40 interessante Fakten über die Schweiz

Über die Schweiz gibt es viele interessante Fakten, die du bestimmt noch nicht alle kennst. Wenn du dich für deine Reise in die Schweiz informieren möchtest, kommen hier 40 faszinierende, unnütze, interessante und unterhaltsame Fakten über die Schweiz. Damit bist du perfekt ausgerüstet, um mit deinem Wissen anzugeben. Oder wusstest du zum Beispiel, dass Meerschweinchen in der Schweiz nie alleine gehalten werden dürfen? Oder dass der Herr der Ringe durch die Schweiz inspiriert wurde?

Bevor du ein neues Land besuchst, kann es nicht schaden, dir ein paar Fakten zu Gemüte zu führen. Sei es für deinen nächsten Quizabend, ein zufälliges Gespräch mit jemandem im Zug oder einfach, um vor deinen Freunden anzugeben.

Die Schweiz mag zwar auf der Landkarte zwar klein sein, aber sie hat es in Sachen Fakten trotzdem in sich. Hier ist eine Liste mit 40 interessanten, seltsamen und lustigen Fakten über die Schweiz.

Die Schweiz ist teuer

Das ist ein sehr altbekannter Fakt. Aber er muss trotzdem erwähnt werden. Die Schweiz ist eines der teuersten Länder der Welt. Es ist hilfreich, dass du dir dessen bewusst bist, bevor du hierher kommst. Das bedeutet, dass du bei Starbucks, im Restaurant, bei Tagesausflügen und beim Einkaufen mehr Geld ausgeben wirst, als du es vielleicht gewohnt bist.

Wenn du dich mit dieser Tatsache abgefunden hast, werden dich dein 7 CHF Big Mac und dein 8 CHF Chai Tea Latte bei Starbucks nicht mehr aus den Socken hauen. Und wenn du nach Hause zurückkehrst, wird dir alles viel billiger vorkommen.

Es sei denn, du lebst in Norwegen, auf den Bermudas oder in Island.

Swiss Activities Tipp: Falls du auf der Suche bist nach Ideen, wie du in der Schweiz Geld sparen kannst, empfehlen wir dir unseren Artikel zu diesem Thema.

Die Schweiz ist klein

Mit einer Fläche von etwas mehr als 40’000 km2 ist die Schweiz ein vergleichsweise kleines Land. Schweden ist 10-mal, Australien 188-mal und Kanada 243-mal so gross. Das führt oft dazu, dass die Schweiz unterschätzt wird, wenn es darum geht, wie viel Zeit du für deinen Besuch einplanen solltest.

In einem Land, das halb so gross ist wie der Lake Superior, würdest du vielleicht nicht allzu viel erwarten. Aber wir versichern dir: Auch wenn du das ganze Land theoretisch sechsmal an einem Tag mit dem Auto oder mit dem Zug durchqueren kannst, werden ein paar Tage in der Schweiz einfach nicht ausreichen. Obwohl das auch möglich ist, wie du in unseren Reiserouten für die Schweiz sehen kannst.

Schaukel vor der Weisshornhütte (Foto: Gabriela Keusch)Schaukel vor der Weisshornhütte (Foto: Gabriela Keusch)
Bergsee im Wallis (Foto: Gabriela Keusch)Bergsee im Wallis (Foto: Gabriela Keusch)

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Die Schweiz hat vier offizielle Sprachen

Kannst du sie alle nennen? Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Mit etwa zwei Dritteln ist Deutsch die am meisten gesprochene Sprache. Gefolgt von Französisch mit rund 23 %, Italienisch mit 8 % und Rätoromanisch mit nur 1 %. Das ist einer der Gründe, warum die Schweizerinnen und Schweizer mit dem Lernen von Fremdsprachen aufwachsen. Neben Englisch ist es Pflicht, in der Schule mindestens eine weitere Landessprache zu lernen. In unserem Sprachen Artikel erfährst du mehr über dieses interessante Thema.

Schweizerdeutsch ist keine Sprache

Falls du dich fragst, warum wir oben nicht ausdrücklich Schweizerdeutsch als eine der Amtssprachen erwähnt haben, hier ist der Grund. Es ist nicht wirklich eine Sprache. Schweizerdeutsch ist ein sehr komplexes Phänomen und eher ein Dialekt als eine richtige Sprache. Oder eine Sammlung von Dutzenden verschiedener Dialekte. Wie viele es sind, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen.

Schweizerdeutsch wird nur gesprochen, nicht offiziell geschrieben. Es folgt keinen strengen grammatikalischen Regeln. Deshalb führen die ständigen Streitereien zwischen Schweizern darüber, wer es richtig sagt, eigentlich zu nichts. Das hält uns allerdings noch lange nicht davon ab, trotzdem rege zu debattieren.

Die Schweiz grenzt an fünf Länder

Die fünf Länder, die an die Schweiz grenzen, sind Italien im Süden, Frankreich im Westen, Deutschland im Norden und Österreich und Liechtenstein im Osten. Das erklärt, warum der französische Teil der Schweiz im Westen liegt, während im südlichen Teil, im Tessin, Italienisch gesprochen wird.

