Ski mieten Schweiz

Was du über Ski mieten in der Schweiz wissen solltest

Ski mieten ist in der Schweiz sehr einfach. Du findest in den meisten Skigebieten die Möglichkeit, Ski inklusive Ausrüstung für deinen Winterurlaub zu mieten. Die Auswahl des richtigen Ski Equipments ist dabei sehr wichtig. Mit den richtigen Tipps und Richtlinien findest du deine passende Ausrüstung.

Ski mieten Aktivitäten und Tickets

Du planst einen Winterurlaub in der Schweiz, möchtest aber nicht extra eine Skiausrüstung kaufen oder deine eigene mitschleppen? Kein Problem, denn mittlerweile gibt es in jedem Skigebiet in der Schweiz genügend Anbieter. So kannst dir Ski aller Modelle und Preisklassen ausleihen. Ob Ski Alpin, Ski Nordisch oder Snowboards spielt dabei keine Rolle.

Aber wie findest du das beste Ski Equipment, das optimal zu dir und deinen Fahrkenntnissen passt? Und was gibt es sonst noch beim Ski Mieten zu beachten?

(Foto: Destination Davos Klosters Matthias Paintner)(Foto: Destination Davos Klosters Matthias Paintner)
Ski mieten in der Schweiz (Foto: Glacier 3000)Ski mieten in der Schweiz (Foto: Glacier 3000)

Richtlinien für die Skimiete

Grob gesagt gilt: Je kürzer die Ski, desto leichter sind sie zu fahren. Es ist also entscheidend, ob du bereits Vorkenntnisse besitzt oder noch neu im Skifahren bist.

Ski mieten für Anfänger

Für Anfänger sind beim Ski Mieten All Mountain Ski oder Allround Carver/Easy Carver empfehlenswert, die bis zur Brust oder bis zur Schulter reichen. Skilängen unterhalb der Brust sind für Anfänger und Neulinge nicht empfehlenswert, da sonst die Stabilität zu gering ist. Die Ski sollten ausserdem weich im Aufbau sein. Die geeigneten Pisten für Anfänger sind mit den Farben Blau und Rot markiert.

Ski mieten für Fortgeschrittene

Erfahrene und Fortgeschrittene wählen beim Ski Mieten am besten All Mountain Ski oder Allround Carver/Easy Carver aus. Diese sollten entweder bis zur Schulter, bis zum Kinn oder bis zum Nasenspitze reichen. Das empfohlene Material der Ski ist weich bis mittel. Die idealen Pisten für Erfahrene und Fortgeschrittene sind ebenfalls die blauen und roten Abfahrten.

Ski mieten für Erfahrene und Skiprofis

Versierte Skifahrer, sportliche Skiprofis und Rennfahrer greifen zu All Mountain Ski, Allround Carver, Freeride Ski oder Race Carver Diese reichen bis zur Nasenspitze oder sogar bis zum Scheitel. Es sei denn, du hast eine Slalom-Abfahrt geplant. Dann solltest du dir kürzere Ski mit Kinnlänge, beim Riesenslalom wiederum mit Scheitellänge ausleihen. Der Aufbau der Ski für Profis ist hart und die idealen Pisten sind rot und schwarz markiert. Da sportliche Profis ohnehin genügend Ausdauer, Kraft, Technik und Kondition besitzen, können sie frei zwischen beliebigen Skilängen wählen.

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Empfehlung Skilänge

Körpergrösse (cm)Skilänge (cm)
160150
170160
180165
190165
200170

Bei diesen Werten handelt es sich lediglich um grobe Richtlinien. Um beim Ski Mieten das perfekte Equipment zu finden, sind Gewicht, Alter und Geschlecht ebenfalls ausschlaggebend. Ein weiterer Faktor für deine Sicherheit auf zwei Brettern ist die Taillierung und der Radius der Ski. Mit der Taillierung ist die Breite der Ski unterhalb der Bindung gemeint. Je stärker die Taillierung, desto kleinere Radien kannst du fahren. Bei einem Radius von 14 m ist es dir ebenfalls möglich, engere Kurven zu fahren. Ein 18 m Radius hingegen ermöglicht grössere Kurven.

Finde deinen passende Ski für die perfekte Abfahrt.Finde deinen passende Ski für die perfekte Abfahrt.
Im Skiverleih wirst du professionell beraten (Foto: Titlis Rent)Im Skiverleih wirst du professionell beraten (Foto: Titlis Rent)

Auch die Schneeverhältnisse sind ein entscheidender Faktor für die Länge der Ski. Fährst du zwischen Dezember und Februar in der Schweiz Ski, ist der Schnee meistens härter und teilweise sogar eisig. Mit längeren Schneebrettern findest du bei diesen Verhältnissen die richtige Stabilität. Im April und Mai, wenn die Frühlingssonne die Schneemassen aufweicht, sollte deine Wahl auf kürzere Ski fallen. Im weichen Firnschnee fährst du dann kräfteschonender.

