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28 gute Gründe, um St. Gallen einen Besuch abzustatten

Travel Guide

With a population of around 75,000, St. Gallen is the eighth largest city in Switzerland. It is an often overlooked but extremely worthwhile city and is located in the east of the country. The city of St. Gallen has a lot to offer culturally and has made a great name for itself in the textile industry in particular. It is also famous for the beautiful Abbey Library and the delicious Olma Bratwurst.

Grund 1: Der Stiftsbezirk

London, Paris, New York, Toronto, Buenos Aires… Die Liste der Städte, die am Wasser erbaut wurden, kann beliebig weitergeführt werden.

Auch die meisten Schweizer Städte entstanden nach diesem Prinzip und liegen in unmittelbarer Nähe eines Gewässers. Sei das nun Luzern am Vierwaldstättersee, Basel am Rhein, Bern an der Aare oder Genf am Genfersee.

Doch bekanntlich gibt es keine Regel ohne Ausnahme. Und genau um eine solche Ausnahme geht es in diesem Artikel, der sich einer gerne überschauten aber nicht minder sehenswerten Stadt im Osten der Schweiz widmet.

St. Gallen liegt ca. 70 km östlich von Zürich und ist mit rund 75’000 Einwohnern die achtgrösste Stadt der Schweiz. Bekannt ist sie unter anderem für die Universität St. Gallen (HSG), ihre reiche Geschichte in der Textilindustrie und für den UNESCO gelisteten Stiftsbezirk um die barocke Kathedrale.

Zudem ist St. Gallen zwischen dem Bodensee und dem Alpsteingebirge perfekt für aktive Tagesausflüge gelegen und hat auch innerhalb der ehemaligen Stadtmauer zahlreiche sehenswerte Ecken zu bieten.

Falls du also unschlüssig bist, ob du den Weg in den östlichen Teil der Schweiz auf dich nehmen sollst oder nicht, lass mich dir einen Einblick in meine Heimat geben und dich vielleicht sogar von einem Besuch überzeugen.

Grund 1: Der Stiftsbezirk

Das Wahrzeichen der Stadt St. Gallen findet sich zweifelsohne im Stiftsbezirk, der seit 1983 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. In diesen Bezirk gehört an erster Stelle die dominierende barocke Kathedrale, welche Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut wurde und das ganze Jahr über gratis besucht werden kann.

Mit ihren zwei imposanten Türmen und dem prachtvoll verzierten Inneren ist sie mehr als einen Besuch wert.

Ebenfalls Teil des Stiftsbezirks ist die Stiftsbibliothek. Sie beheimatet ungefähr 170’000 Bücher, welche teilweise weit über 1’000 Jahre alt sind. Doch nicht nur alte Bücher lassen sich in diesem bezaubernden Saal betrachten. Auch eine über 2’700 Jahre alte Mumie hat ihren Weg in die Bibliothek gefunden und findet hier zwischen den Regalen ihren letzten Frieden.

Ihr Name ist “Schepenese" und wie sie von Ägypten nach St. Gallen gelangt ist, erfährst du bei deinem Museumsbesuch. Detaillierte Informationen zum Stiftsbezirk findest du hier, solltest du diesen wichtigen Bereich der Stadt St. Gallen über das obligate Foto der Kathedrale hinweg erkunden wollen.

Stiftsbibliothek St. Gallen (Foto: Switzerland Tourism Andre Meier)
Kathedrale St. Gallen

Grund 2: Die Laurenzenkirche

In Sachen bunte Innenausstattung kann der Laurenzenkirche keine andere Kirche in St. Gallen das Wasser reichen. Die Wände sind in allen erdenklichen Farben verziert und sogar das Dach, welches du am besten in Kombination mit einer Turmbesteigung bestaunen kannst, besteht aus einem farbigen Mosaik.

Ausserhalb der Wintermonate kann die Laurenzenkirche zweimal täglich – um 10:00 und um 15:00 – bestiegen werden. Die 186 Treppenstufen gehen ziemlich in die Beine aber werden mit einer wunderbaren Aussicht über den Stiftsbezirk und die Stadt St. Gallen belohnt.

Der Turm der Laurenzenkirche lässt sich besteigen.
Erkennst du das bunte Dach der Laurenzenkirche?

Grund 3: Der Gallusplatz

Kaum ein Platz in der Stadt St. Gallen ist so einladend und charmant wie der Gallusplatz. Seit 2012 erstrahlt er in neuem Glanz und lädt dank der Umgestaltung mit Sitzbänken und Bäumen zum Verweilen ein. Er ist der perfekte Ort um einen Moment lang innezuhalten, die vorbeigehenden Menschen von der Rondelle aus zu beobachten, ein leckeres Eis der nahegelegenen Chocolaterie Kölbener zu geniessen und das bunte Treiben der Stadt zu betrachten.

Die Kathedrale und die Stiftsbibliothek grenzen unmittelbar an den Gallusplatz an. Du hast also keine Entschuldigung, diesen Platz bei deinem Besuch auszulassen. 🙂

Der Gallusplatz ist einer der schönsten Plätze der Stadt St. Gallen.

