolonie der Schweiz in der Nähe von Solothurn
  • Erkunde die pulsierende Kulturstadt Basel
  • Geniesse frisch produzierte Schokolade in der Nähe von Zürich

Tag 1: Zürich - Engelberg

Erkunde Zürich am Morgen auf eigene Faust, leihe dir mit «Züri rollt» ein kostenloses Fahrrad aus oder schliesse dich einer Stadtführung an. Nach der Tour kaufst du dir ein Take-Away Mittagessen und fährst mit dem Zug nach Engelberg.

Das vielseitige Bergdorf liegt etwa 25 km südlich des Vierwaldstättersees auf einer Höhe von 1013 m ü. M. Mit 3239 m ü. M. überragt der mächtige Titlis die anderen Gipfel rund um Engelberg.

Da du am mittleren oder späten Nachmittag in Engelberg ankommst, hast du nicht genug Zeit, um sofort hinaufzufahren. Verschieben wir das also auf morgen, damit du nicht gestresst bist.

Stattdessen kannst du heute Nachmittag das Zentrum von Engelberg erkunden. Oder genauer gesagt, das Benediktinerkloster. Dieses alte Kloster wurde im Jahr 1120 gegründet und wird immer noch von etwa 20 Mönchen bewohnt. Du kannst es entweder auf eigene Faust besichtigen oder an einer Führung teilnehmen.

Tag 2: Freier Tag in Engelberg

Wie so viele Orte in den Schweizer Alpen fokussiert sich auch Engelberg auf Outdoor Aktivitäten. Das beliebteste Ziel in dieser Gegend ist zweifelsohne der Titlis. Von Engelberg aus erreichst du den Gipfel mit zwei Gondeln. Eine davon ist die Rotair, die erste sich um 360° drehende Luftseilbahn der Welt. Auf dem Gipfel erwartet dich eine beeindruckende Rundumsicht. Ausserdem gibt es eine spektakuläre Gletscherhöhle und den aufregenden Titlis Cliff Walk von Tissot.

Auch die Wandermöglichkeiten in Engelberg sind schier endlos und bieten für jeden Geschmack etwas. Eine empfehlenswerte Wanderung ist der sogenannte "Kitzelpfad" in Brunni. Hier ziehst du deine Schuhe aus und läufst über verschiedene Bodenarten. Und während deine Füsse von der Natur gekitzelt werden, kannst du auch die perfekte Aussicht auf den Titlis geniessen.

Und was wäre eine richtige Wanderung ohne einen oder zwei Bergseen...?

Eine etwas anspruchsvollere Wanderung namens Vier-Seen-Wanderung führt dich an - du hast es vielleicht schon erraten - vier Bergseen vorbei. Da diese Wanderung fast fünf Stunden dauert, empfehle ich sie dir nur, wenn du dich fit genug fühlst.

Wenn du einen weniger anstrengenden Tag verbringen möchtest, kannst du den rollstuhlgängigen Weg rund um Engelberg wählen. Diese zweistündige Wanderung beginnt beim Kloster im Zentrum von Engelberg und führt bis zum malerischen Fluss Aa und zurück. Auch wenn du bei dieser Wanderung nicht auf die Gipfel fährst, hast du trotzdem eine schöne Aussicht auf die Berge.

Im Winter verwandelt sich Engelberg in ein wahres Paradies für Schneeliebhaber. Egal, ob du Skifahren, Snowboarden, Schneeschuhwandern, Wandern, Langlaufen, Schlittschuhlaufen oder Schlittenfahren magst, du wirst deine Erwartungen erfüllen können. Engelberg ist besonders bei Freeridern beliebt.

Cliff Walk auf dem Titlis bei Engelberg (Foto: Titlis Bergbahnen)Cliff Walk auf dem Titlis bei Engelberg (Foto: Titlis Bergbahnen)
Kitzelpfad bei Brunni mit Globi entdecken (Foto: Brunni-Bahnen Engelberg AG)Kitzelpfad bei Brunni mit Globi entdecken (Foto: Brunni-Bahnen Engelberg AG)

Tag 3: Engelberg - Luzern - Solothurn

Heute Morgen kannst du noch das erledigen, wozu dir gestern die Zeit nicht mehr gereicht hat. Anschliessend fährst du nach Luzern, wenn du bereit bist. Die Fahrt von Engelberg nach Luzern dauert weniger als eine Stunde mit dem Zug und ist sehr unkompliziert. Sobald du angekommen bist, kannst du dein Gepäck am Bahnhof deponieren und ein paar Stunden damit verbringen, diese charmante Stadt zu erkunden. Spaziere über die Kapellbrücke, schlendere durch die Altstadt, entspanne am See oder besuche den Gletschergarten mit dem berühmten Löwendenkmal.