Genfersee (Foto: Schweiz Tourismus, Giglio Pasqua)  Genfersee (Foto: Schweiz Tourismus, Giglio Pasqua)
Monte San Salvatore (Foto: Schweiz Tourismus, Renato Bagattini)Monte San Salvatore (Foto: Schweiz Tourismus, Renato Bagattini)

Die Schweiz hat keinen Meeranschluss

Wenn du in der Schweiz bist, stehen viele Aktivitäten auf dem Programm. Ob Wandern, Mountainbiken, River Rafting, Paragliding, Canyoning, Klettern, Kajakfahren und viele andere coole Dinge. Leider stehen Whale Watching und Tauchen nicht auf der Liste. Die Schweiz ist komplett von Land umgeben und der einzige Zugang zum Meer sind unsere Flüsse. Also lass deinen Schnorchel zu Hause und nimm stattdessen deine Wanderschuhe mit.

Wälder in der Schweiz sind geschützt

Im 19. Jahrhundert führte das dramatische Abholzen von Bäumen und Wäldern zu zahlreichen Katastrophen wie Erdrutschen und Lawinen. Das veranlasste die Schweizer, ihre Wälder unter Schutz zu stellen. Als das neue Gesetz im Jahr 1876 herauskam, war es revolutionär. Es besagte, und besagt auch heute noch, dass Wälder an einem Ort nur abgeholzt werden dürfen, wenn die gleiche Menge an anderer Stelle in der Schweiz wieder aufgeforstet wird.

Die Schweiz liebt Käse…

Du hast dich bestimmt schon gefragt, wann wir den Schweizer Käse erwähnen würden, oder? Nun, jetzt ist es soweit. In der Schweiz gibt es über 450 verschiedene Käsesorten. Wie du dir sicher denken kannst, geht das weit über die löchrigen Cheddar-Scheiben hinaus. Oder was auch immer heutzutage als "Schweizer Käse" verkauft wird…

Wenn du dich dafür interessierst, wie Schweizer Käse hergestellt wird und wo du bei der Käseproduktion zuschauen kannst, dann lies unseren Artikel über die Schaukäsereien der Schweiz.

… und Schokolade

Genauso wie die Schweizer ihren Käse lieben, lieben sie auch ihre Schokolade. So sehr, dass sie über 10 kg pro Kopf und Jahr konsumieren. Kein Wunder, dass der Besuch einer Schokoladenfabrik in der Schweiz ein sehr beliebter Zeitvertreib ist. Immerhin ist es das Land, in dem die Milchschokolade erfunden wurde.

Um mehr über Schweizer Schokolade zu erfahren und zu sehen, wo sie hergestellt wird, schau dir unseren Artikel über die Schweizer Schokoladenfabriken an.

… und Uhren

Pünktlichkeit ist etwas, worauf die Schweizer stolz sind. Zumindest die Mehrheit. Das hat vielleicht etwas mit der reichen Geschichte der Schweizer Uhrenindustrie zu tun. Genf, Neuchatel, La Chaux-de-Fonds und andere Orte in der Westschweiz spielten eine grosse Rolle dabei, die Schweizer Uhrenindustrie zu dem zu machen, was sie heute ist.

Einige der bekanntesten Namen wie Rolex, Patek Philippe, Zenith, TAG Heuer, Swatch, Omega, Breitling und IWC stammen aus der Schweiz. In der Schweiz gibt es übrigens zahlreiche Uhrenmuseen, falls du dich dafür interessierst. Wie beispielsweise die Uhrenmanufaktur Zénith in Le Locle.

 Schweizer Käse gehört zu einem guten Picknick (Foto: Schweiz Tourismus, Silvano Zeiter) Schweizer Käse gehört zu einem guten Picknick (Foto: Schweiz Tourismus, Silvano Zeiter)
Die Milchschokolade wurde in der Schweiz erfunden (Foto: Seraina Zellweger)Die Milchschokolade wurde in der Schweiz erfunden (Foto: Seraina Zellweger)

Die Schweiz ist ein Land der Züge

Mit über 5300 Bahnkilometern ist die Schweiz ein Land der Bahnfahrer. Keine andere Nation in Europa legt mehr Kilometer mit dem Zug zurück als die Schweizerinnen und Schweizer. Das ist nicht verwunderlich, denn die Schweiz hat eines der dichtesten Eisenbahnnetze der Welt. Wenn du mehr über öffentliche Verkehrsmittel in der Schweiz erfahren möchtest, lies unseren Artikel zu diesem Thema.

Die Schweiz hat eine quadratische Flagge

Abgesehen vom Vatikanstaat ist die Schweiz das einzige Land der Welt mit einer quadratischen Flagge. Den Grund dafür finden wir, wie so oft, in der Geschichte. Schon im 14. Jahrhundert benutzten Schweizer Soldaten das weisse Kreuz auf einem quadratischen, roten Hintergrund, um sich im Feld gegenseitig zu erkennen. Dieses Symbol blieb bestehen und 1848 wurde das weisse Kreuz auf rotem Grund zur offiziellen Schweizer Flagge.