Die Richtlinien, die dir beim Ski Mieten helfen, gelten auch für die Miete eines Snowboards. Es ist ratsam, wenn du dir vor Ort gleich einen Experten zu Rate ziehst, der dich bei der richtigen Wahl unterstützt.

Wie gross sollten die Skistöcke beim Ski Mieten sein?

Auch die Skistöcke sind beim Ski Mieten in der Schweiz ein entscheidender Faktor für sicheres Fahrverhalten auf der Piste. Ähnlich wie bei den Ski hängt auch die Wahl der Stöcke von den Gegebenheiten vor Ort und dem eigenen Vorlieben ab.

Skirennfahrer im Riesenslalom können sich mit längeren Stöcken sowohl am Start als auch in den Kurven besser abstützen. Freerider auf buckligen Pisten hingegen geniessen mit kürzeren Stöcken mehr Fahrspass. Also wählen jene, die schnell unterwegs sein möchten und sich deshalb oft mit den Armen anschieben, längere Skistöcke.

Immer beliebter werden die sogenannten Teleskop-Stöcke, die individuell auf die jeweiligen Verhältnisse angepasst werden können. Diese sind auch beliebt bei Tourengängern und Freeridern.

Wieder sind bei der Wahl der passenden Skistöcke deine Körpergrösse, aber auch deine Beinlänge, das Fahrkönnen und deine persönliche Vorliebe ausschlaggebend. Es gibt zwar eine einfache Formel, mit der du die optimale Länge von Skistöcken berechnen kannst. Diese lautet: Körpergrösse in cm x 0,7 = Länge des Skistocks in cm

Die folgende Tabelle kann dir ebenfalls als Unterstützung dienen.

Empfehlung Länge der Skistöcke

Körpergrösse (cm)Skistocklänge (cm)
155 bis 161110
162 bis 168115
169 bis 175120
176 bis 182125
183 bis 189130
190 bis 196135
über 196140

Freerider können von diesen Empfehlungen noch einmal ca. 5 cm abziehen. In einem Snowpark gehören sogar eher nur die 1-Meter Skistöcke zur Standardausrüstung.

Für die richtige Wahl der Skistöcke gibt es einen einfachen Praxistest. Dazu solltest du deine Skiausrüstung inkl. Ski und Schuhe bereits tragen. Dabei drehst du den Skistock um, sodass der Griff den Boden berührt. Dann nimmst du den Stock unterhalb des runden Tellers in die Hand. Der Teil oberhalb des Tellers versinkt ohnehin im Schnee und wird deshalb für die optimale Länge der Ski Stöcke nicht mitgerechnet.

Wenn sich dann ein unverkrampfter rechter Winkel in deinem Arm bildet, hast du die idealen Skistöcke gefunden. Probier ruhig einmal auch kürzere und längere Stöcke aus, dann wirst du gleich den Unterschied spüren.

Gute Skistöcke verfügen ausserdem über einen ergonomischen Griff. Das Material sollte gleichzeitig leicht und stabil sein – meistens wird Aluminium verwendet. Profis fahren mit den härteren Carbon-Skistöcken und mit Teleskop-Skistöcken aus Titanal. Diese ermöglichen auch bei kalten Temperaturen ein rasches Verstellen der Länge.

Die passende Länge der Skistöcke ist wichtig (Foto: Glacier 3000)Die passende Länge der Skistöcke ist wichtig (Foto: Glacier 3000)
Perfekt ausgerüstet auf die Piste (Foto: Titlis Rent)Perfekt ausgerüstet auf die Piste (Foto: Titlis Rent)

Die richtige Skibindung beim Ski Mieten

Die Skibindung ist ein wesentlicher Sicherheitsfaktor. Du kannst dir natürlich beim Ski Ausleihen deine Bindung auch selber einstellen. Wir raten dir allerdings, diesen Teil auch den Profis vom Skiverleih zu überlassen.

Die Fachleute verfügen über ein genormtes Prüfgerät, mit dem sie testen können, wann die Skibindung auslöst. Dabei ist der sogenannte Z-Wert ausschlaggebend, der aussagt, mit welcher Kraft auf die Bindung eingewirkt werden muss, damit diese den Schuh freigibt. Das ist deshalb wichtig, weil bei einem Sturz die Verletzungsgefahr geringer ist, wenn sich der Skischuh rechtzeitig löst.