Grund 4: Die Drei Weieren

Obwohl St. Gallen nicht an einem bekannten Gewässer liegt, muss die Stadt nicht komplett auf das kühle Nass verzichten. Das äusserst beliebte Naherholungsgebiet “Drei Weieren", unmittelbar oberhalb der Altstadt, bietet diverse Möglichkeiten zum Verweilen, Schwimmen, Spazieren, Fussball spielen, Lesen, Picknicken oder einfach nur die Aussicht geniessen.

Die Drei Weieren, die genau genommen aus fünf Weihern bestehen, wurden ursprünglich als Wasserreservoir für die Textilindustrie des 17. Jahrhunderts erstellt. Aber auch im Falle eines Stadtbrandes sollten sie den Löschzug mit ausreichend Wasser versorgen.

Schwimmen ist nur in zwei der fünf Weiher gestattet – dem Mannenweier und dem Frauenweier. Dabei ist der Mannenweier gratis und öffentlich zugänglich, während sich im Frauenweier ein kostenpflichtiges Freibad mit erweiterter Infrastruktur befindet.

Ob du nun eine nasse Abkühlung, oder einfach nur eine schöne Aussicht über die Stadt St. Gallen und den Bodensee bis weit nach Deutschland suchst, ein Zwischenstopp bei den Drei Weieren ist auf jeden Fall ein Muss.

Die Drei Weieren sind ein beliebtes Naherholungsgebiet für die St. Galler.
Beim Frauenweier befindet sich ein kostenpflichtiges Freibad.

Seraina’s Tipp Nr 1: Die Drei Weieren lassen sich perfekt in einem ca. einstündigen Rundgang vom Stiftsbezirk bis hin zum Kloster Notkersegg verbinden. Unterwegs erwarten dich zwei Bauernhöfe, die frische Produkte direkt ab Hof verkaufen. Zum Sortiment gehören unter anderem Käse, frische Milch vom Automaten, Eier, Apfelsaft, Fleisch, je nach Jahreszeit frische Beeren und vieles mehr.

Seraina’s Tipp Nr. 2: Bei schönem Wetter im Sommer verkehrt der Bäderbus gratis zwischen der Stadt St. Gallen und den Drei Weieren. Am besten wartest du am Bahnhof oder an der Bushaltestelle Marktplatz auf den Bus.

Grund 5: Die Mülenenschlucht

Die Mülenenschlucht gilt als Geburtsort der Stadt St. Gallen. Der Legende nach soll der irische Wandermönch Gallus am Fusse der Schlucht in einen Dornbusch gefallen sein. Er deutete diesen Vorfall als Zeichen Gottes, an diesem Ort zu bleiben und so entstand die Stadt in diesem Tal entlang des Flusses Sitter.

Die Mülenenschlucht führt gleich hinter dem Stiftsbezirk hoch in den Stadtteil St. Georgen, wo sich auch die Drei Weieren befinden. Zu Fuss benötigst du etwa 10 bis 15 Minuten um oben an der Schlucht anzukommen. Unterwegs warten diverse Informationstafeln auf dich, die dir die Geschichte dieses Ortes genauer erläutern.

Zudem führt einer der Wege über eine Brücke vor dem stadteigenen Wasserfall, welcher je nach Regenaufkommen der vergangenen Tage eine beachtliche Naturgewalt darstellen kann.

Seraina’s Tipp: Im Frühling ist der Hang neben dem Wasserfall mit Unmengen an Bärlauch überwuchert. Falls du deine Küche in dieser Jahreszeit etwas aufpeppen möchtest, bediene dich hier ungeniert. Aber aufgepasst: Bärlauch ist nicht zu verwechseln mit den giftigen Maiglöckchen, welches trügerisch ähnlich aussieht. Versichere dich über diesen Artikel, wie du die beiden unterscheiden kannst.

Die Mühlenenschlucht liegt gleich hinter dem St. Galler Stiftsbezirk. Hier triffst du einen Wasserfall an.

Grund 6: Die Mühleggbahn

Natürlich gibt es eine bequeme Alternative, um die knapp 70 Höhenmeter zwischen Mühlegg und St. Georgen zu überwinden.

Die Mühleggbahn wurde 1893 als Wassergewichtsbahn errichtet. Die Stadt St. Gallen baute sie im Jahr 1950 zu einer Zahnradbahn und 1975 zu einer Standseilbahn um. Die Bahn verkehrt regelmässig auf Verlangen zwischen der Mühlegg und St. Georgen und ist im Zonentarif der Stadt St. Gallen integriert.

Die Fahrt dauert etwas mehr als eine Minute und führt durch einen Tunnel, was bedeutet, dass die Sicht auf die Mülenenschlucht sehr eingeschränkt ist. Sollte dich allerdings der steile Weg oder die vielen Treppenstufen nach St. Georgen abschrecken, ist die Mühleggbahn genau das Richtige für dich.

Die Station der Mühleggbahn liegt am Fusse der Mülenenschlucht.
Mit der Mühleggbahn bist du in weniger als zwei Minuten in St. Georgen angelangt.