Bahnhof Eigergletscher der Jungfraubahnen (Foto: Jungfraubahnen)Bahnhof Eigergletscher der Jungfraubahnen (Foto: Jungfraubahnen)
Die Schweiz hat eine quadratische Flatte (Foto: Seraina Zellweger)Die Schweiz hat eine quadratische Flatte (Foto: Seraina Zellweger)

Die Schweiz hat die wertvollste Banknote

Keine andere Banknote auf der Welt ist mehr wert als der violette 1000 CHF Schein. Er ist allerdings kein gängiges Zahlungsmittel, das dir im Alltag oft begegnet. Viele Leute benutzen ihn, um Bargeld in einem Tresor aufzubewahren oder um grosse Summen in bar zu bezahlen. Du kannst zwar deine Einkäufe mit einer 1000 CHF Banknote bezahlen. Aber erwarte dabei nicht, dass dieser Vorgang so einfach ist wie mit einer 100 CHF Note. Häufig muss die Person an der Kasse die Note im Tresor umtauschen und es wird überprüft, ob das Geld echt ist.

Mehr als die Hälfte der Schweiz besteht aus Bergen

Die Alpen machen ganze 60% des Landes aus. Diesen Anteil erhöht das Juragebirge um weitere 10%. Gut drei Viertel der Schweiz besteht somit aus Bergen. Dieser Teil wird allerdings nur von einem Zehntel der Bevölkerung bewohnt.

Die Bergregionen mit ihrem Reichtum an Schönheit und Natur sind für den Schweizer Tourismus enorm wichtig. Sie sind Lebensraum für gefährdete Tierarten und teils seltene Bergpflanzenarten. Mit etwas Glück entdeckst du die Kult-Alpenblume Edelweiss, ein Symbol der Schweiz.

48 Schweizer Gipfel sind über 4000 Meter hoch

Die Auswahl an grossen Höhen ist in der Schweiz enorm. Über 2000 Berge gelten als 2000er. Etwas mehr als 1000 sind 3000er und fast fünfzig Berggipfel überragen die 4000er-Marke. Bei luftigen 3454 m ü. M. betrittst du auf dem Jungfraujoch die höchste Bahnstation Europas.

Aufgrund seiner Todesrate zählt das Matterhorn zu den weltweit 10 gefährlichsten Bergen. Dazu gehört auch der fast 4000 m hohe Eiger mit dessen 1800 m steilen Nordwand.

Hier die Top-Ten der Schweizer Gipfel über 4000 Meter:

  1. Dufourspitze | 4634 m ü. M. | Wallis
  2. Dom | 4545 m ü. M. | Wallis
  3. Liskamm | 4527 m ü. M. | Wallis
  4. Weisshorn | 4505 m ü. M. | Wallis
  5. Matterhorn | 4478 m ü. M. | Wallis
  6. Dent Blanche | 4357 m ü. M. | Wallis
  7. Grand Combin | 4314 m ü. M. | Wallis
  8. Finsteraarhorn | 4274 m ü. M. | Bern/Wallis
  9. Zinalrothorn | 4221 m ü. M. | Wallis
  10. Alphubel | 4206 m ü. M. | Wallis

Der längste Gletscher Europas befindet sich in der Schweiz

Mit seinen 23 km ist der Aletschgletscher im Kanton Wallis der längste Gletscher Europas. Zwischen den Bergmassiven Eiger, Mönch und Jungfrau windet sich dieser Riese aus Eis und Geröll durch atemberaubende Hochgebirgslandschaften. Im Herzen der Alpen gehört er zum grössten zusammenhängenden Gletschergebiet auf dem Kontinent.

Als Spitze eines klimatischen Eisbergs schmilzt der gigantische Aletschgletscher dahin. In 80 Jahren werden kleine Gletscher verschwunden sein und grosse an Substanz eingebüsst haben. Diese Schweizer Naturstätte des UNESCO-Welterbes steht vor grossen Herausforderungen.

Aletschgletscher (Foto: Schweiz Tourismus, Christian Perret)Aletschgletscher (Foto: Schweiz Tourismus, Christian Perret)
Gornergrat Blick zu Monte Rosa mit Dufourspitze und Gornergletscher (Foto: Schweiz Tourismus, Marcus Gyger)Gornergrat Blick zu Monte Rosa mit Dufourspitze und Gornergletscher (Foto: Schweiz Tourismus, Marcus Gyger)

In der Schweiz gibt es 13 UNESCO-Welterbe Stätten

Einmalige Natur- und Kulturgüter stehen unter der Fürsorge und Schutz der gesamten Menschheit. So der Grundgedanke der UNESCO-Welterbeliste, die rund 1200 ausgewählte Güter in fast 170 Ländern umfasst. In der Schweiz gibt es 13 Stätten des UNESCO-Welterbes.

  1. Altstadt von Bern | 1983 in die Welterbeliste aufgenommen | Kulturerbe
  2. Kloster St. Johann in Val Müstair GR | 1983 aufgenommen | Kulturerbe
  3. Stiftsbezirk St. Gallen | 1983 | Kulturerbe
  4. Burgen, Festungs- und Stadtmauern von Bellinzona | 2000 | Kulturerbe
  5. Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch | 2001, 2007 | Naturerbe
  6. Monte San Giorgio | 2003, 2010 | Naturerbe
  7. Lavaux Weinberg-Terrassen | 2007 | Kulturerbe
  8. Schweizer Tektonikarena Sardona | 2008 | Naturerbe
  9. Rhätische Bahn in der Region Albula/Bernina | 2008 | Kulturerbe
  10. La Chaux-de-Fonds / Le Locle, Stadtlandschaft Uhrenindustrie | 2009 | Kulturerbe
  11. Prähistorische Pfahlbauten rund um die Alpen | 2011 | Kulturerbe
  12. Le Corbusiers architektonisches Werk | 2016 | Kulturerbe
  13. Alte Buchen(ur)wälder in Regionen Europas | 2021 | Naturerbe/Erweiterung