Du hast den ganzen Nachmittag Zeit, also lass dir Zeit. Weitere Ideen, was du in Luzern unternehmen kannst, findest du in der Reiseroute Nr. 2 an Tag 5. Wenn du genug von Luzern gesehen hast, steige in den Zug und fahre weiter nach Solothurn. Die Stadt ist auch als die schönste Barockstadt der Schweiz bekannt. Mit ihrer beeindruckenden barocken Kathedrale und den vielen versteckten und hübschen Gassen hat die Stadt diesen Titel mehr als verdient.

Du wirst heute Abend wahrscheinlich nicht allzu viel Zeit haben, um Solothurn zu entdecken. Also gönne dir am Abend ein paar Kugeln Eis in der Vitaminstation, einer der besten Eisdielen überhaupt. Um dich wie ein Einheimischer zu verhalten, kannst du zum Eis essen auf die Steinmauer an der Aare, das “Aaremüürli”, sitzen.

Serainas Tipp: Meine beiden absoluten Lieblingslokale in Solothurn sind die Pittaria und die Vitaminstation. Jeder, der einen guten Falafel oder Hummus mag, wird die Pittaria lieben. Und die Vitaminstation macht mit Abstand das beste Eis, das ich je in der Schweiz gegessen habe. Zu unglaublich fairen Preisen für Schweizer Verhältnisse.

Tag 4: Freier Tag in Solothurn

Obwohl Solothurn keine grosse Stadt ist, gibt es in der Umgebung trotzdem viel zu sehen und zu unternehmen. Eine Aktivität, die ich besonders empfehle, ist eine Wanderung im Jura. Dieses Hochplateau ist das ganze Jahr über ein wunderbares Ausflugsziel.

Eine Möglichkeit, den Jura mit seinen unzähligen Wanderwegen zu erreichen, ist mit der Seilbahn von Oberdorf auf den Weissenstein. Ab hier kannst du so lange und so weit wandern, wie du willst. Zurück geht es entweder zu Fuss oder wieder mit der Seilbahn.

Ein sehr beliebter Ausflug ist die Rundwanderung von Solothurn über den Balmberg und den Weissenstein. Steige dafür in das Postauto von Solothurn auf den Balmberg, wandere den Kamm entlang zum Weissenstein und fahre mit der Seilbahn wieder hinunter nach Oberdorf. Ab Oberdorf bringt dich die Bahn zurück nach Solothurn.

Dies ist eine leichte Wanderung, die dich ohne allzu grosse Anstrengung in den Jura führt. Während deiner Wanderung kannst du auch die Aussicht auf die Alpen geniessen, darunter das berühmte Dreigestirn mit Eiger, Mönch und Jungfrau.

Ein weiterer Ort, den du besuchen kannst, ist die Verenaschlucht. Dafür spazierst du in der Schlucht dem Verenabach entlang durch den Wald, bis du die kleine Einsiedelei am Ende erreichst. Der Spaziergang dauert etwa 45 min hin und zurück.

Alternativ kannst du auch mit dem Schiff der Aare entlang in Richtung Biel fahren. Wie lange du auf dem Schiff bleibst, hängt ganz von deinen Plänen ab. Die ganze Reise nach Biel dauert ca. 3 Stunden. Du kannst aber auch irgendwo unterwegs aussteigen und mit dem Zug zurück nach Solothurn fahren.

Einer der Höhepunkte auf dieser Reise ist die grösste Storchenstation der Schweiz in Altreu. Diese erreichst du nach ca. 45 min auf dem Schiff. Im Jahr 1950, als die Störche in der Schweiz fast ausgestorben waren, startete Max Bloesch sein Wiederansiedlungsprojekt, um unsere Störche zu retten. Ihm ist es zu verdanken, dass du heute rund 40 Brutpaare durch die Lüfte schweben, über die Felder stolzieren und auf den Dächern rund um Altreu klappern sehen kannst.

Allerdings nur im Frühling und Sommer. Im Herbst ziehen sie in wärmere Gegenden im Süden, bis der Winter vorbei ist.

Wenn du weiter in Richtung Biel fährst, wird dich die Aussicht auf die Jurahöhen und das Schweizer Mittelland die ganze Zeit begleiten. Nachdem du eine Schleuse passiert hast, erreichst du den Hafen von Biel, der nur einen kurzen Spaziergang vom Bahnhof entfernt liegt.

Von dort geht es mit dem Zug in 15 min zurück nach Solothurn.

St. Ursen Kathedrale in Solothurn (Foto: Seraina Zellweger)St. Ursen Kathedrale in Solothurn (Foto: Seraina Zellweger)
Haus in der Verenaschlucht (Foto: Seraina Zellweger)Haus in der Verenaschlucht (Foto: Seraina Zellweger)

Day 5: Solothurn - Basel

Wenn du heute Morgen noch etwas mehr in Solothurn brauchst, kannst du noch etwas länger bleiben. Sobald du bereit bist, steige in den Zug und fahre weiter nach Basel. Die Zugfahrt dauert nur eine Stunde.

