Έκθεση

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«Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie viele Pflanzen es gibt. Viele sind vom Aussterben bedroht und doch werden beinahe täglich auch neue entdeckt», schreibt Kathy Willis, ehemalige Direktorin der Royal Botanic Gardens, Kew (London). Wissenschaftliche Schätzungen gehen von 300’000 bis 400’000 Pflanzenarten weltweit aus. Viele von ihnen gedeihen sogar unter den extremsten Bedingungen oder entwickeln sich in Reaktion auf veränderte Lebensbedingungen und Herausforderungen kontinuierlich weiter. Auch in der Sammlung Würth ist die florale Diversität gross. Vasen voller prächtiger Sträusse bei Gabriele Münter und Emil Nolde, blühende Wiesen bei Philipp Bauknecht, reduzierte Naturmotive bei Alex Katz, aber auch dystopische Hinweise auf eine aus den Fugen geratene Welt, etwa bei den überwältigenden Blumenkompositionen von Marc Quinn – sie alle zeigen, wie unterschiedlich Künstlerinnen und Künstler die Pflanzenwelt als Motiv interpretiert haben. Dabei sind Pflanzen in der Kunst weit mehr als dekorative Bildgegenstände. Sie können Schönheit und Vergänglichkeit symbolisieren, spirituelle und philosophische Fragen aufwerfen, ökologische Aspekte beleuchten und sogar politische Botschaften vermitteln. Die neue Ausstellung im Forum Würth Rorschach widmet sich den vielfältigen Darstellungen von Blumen und Gärten und lädt dazu ein, ihren Geheimnissen und Bedeutungen im Wandel von Kunst, Kultur und Gesellschaft nachzuspüren.

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