Die Schweiz ist das Wasserschloss Europas

Über 1500 Seen und 60'000 km Fliessgewässer versehen einen guten Teil der Schweizer Landesfläche mit kostbarem Nass. Europas Trinkwasser stammt zu 6% aus dem Alpenland. Hiesige Quellen speisen grosse Ströme wie den Rhein, die Rhone und den Inn sowie die Po-Ebene. In diesem natürlichen Reservoir wird dir bewusst: Die Schweiz ist das Wasserschloss Europas.

Alles beginnt in den Schweizer Alpen. Sprudelnde Quellen, ausgiebige Niederschläge sowie reichlich Schmelzwasser sorgen für den Wasserreichtum. Im Sommer laden dich Seen, Flüsse und Bäche zum immer nahen Badevergnügen ein.

Die Schweiz ist auf Tunnel spezialisiert

Die Schweiz ist eine Tunnelnation. Schon 1707 baute der Tessiner Ingenieur Pietro Morettini mit dem «Urnerloch» den ersten Verkehrstunnel. Seitdem entstanden über 1300 solcher Bauwerke mit insgesamt 2000 km Strassen und Schienen.

Zweifellos geniessen die Schweizer den Ruf als hervorragende Tunnelbauer. Seit 2016 führt der längste Bahntunnel der Welt mit seinen 57 km durch das Gotthard-Massiv. Der Bau des Gotthard-Basistunnels beeindruckt: 2400 Arbeiter, 17 Jahre Bauzeit, 11 Milliarden Baukosten. Täglich passieren 260 Güter- sowie 65 Passagierzüge.

Die 28 Millionen m3 Aushubgestein sind als Eisenbahnschotter oder Zuschlagstoff für Beton teils recycelt. Beim Durchfahren findest du den Ausbruch als Spritzbeton am Innengewölbe wieder. Du siehst, die Schweiz ist auch auf Recycling-Tunnel spezialisiert.

 Val d'Herens Tunnel (Foto: Schweiz Tourismus, Marcus Gyger) Val d'Herens Tunnel (Foto: Schweiz Tourismus, Marcus Gyger)
Die Station Eismeer der Jungfraubahnen ist in einem Tunnel (Foto: Schweiz Tourismus, PatitucciPhoto)Die Station Eismeer der Jungfraubahnen ist in einem Tunnel (Foto: Schweiz Tourismus, PatitucciPhoto)

Die Schweiz hat sieben Staatsoberhäupter

Die Schweiz ist das Land der sieben Staatsoberhäupter und somit der sieben Regierungschefs. Das Amt des Staatsoberhaupts üben die sieben Bundesratsmitglieder der Schweizer Regierung gemeinsam als Kollegium aus. Das Amt des Bundespräsidenten der Schweiz übernimmt jedes Jahr ein anderes Mitglied des Bundesrates. Diese Funktion besteht lediglich aus Repräsentationspflichten sowie einzelne Vorsitzaufgaben. Ansonsten ist der Bundespräsident mit den anderen Mitgliedern des Bundesrates gleichgestellt. Der siebenköpfige Bundesrat ist eine ausgeprägte Kollektivbehörde. Deren Entscheidungen vertritt jedes einzelne Mitglied auch, wenn sie nicht der eigenen Meinung oder Parteilinie entsprechen. Du siehst, Konsens und Kollegialität sind eine Schweizer Spezialität.

Die Schweiz hat 26 Kantone

Die Eidgenossenschaft entstand etappenweise aus dem Zusammenschluss souveräner Gebiete. Die Schweiz hat deshalb 26 Kantone. Noch heute haben sie ihre eigene Verfassung, Gesetze, Regierung und Polizei. Auf kleinstem Territorium stösst du auf 26 Schulsysteme mit verschiedenen Ferien- und Stundenplänen.

Am Anfang waren die Schweizer Kantone Staatswesen mit eigener Währung und Wehr. Im 19. Jahrhundert wuchsen sie zu einem Staatenbund und schliesslich zum heutigen föderalistischen Bundesstaat zusammen.

Hier findest du eine Liste der einzelnen Kantone mit ihrem Beitrittsjahr und einigen Infos:

  • Zürich | 1351 | grösster Einwohnerkanton: 1.5 Millionen Einwohner
  • Bern | 1353
  • Luzern | 1332
  • Uri | 1291
  • Schwyz | 1291
  • Obwalden | 1291
  • Nidwalden | 1291
  • Glarus | 1352
  • Zug | 1352
  • Freiburg | 1481
  • Solothurn | 1481
  • Basel-Stadt | 1501 | kleinster Flächenkanton: 37 km2
  • Basel-Landschaft | 1501
  • Schaffhausen | 1501
  • Appenzell Ausserrhoden | 1513
  • Appenzell Innerrhoden | 1513 | kleinster Einwohnerkanton: 16'000 Einwohner
  • Sankt Gallen | 1803
  • Graubünden | 1803 | größter Flächenkanton: 7105 km2
  • Aargau | 1803
  • Thurgau | 1803
  • Tessin | 1803
  • Waadt | 1803
  • Wallis | 1815
  • Neuenburg | 1815
  • Genf | 1815
  • Jura | 1979

Die Schweizer stimmen viermal im Jahr ab

In vielen Ländern dürfen Wähler nur alle vier oder fünf Jahre an die Urne. Schweizer stimmen viermal im Jahr ab - eine Folge der direkten Demokratie. Als oberste politische Instanz hat das Schweizer Stimmvolk zu Sachfragen das letzte Wort.