Basel ist eine pulsierende Stadt direkt an der deutsch-französischen Grenze. Hier findest du mehrere Stadtführungen zu verschiedenen Zeiten. Nimm entweder an einer Tour teil oder mach dich auf eigene Faust auf den Weg in die Stadt.

Halte an der Pfalz an - der perfekten Aussichtsplattform, um ein paar Postkartenfotos zu schiessen - spaziere am Rhein entlang und beobachte die grossen Frachtschiffe, die in den Hafen ein- und auslaufen. Spaziere am Dom vorbei oder schaue dir eines der vielen Museen an.

In den wärmeren Sommermonaten kannst du dich den Einheimischen anschliessen und im Rhein schwimmen gehen. Bevor sie ins Wasser springen und sich stromabwärts treiben lassen, packen sie ihre Kleidung in einen Wickelfisch. Dieser Trockensack hat die Form eines Fisches und ist ein Wahrzeichen von Basel.

Rhein Promenade in Basel (Foto: Pixabay)Rhein Promenade in Basel (Foto: Pixabay)
Rheinschwimmen in Basel (Foto: MySwitzerland)Rheinschwimmen in Basel (Foto: MySwitzerland)

Tag 6: Basel - Zürich

Wenn es etwas gibt, das du gestern nicht anschauen konntest in Basel, dann ist heute dein Tag. Falls du aber schon genug von der Stadt gesehen hast, kannst du immer noch über die Grenze springen und Weil am Rhein in Deutschland oder St. Louis in Frankreich besuchen.

Theoretisch kannst du sogar alle drei Länder an einem Tag besuchen. Die Schweiz, Deutschland und Frankreich. Das ist in Basel durchaus machbar und etwas, das du vielleicht nicht jeden Tag erleben kannst. Vor allem, wenn du aus einem Land kommst, in dem du in ein Flugzeug steigen musst, um die nächste Grenze innerhalb einer angemessenen Zeit zu erreichen.

Wenn du bereit bist, Basel zu verlassen, fahre zurück nach Zürich und verbringe den Rest des Tages damit, die grösste Stadt der Schweiz zu erkunden. Wenn es die Zeit erlaubt, kannst du zum Abschluss dieser Reiseroute noch die Lindt Schokoladenfabrik besuchen.

Ganz in der Nähe von Zürich, in Kilchberg, findest du das brandneue Lindt-Besucherzentrum, das im September 2020 seine Türen für die Öffentlichkeit geöffnet hat. Wenn du noch nie eine geröstete Kakaobohne probiert, so viele Lindor-Kugeln wie möglich gegessen oder ein wenig Zeit mit dem höchsten Schokoladenbrunnen der Welt verbracht hast, ist das deine Chance.

Zusätzliche Tipps und Informationen zu Reiseroute 9

  • Wenn du mit einem Swiss Travel Pass reist, erhältst du 50% Rabatt auf die Fahrt auf den Titlis. Mit einem Interrail- oder Eurail-Pass bekommst du keinen Rabatt.
  • Das Passagierschiff zwischen Solothurn und Biel verkehrt von Mai bis Oktober dreimal täglich. Bitte schaue im Fahrplan nach, um deine Verbindung zu finden.
  • Wenn du mit einem Swiss Travel Pass reist, sind alle Fahrten vollständig abgedeckt. Wenn du mit einem Interrail- oder Eurail-Pass reist, erhältst du 50% Ermässigung auf die Fahrt mit dem Schiff von Solothurn nach Biel.
  • Wenn du in Altreu bist, halte Ausschau nach kackenden (entschuldige den Ausdruck) Störchen. Sie halten sich in der Regel nicht zurück und du wärst nicht die erste Person, die beim Verlassen des Schiffes mit, na ja... du weisst schon was, bespritzt wird.
  • Falls du einen Ausflug nach Deutschland oder Frankreich machen willst, vergiss nicht, ein paar Euros zu tauschen. Und vergiss nicht, deinen Reisepass mitzunehmen. Da die Schweiz nicht Teil der Europäischen Union ist, musst du bei der Ausreise deinen Pass vorzeigen.
  • Beim Einchecken in deiner Unterkunft in Basel erhältst du eine Gästekarte, mit der du den Nahverkehr kostenlos nutzen kannst.

Und damit ist unsere Sammlung von sechstägigen Reiserouten für die Schweiz ab Zürich abgeschlossen. Wir hoffen, du hast etwas nach deinem Geschmack gefunden und wünschen dir viel Spass bei der Planung deiner Reise.

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