Im Gegenzug darf der Skischuh nicht zu locker eingespannt sein, damit die Skibindung nicht schon in einer schärferen Kurve aufgibt. Je höher also dieser Z-Wert ist, desto später gibt die Skibindung den Skischuh frei. Der Z-Wert wird wiederum auf dein Alter, Gewicht, Geschlecht, Körpergrösse, auch Sohlenlänge, Anpressdruck (= die Kraft, durch die der Schuh in die Bindung gedrückt wird) und Fahrkönnen abgestimmt.

Möchtest du die Ski Bindung lieber selber einstellen, findest du hier eine übersichtliche Z-Wert-Tabelle.

(Foto: Zermatt Tourismus Palcal Gertschen)(Foto: Zermatt Tourismus Palcal Gertschen)
Skifahren in der SchweizSkifahren in der Schweiz

Den passenden Skischuh mieten

Natürlich sind beim Ski Ausleihen in der Schweiz auch die passenden Skischuhe von wesentlicher Bedeutung. Immerhin sollen diese bequem sein. Dein Fuss sollte auf keinen Fall im Schuh hin und her rutsche. Viele Ski Anfänger oder Hobby Skifahrer machen den Fehler, zu grosse Schuhe zu kaufen.

Der Schuh sollte auch nach mehreren Abfahrten keine Schmerzen verursachen. Mittelfuss und Ferse müssen fest im Skischuh sitzen. Im Endeffekt entscheidet dein Fuss bereits nach kurzer Zeit beim Anprobieren, ob der Schuh komfortabel ist oder nicht. Optische Aspekte sollten dabei ausser Acht gelassen werden. Der Skischuh sollte vor allem angenehm zu tragen und warm sein. Deshalb ist es ratsam, immer mehrere Modelle zu testen um den passenden Schuh zu finden.

Fast wie bei Rapunzel…

Flex-Wert beim Skischuh mieten

Eine gute Richtlinie, um den perfekten Skischuh für dein individuelles Fahrverhalten zu finden, ist der sogenannte Flex-Wert. Dieser auch als Flex-Index bezeichnete Wert gibt an, wie steif die Schale des Skischuhs ist. Je höher der Wert, desto härter die Schale.

Skirennfahrer achten auf einen hohen Flex-Wert, denn eine steife Schale ermöglicht eine höhere Kraftübertragung und damit gleichzeitig ein höheres Tempo. Für Ski Anfänger ist hingegen ein niedriger Flex-Wert von Vorteil, der mehr Freiheit im Sprunggelenk ermöglicht. Das gleiche gilt für die Leistenweite, also die breiteste Stelle am Vorfuss. Je breiter die Leistenweite, desto komfortabler ist der Ski Schuh. Rennfahrer nutzen eine schmale Leistenweite.

Finde deinen passenden Skischuh (Foto: Titlis Rent)Finde deinen passenden Skischuh (Foto: Titlis Rent)
Die Auswahl ist gross genug (Foto: Titlis Rent)Die Auswahl ist gross genug (Foto: Titlis Rent)

Mondpoint beim Skischuh mieten

Für die Grösse der Skischuhe ist der sogenannte Mondpoint, auch “Mond” oder “MP” genannt, ausschlaggebend. Das ist ein Schuhgrössensystem, bei dem nicht nur die Grösse der Füsse, sondern auch die Breite mitgerechnet wird. Nach dem Ermitteln deiner Fusslänge von der Ferse bis zur Spitze des grossen Zehs rechnest du 0,5 mm hinzu. Damit erhältst du den passenden Mondpoint. Es gibt einen praktischen Mondpoint-Umrechner, der deine Schuhgrösse in Mondpoint-Millimeter angibt.

Empfehlung für die Skischuh Miete

SchuhgrösseFusslänge (cm)Mondpoint (mm)
3824240
3925250
4025.35255
4126260
4226.70265
4327.35275
4428280

Ein einfacher Test beim Anprobieren hilft dir zu entscheiden, welcher Skischuh der beste für dich ist. Stell deine Füsse schulterbreit auf den Boden, neige den Oberkörper in alle Richtungen, ohne dass die Fersen je nach oben rutschen. Verspürst du dabei keinerlei Schmerzen, sitzt der Fuss aber auch nicht zu locker. Geniesst du ein angenehmes Gefühl in den Füssen, hast du den richtigen Schuh gefunden.

Ist eine Skiversicherung beim Ski Mieten notwendig?

Oft wird beim Ski Ausleihen in der Schweiz von den Mitarbeitern eine eigene Ski Versicherung empfohlen, die Diebstahl und Bruch abdecken soll. Die Meinung der Versicherungsexperten geht allerdings weit auseinander, wenn es um dieses Thema geht. Im Grunde kommt ein Ski Diebstahl direkt auf der Piste eher selten vor und auch wenn du deine Ski vor einer Alphütte abstellst, wird diese kaum jemand mitnehmen. Schliesslich sind die meisten Anwesenden selbst mit Ski unterwegs und es ist schon etwas auffallend, wenn jemand mit zwei Paar Ski den Abhang hinunter fährt. Die Zahl der Ski Diebstähle ist in den letzten Jahren sogar rückläufig.