Über Referendumsrechte und Volksinitiativen bestimmen Bürger die Staatsgeschäfte mit. Bis 2041 ist in der Bundeskanzlei eine Abstimmung pro Quartal vorgesehen. Eingeplant sind Abstimmungstage jeweils in den Monaten Februar/März, Mai/Juni, September/Oktober oder November. Offen bleiben die Abstimmungsinhalte, die sich allmählich aus dem Politalltag ergeben.

Die Lebenserwartung in der Schweiz ist hoch

Zwar existiert das Lebenselixier (noch) nicht, die Lebenserwartung in der Schweiz nimmt aber laufend zu. Bei Männern liegt die durchschnittliche Lebensdauer aktuell bei 82 Jahren, bei Frauen sind es 86 Jahre. 1900 betrug die Lebensspanne 46–49 Jahre, wobei kaum jemand das Lebensjahrhundert erreichte. Die Hauptgründe für die hohe Lebenserwartung sind: minimale Säuglingssterblichkeit, gute Ernährung, bessere Lebens- und Hygieneverhältnisse sowie die moderne Medizin.

Die steigende Lebenserwartung macht Druck auf das nationale Rentensystem. Immer weniger Erwerbstätige schultern die zunehmende Anzahl der Pensionsberechtigten. Dennoch bleibt dir die Gewissheit, dass die hohe Lebenserwartung eine grossartige Errungenschaft unserer Zeit ist.

Die Aare bei Bern Belp (Foto: Gabriela Keusch)Die Aare bei Bern Belp (Foto: Gabriela Keusch)
Edelweiss Blume (Foto: Gabriela Keusch)Edelweiss Blume (Foto: Gabriela Keusch)

Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz ist gering

Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz ist gering und erreicht Rekordtiefs. Mit ihrer niedrigen Arbeitslosenzahl steht die Schweiz an erster Stelle. Wirtschaftsstarke EU-Länder verzeichnen doppelt so viel Arbeitslosigkeit, während EU-Schlusslichter 15% überschreiten. Du fragst warum? Sicher spielen die robuste Schweizer Wirtschaft und kluge Wirtschaftspolitik eine Rolle.

In der Schweiz unterstützen die Arbeitsämter Arbeitslose bei der Jobsuche und bezahlen die Weiterbildung. Die Schweizer verkörpern Werte wie Arbeitsethos, Zuverlässigkeit, Verantwortung und Bildung. In einem der weltweit innovativsten Länder gedeiht das Wirtschaftsleben praktisch ohne Arbeitslosigkeit.

Der Herr der Ringe wurde durch die Schweiz inspiriert

Ein junger Engländer unternahm 1911 eine Alpentour durch die Schweiz. Es war der berühmte Schriftsteller J.R.R. Tolkien (1892-1973), Autor des Welterfolgs “Der Herr der Ringe”. Von der Schweizer Bergwelt inspiriert, schuf er die Heimat der Elben und Hobbits. Das Berner Silberhorn gilt als Vorlage für den Nebelberg “Celebdil”. In Interlaken am Brienzersee findest du die vom Drachen “Smaug” angegriffene “Seestadt” wieder.

Blickst du auf das Matterhorn, erkennst du “Erebor”, den Heimatberg der Zwerge. “Sie wissen schon, dass es den Hobbit ohne die Schweiz gar nie gegeben hätte?”, so der Gründer des weltgrössten Mittelerde-Museums im Bündner Jenins. Echte Fans scheuen nicht die zwingende Voranmeldung. Dafür bekommst du eine sachkundige Führung durch Tolkiens sagenumwobene Zauberwelt.

Matterhorn (Foto: Schweiz Tourismus)Matterhorn (Foto: Schweiz Tourismus)
Der Herr der Ringe wurde von der Schweiz inspiriert (Foto: Schweiz Tourismus Sylvia Michel)Der Herr der Ringe wurde von der Schweiz inspiriert (Foto: Schweiz Tourismus Sylvia Michel)

Charlie Chaplin starb in der Schweiz

In “Chaplin’s World” erwartet dich ein besonderes Museumserlebnis. Das “Manoir de Ban” bei Vevey beherbergt Sir Charles Spencer Chaplins (1889 - 1977) Lebenswerk. In diesem Herrschaftshaus verbrachte die Filmlegende seine letzten 25 Lebensjahre. Der erste Weltstar des Kinos genoss es, sich in der Schweiz ungestört bewegen zu können. Er liebte Landausflüge und spazierte gerne mit seinen Kindern zum Abendessen nach Vevey. Charlie Chaplin starb mit 88 Jahren in der Schweiz.

Das (heutige) Internet wurde in der Schweiz erfunden

Unser allpräsentes World Wide Web kam im Schweizer Forschungsinstitut CERN bei Genf zur Welt. Das CERN ist eines der weltweit bedeutendsten Zentren für physikalische Grundlagenforschung. Unser heutiges Internet verdanken wir den geistigen Vätern und Erfindern Tim Berners-Lee und Robert Cailliau vom CERN. Mehr über die Erfindungen der Schweiz findest du in unserem Artikel zu diesem Thema. Auf der Schwelle des neuen Jahrtausends trat die Menschheit in eine neue Epoche ein. Am 13. November 1990 stellte das CERN die erste Webseite über seinen eigenen Webserver online: info.cern.ch. Die Welt, wie wir sie kannten, veränderte sich grundlegend.

James Bonds Mutter ist Schweizerin

Agent 007, alias James Bond, ist Ian Flemings berühmte Romanfigur und somit eine fiktive Person. Spärlichen Romanangaben zufolge ist James der Sohn eines schottischen Ingenieurs und der Waadtländerin Monique Bond, geborene Delacroix. Einer Schweizer Bergsteigerin. Im wahren Leben hiess sie Monique Panchaud de Bottens. Sie war attraktiv und mit Ian Fleming eine Weile verlobt. Für Fleming galt sie als die Coco Chanel der Schweiz.

Der Dalai Lama besitzt ein Weingut in der Schweiz

Wie ein ausgebreitetes Handtuch steht im Walliser Ort Saillon das kleinste Weingut der Welt. Diese 1.6 m2 mit nur vier Rebstöcken gehören dem Dalai Lama. Weingutsbesitzer wurde der höchste Lama 1999, als ihm der katholische Abbé Pierre diesen Rebberg schenkte. Zwanzig Jahre zuvor wurde es zu Ehren des “Robin Hoods der Alpen” Joseph-Samuel Farinet errichtet. Im 19. Jahrhundert hatte dieser mit Falschgeld den Armen geholfen.

Einmal im Jahr versteigert das tibetische Oberhaupt 1000 Flaschen “Friedenswein”. Die wenigen Deziliter aus dem winzigen Weinberg überbrücken umliegende Winzer-Kollegen mit ihren Trauben. Mit den rund 20'000 Franken Versteigerungserlös hilft der Dalai Lama Bedürftigen dieser Welt. Somit ist er der kleinste Grundbesitzer der Schweiz.

Das Rote Kreuz wurde in der Schweiz gegründet

Im Jahr 1859 wurde der Genfer Geschäftsmann und Humanist Henry Dunant (1828-1910) Zeuge der Schlacht von Solferino. Das Elend war enorm und traf den gläubigen Dunant schwer. Ein alles entscheidender Satz begann die Runde zu machen: “Siamo tutti fratelli” – “Wir sind alle Brüder”.

Ob Freund oder Feind, die Bewohner der nahen Stadt Castiglione versorgten alle Opfer ohne Ansehen der Person. Dunant half an vorderster Front tatkräftig mit. Seine Forderung nach multinationalen Hilfsgesellschaften wurde unüberhörbar. 1863 stellte er seine Ideen der “Gemeinnützigen Gesellschaft” in Genf vor. Es war die Geburtsstunde des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes, dem heutigen IKRK.

Die Verwandtschaft des Rotkreuzabzeichens mit dem Schweizer Kreuz war daher kein Zufall. Genf wurde und blieb IKRK-Hauptsitz. Weltweit vervielfachten sich bis heute die IKRK-Einsätze in über 100 Ländern. Die Mitarbeiterzahl stieg auf aktuelle 20'000 und die Zahl der Freiwilligen kletterte auf derzeit über 10 Millionen. Im Jahr 1901 erhielt der Schweizer Henry Dunant zusammen mit dem französischen Pazifisten Frédéric Passy den ersten Friedensnobelpreis.

Dezaley Weinlese (Foto:  Schweiz Tourismus, Peter Maurer) Dezaley Weinlese (Foto: Schweiz Tourismus, Peter Maurer)
Salgesch Traubenlese (Foto: Schweiz Tourismus)Salgesch Traubenlese (Foto: Schweiz Tourismus)

Meerschweinchen dürfen in der Schweiz nicht alleine leben

“Popcorning”, so heissen die Freudensprünge eines glücklichen Meerschweinchens. Wie Maiskörner in einer heissen Pfanne springen sie herum, wenn sie begeistert sind. Anlass hierfür gibt auch dieser Satz aus unserem Tierschutzgesetz: “Tieren soziallebender Arten sind angemessene Sozialkontakte mit Artgenossen zu ermöglichen”. Meerschweinchen gehören definitiv zu diesen soziallebenden Tieren.

Sie schliessen Freundschaften und kümmern sich um alte und kranke Artgenossen. Unsere haarigen “Meersäuli” leben in einem Harem, wenn du sie lässt. Ausserdem ist es verboten, sie übermässigem Lärm auszusetzen, schliesslich hören sie besser als wir.

Dieselbe Regel gilt übrigens für Tiere wie Ziervögel, Ratten, Mäuse, Chinchillas und Papageien.

Du kannst deinem Kind nicht irgendeinen Namen geben

“Ein Buchstabe ist kein Vorname”, meinte ein Zürcher Gericht, “nichts weiter als eine Spielerei der Eltern”. Damit ersparten die Richter dem ungefragten Baby den Monobuchstaben-Namen “J”. Alle Babynamen unterstehen in der Schweiz einer Genehmigung des Zivilstandsamtes.