Auch ein Bruch der Ski kommt so gut wie nie vor, da das Material Stürze normalerweise gut aushält. Ausserdem sind Schäden und sogar der Diebstahl von Ski oft mit einer normalen, privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt. Geht der Ski aufgrund Materialmüdigkeit zu Bruch, ist ohnehin der Skiverleih verantwortlich. Durchschnittlich wird für eine Skiversicherung beim Skiverleih eine Gebühr von 10 % des Leihbetrages verrechnet.

Sollte es wider Erwarten doch zu einem Diebstahl kommen, kann der Vermieter lediglich den Zeitwert der Ski verrechnen und nicht den Kaufpreis. Deshalb ist es beim Ski Mieten empfehlenswert, dass auf dem Vertrag auch das Alter der Ski notiert wird. Den Diebstahl und den Bruch kannst du dann deiner privaten Haftpflichtversicherung melden.

Natürlich ist dies nur eine Empfehlung und du entscheidest selber, wie gross das Risiko ist, das du eingehen möchtest.

Die verschiedenen Ski Modelle

Nachfolgend geben wir dir einen kurzen Überblick über die verschiedenen Ski Typen, die dir in einem Skiverleih in der Schweiz begegnen.

Skifahren in Zermatt (Foto: Zermatt Tourismus Palcal Gertschen)Skifahren in Zermatt (Foto: Zermatt Tourismus Palcal Gertschen)
Skifahren am Schilthorn (Foto: Schilthornbahn AG)Skifahren am Schilthorn (Foto: Schilthornbahn AG)

Carving Ski

Im Grunde ist jeder Ski, mit dem du Schwünge und Kurven in den Schnee „carven“ kannst, ein Carving Ski. Den Unterschied zwischen den einzelnen Modellen macht die Taillierung der Ski aus. So gibt es die fast alle Fehler verzeihenden, nicht viel taillierten Allround Carver bzw. Easy Carver, die hervorragend für Anfänger und Ungeübte geeignet sind. Wofür die enger taillierten Slalom Carver, Sport Carver und Race Carver eingesetzt werden, verrät dir bereits der Name.

All Mountain Ski

Das ist der Allrounder unter den Carving Ski, der sowohl für präparierte Pisten als auch für die Off-Piste und den Tiefschnee geeignet ist. Bei der Wahl eines All Mountain Ski solltest du auf die Härte des Materials achten, denn je weicher, desto angenehmer ist der Ski zu kontrollieren und je härter, desto besser müssen deine Fahrkenntnisse sein.

Freestyle Ski bzw. Twintip Ski

Ein Wunderkind unter den Ski Modellen, denn der Freestyle Ski bzw. Twintip Ski kann sowohl vorwärts als auch rückwärts gefahren werden und ist deshalb vorwiegend für Profis gedacht. Du erkennst diese Ski Modelle beim Skiverleih in der Schweiz an ihren aufgebogenen Schaufeln an beiden Enden. Sie sind nicht für rasante Abfahrten gedacht, sondern mehr für Snowpark-Abenteuer.

Freeride Ski

Das, was der Freestyle Ski nicht kann, schafft der Freeride Ski, denn er ist sowohl im Snowpark als auch auf Abhängen einsetzbar. Der breite Ski ist ausserdem für Touren im Tiefschnee geeignet.

Touren Ski

Diese Art von Ski Modell ist vom Material her sehr leicht, da die Ski ja oft erst durch Anschnallen auf den Rücken auf den Berg gebracht werden müssen. Sie verfügen ausserdem über eine spezielle Bindung, die das Aufwärtsgehen auch mit angeschnallten Ski erlauben und vor der Abfahrt an beiden Enden fixiert werden kann.

Sind alle Werte eingestellt, fühlt sich der Schuh angenehm an und hast du dein passendes Ski Equipment beim Skiverleih in der Schweiz gefunden, steht dem puren Schneevergnügen in den traumhaften Skigebieten der Schweiz nichts mehr im Wege!

Miete deine Skiausrüstung und geniesse die Schweizer SkipistenMiete deine Skiausrüstung und geniesse die Schweizer Skipisten
Skifahren in der Schweiz (Foto: Titlis Rent)Skifahren in der Schweiz (Foto: Titlis Rent)

Sobald alle Werte eingestellt sind, sich der Schuh angenehm anfühlt und die Stöcke die richtige Länge haben, hast du es geschafft. Du hast deine Mission “Ski mieten in der Schweiz” erfolgreich abgeschlossen. Somit steht dem puren Schneevergnügen in den traumhaften Skigebieten der Schweiz nichts mehr im Weg.