Erfindest du Namen, wird es problematisch. Entscheidend ist das Kindeswohl, weshalb bizarre oder absurde Namen als Zumutung gelten. Eine Schweizer Musikerin durfte ihre Tochter nicht “Lexikon” nennen. Abgelehnt wurden auch:

  • Biblische Bösewichte wie Kain oder Judas
  • Marken wie Chanel, Porsche oder Bentley
  • Mädchennamen für Jungen und umgekehrt
  • Ortsnamen wie Paris, London oder Tokyo
  • Brandneue Fantasienamen von euphorischen Eltern

Einige US-Promi-Kinder hätten in der Schweiz also andere Vornamen. Brad Pitts & Angelina Jolies Kreationen kämen hierzulande auf den Prüfstand: Maddox Chivan, Pax Thien, Zahara Marley, Shiloh Nouvel, Knox Léon, Vivienne Marcheline. Kreativität bei der Namensgebung geht zwar verloren, aber die Kinder werden es womöglich danken.

Den höchstgelegenen Bahnhof Europas findest du in der Schweiz

Top of Europe heisst der Kopfbahnhof auf dem Jungfraujoch in 3454 m Höhe. Es ist die Endstation einer spektakulären Zugstrecke. Jährlich gelangen eine Million Besucher zum höchstgelegenen Bahnhof Europas am Ausgang eines 7 km langen Tunnels. Unzählige Hände schlugen es im auslaufenden 19. Jahrhundert 16 Jahre lang buchstäblich in den Fels.

Der vom Schweizer Industriellen Guyer-Zeller realisierte Bau der Jungfraubahn durch das Bergmassiv gilt als Pionierwerk und technische Meisterleistung. Davor blieb der Berg im ewigen Schnee und Eis der Berner Alpen einem breiten Publikum vorenthalten. Bis zur Ankunft auf dem Jungfraujoch überwindet der Zug 1400 Höhenmeter mit Zwischenstopps für die Höhenakklimatisierung.

Am Top of Europe beginnt dein ultimatives Alpenerlebnis. Vom Bahngleis gelangst du auf die Aussichtsplattform. Dort rauben dir die dünne Luft und ein Bergpanorama mit 200 Alpengipfeln den Atem. Du blickst auf Europas längsten Gletscher, den Aletsch, inmitten der UNESCO-Welterbestätte Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch.

Abgesehen vom höchsten Bahnhof Europas triffst du in der Schweiz auf eine ganze Reihe weiterer Bahn-Superlativen:

  • Höchste Adhäsionsbahn (keine Zahnradbahn) Europas: Berninabahn über den Berninapass | 2253 m ü. M.
  • Längster Eisenbahntunnel der Welt: Gotthard-Basistunnel | 57 km Länge
  • Langsamster Schnellzug der Welt: Glacier-Express von St. Moritz nach Zermatt | 37 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit
  • Älteste Bergbahn Europas: Vitznau-Rigi-Bahn | 1871 eröffnet
  • Längste Zahnradbahn Europas: Wengernalpbahn | 19 km Länge
  • Steilste Zahnradbahn der Welt: Pilatusbahn von Alpnachstad auf den Pilatus | 48 % Steigung
  • Kürzeste Bahn Europas: Standseilbahn Marzili in Bern | 105 m Länge
  • Steilste Standseilbahn Europas: Stoos-Seilbahn im Kanton Schwyz | 110 % Steigung
Bernina Express (Foto: Schweiz Tourismus)Bernina Express (Foto: Schweiz Tourismus)
Der höchstgelegene Bahnhof Europas ist auf dem Jungfraujoch (Foto: Jungfraubahnen)Der höchstgelegene Bahnhof Europas ist auf dem Jungfraujoch (Foto: Jungfraubahnen)

… und die längste Treppe der Welt

Die längste Treppe der Welt schafft es ins Guinnessbuch der Rekorde. Sie steht in der Schweiz - genauer: in den Berner Alpen. Über den Thuner See führen 11'674 Stufen zum 2362 m hohen Niesen hinauf. Aber du nimmst wohl besser die Zahnradbahn.

Als Betriebstreppe neben den Schienen der Niesenbahn dient sie ausschliesslich den Wartungsarbeiten. Zur Bewältigung dieser Stufen braucht der Normalsterbliche fünf Stunden. 300 Power-Frauen und Power-Männer aus 20 Ländern finden sich beim jährlichen Niesenlauf zum Sturm auf die Treppe ein. Der aktuelle Rekordhalter Emmanuel Vaudan schaffte 2011 die 1643 Höhenmeter in knapp einer Stunde.

Die Schweizer spülen ihre Toiletten mit Trinkwasser

Was tust du, wenn du nachts durstig in deinem Schweizer Hotel erwachst? Du trinkst Leitungswasser aus dem Wasserhahn. Die Schweiz gehört weltweit zu den ersten zehn Ländern mit der besten Wasserqualität.

Dank günstigen klimatischen und geologischen Verhältnissen besitzt die Schweiz sauberes Wasser in reichlichen Mengen. Eine nachhaltige Gewässerschutzpolitik verleiht dem Schweizer Leitungswasser zudem Trinkwasserqualität. Was aus dem Versorgungsnetz in Wasserhähne, Duschen und WCs gelangt, ist Trinkwasser.

Die Schweizer kühlen keine Eier

Während sich Eier ungekühlt auf Schweizer Verkaufsregalen stapeln, findest du sie im US-Supermarkt in den Kühlfächern. Dortige Vorschriften ordnen gründliches Waschen nach dem Legen an. Dadurch zersetzt sich die äussere Schutzschicht der Schale, weshalb die reingewaschenen Eier im Kühlen lagern. Auf diese Weise bleiben sie keimfrei.

Die Schweizer kühlen keine Eier. Eierwaschen ist hierzulande und in ganz Europa verboten. Damit behält die Eierschale ihren Schutzbelag, was aber bei Kühlung Schimmelbildung verursachen kann. So sehr ein Ei dem anderen gleicht, so gegensätzlich sind diese beiden Hygieneansätze.

Die Schweiz hat viele Banken

Weit sind sie nie: Die zahlreichen Banken gelten hierzulande als relevanter Wirtschaftszweig. Mit ihren über 300'000 Mitarbeitern verwalten sie als globale Marktführer rund 7000 Milliarden Franken. Das macht ein Viertel des grenzüberschreitenden Weltvermögens aus.

Warum sind Schweizer Banken beliebt? Gründe findest du in der wirtschaftlichen und innenpolitischen Stabilität sowie der aussenpolitischen Neutralität der Schweiz. Das vorteilhafte Steuersystem und eine strenge Bankenaufsicht erhöhen die Attraktivität des Finanzplatzes. Hohe Professionalität und Zuverlässigkeit bescheren helvetischen Finanzinstituten internationales Vertrauen.

In der Schweiz werden Eier nicht gekühlt verkauft (Foto: Unsplash)In der Schweiz werden Eier nicht gekühlt verkauft (Foto: Unsplash)
Paradeplatz in Zürich (Foto: Schweiz Tourismus)Paradeplatz in Zürich (Foto: Schweiz Tourismus)

In der Schweiz herrscht Wehrdienstpflicht

Früh musste die Schweiz ihre Souveränität vor Grossmächten behaupten. Bis zum Ende des Kalten Krieges war die Schweizer Milizarmee ein Massenheer von 600‘000 Soldaten. Der Mauerfall 1989 brachte Frieden und Nachbarländer schafften die Wehrpflicht ab.

Geblieben ist der eidgenössische Milizgedanke: Jeder Bürger ist ein Soldat. Trotz reduziertem Armeebestand herrscht in der Schweiz weiterhin die Wehrdienstpflicht. Sie beginnt zwischen 18 und 30 Jahren mit einer 18-wöchigen Rekrutenschule und dauert 10 Jahre. In dieser Zeit finden sechs Wiederholungskurse von je drei Wochen statt.

Falls Gewissensgründe gegen einen bewaffneten Wehrdienst sprechen, musst du längeren Zivildienst verrichten. Zunehmend leisten Frauen freiwilligen Militärdienst. Heute noch darf jeder Soldat seine Waffe zu Hause aufbewahren. Dieser weltweit einmalige Vertrauensbeweis gehört zum traditionellen Milizgedanken einer wehrwilligen Schweiz.

Waffenbesitz ist in der Schweiz verbreitet

In Schweizer Haushalten lagern über zwei Millionen Schusswaffen. Das Schweizerische Milizsystem und eine teils liberale Waffengesetzgebung ermöglichen es. In der Schweiz herrschen strikt befolgte Umgangsregeln mit Feuerwaffen und eine Leumundspflicht bei deren Kauf.

Obwohl der Waffenbesitz in der Schweiz verbreitet ist, bleibt es friedlich. In den waffenfreundlichen Vereinigten Staaten sind es 5 Erschossene pro 100'000 Einwohner, hierzulande sind es 0.02 Fälle.

Die Schweizer lieben ihren Sonntag

Vor 1700 Jahren erklärte Kaiser Konstantin den Sonntag zum Ruhetag. Der “Tag des Herrn” begann als religiöse Vorschrift und entwickelte sich zur Tradition. Die Schweizer lieben ihren Sonntag und sehen diesen arbeitsfreien Tag als Grundrecht. Vorstösse, den Sonntag freier zu gestalten, lehnt das Stimmvolk an der Urne regelmässig ab.

Sonntagsarbeit ist für Arbeitgeber in der Schweiz teuer. Kostengründe und Regulierungen machen die Läden dicht. Shoppen geht nur an Bahnhöfen, Flughäfen, Tankstellen, Ausnahmesonntagen und in einigen Tourismus-Destinationen. Rücksichtnahme gegenüber Nachbarn und Sonntagsruhe geniessen in der Schweiz einen hohen Stellenwert. Rasenmähen oder lärmige Handwerksarbeiten im Haus sind verpönt.

SAC Hütte im Toggenburg (Foto: Schweiz Tourismus, Christof Sonderegger)SAC Hütte im Toggenburg (Foto: Schweiz Tourismus, Christof Sonderegger)
Ein typischer, gemütlicher Sonntag in der Schweiz (Foto: Schweiz Tourismus, Giglio Pasqua)Ein typischer, gemütlicher Sonntag in der Schweiz (Foto: Schweiz Tourismus, Giglio Pasqua)

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