Grund 7: Das Treppentraining

A propos Treppenstufen…

Da St. Gallen in einem Tal liegt und es im Norden und Süden teilweise steil den Hang hochgeht, ist die Stadt mit reichlich Treppen ausgestattet. Und mit reichlich meine ich wirklich reichlich.

Rund 13’000 Treppenstufen sollen es laut der Website “Stägestadt” sein. Mehr als genug also, um deinen Oberschenkeln ein kleines Training zu gönnen.

Ein eindeutiger Vorteil der vielen Treppen ist die direkte Erschliessung der höher gelegenen Quartiere. Innert kurzer Zeit gewinnst du an Höhe und erhältst so einen guten Überblick über die Stadt. Solltest du dich einmal verlaufen, wirst du dank der vielen Treppen die Orientierung bald wieder gefunden haben.

Die meisten Treppen sind übrigens öffentlich zugänglich, auch wenn es nicht immer danach aussehen mag. Falls du dennoch eine private Treppe erwischen solltest, merkst du es spätestens, wenn du vor einem Hauseingang stehst und nicht mehr weiterkommst.

Egal, wo du dich aufhältst. Die nächste Treppe ist nicht weit entfernt.

Grund 8: Der Wildpark Peter & Paul

Im nordöstlichen Teil der Stadt St. Gallen befindet sich der Wildpark Peter & Paul. Ein Spaziergang durch die Welt der Damhirsche, Wildschweine, Steinböcke, Gämsen, Murmeltiere und vielen weiteren Tieren ist gratis und bietet sich perfekt an, wenn du dir ein Bild über die Schweizer Fauna machen möchtest.

Die Aussicht über die Stadt St. Gallen und in das Alpsteingebirge ist vom Wildpark aus übrigens auch nicht zu verachten.

Der direkteste Weg zum Peter & Paul ist mit dem Bus Nummer 5 in Richtung “Rotmonten" oder mit dem Bus Nummer 9 in Richtung "Schuppis Nord". Nach der Haltestelle "St. Gallen, Sonne" brauchst du nur noch den Wegweisern mit der Beschriftung “Wildpark” zu folgen.

Seraina’s Tipp: Der Wildpark Peter & Paul ist Teil eines Naherholungsgebietes, durch welches unzählige Wanderwege führen. Von hier aus kannst du in alle Richtungen weiterziehen, solltest du nach dem Spaziergang durch den Tierpark den Drang nach einer längeren Wanderung haben. Einer meiner Favoriten ist der Weg nach Wittenbach, der letztendlich bis zum Bodensee weiterführt. Eine detaillierte Übersicht über deine Optionen findest du auf der interaktiven Karte von Schweizmobil.

Wildpark Peter & Paul (Foto: St. Gallen - Bodensee Tourismus)
Hier triffst du auch Murmeltiere an.

Grund 9: Die Nähe zur Natur

Ein weiterer Vorteil der aussergewöhnlichen Lage St. Gallens ist, dass die vergleichsweise schmale aber lange Stadt an zwei Rändern grosse Berührungspunkte zur Natur aufweist. Wie bereits im Zusammenhang mit den Treppen erwähnt, liegt die Stadt nördlich und südlich an einem Hang und geht anschliessend in ausgedehnte Naturlandschaften über.

Es ist also irrelevant, wo in der Stadt St. Gallen du dich gerade befindest. Von einem Spaziergang im frischen Grün bist du kaum mehr als 10 Minuten entfernt.

Und dabei meine ich nicht einmal nur Klassiker wie die Drei Weieren oder den Wildpark Peter & Paul. Auch der Berneggwald oberhalb von St. Georgen, der mit seinen vielen Eichhörnchen, Rehen und Waldmäusen zu meinen Lieblingszielen nach dem Feierabend gelten, ist nur ein kurzer aber steiler Fussmarsch von der Innenstadt entfernt.

Seraina’s Tipp: Wenn du auf der Suche nach einem Spaziergang in der Natur bist aber nicht weisst, wohin du gehen sollst, dann marschiere einfach los. Folge der ersten Treppe, die du findest und lass dich überraschen, wo sie dich hinführt. Spätestens oben angekommen hast du eine schöne Sicht über die Stadt und hast die Orientierung wieder gefunden. Um dich nicht zu verlaufen, kannst du nach der Kathedrale als Referenzpunkt Ausschau halten.

Die Nähe zur Natur ist ein grosser Mehrwert der Stadt St. Gallen.
Auch der Wenigerweier liegt in Gehdistanz zur Stadt St. Gallen.

Grund 10: Der Brückenweg

Ein etwas grösserer Spaziergang gleich am Rande der Stadt St. Gallen verdient hier eine separate Erwähnung.

Der Flusslauf der Sitter, welcher die Stadt von Westen nach Norden umfliesst, ist mit Brücken und Viadukten nahezu übersät. Daher wurde der Brückenweg angelegt und ausgeschildert, der dich an 18 Viadukten, Holz- und Betonbrücken sowie Holzstegen vorbeiführt. Gewisse überquerst du, andere siehst du von der Ferne oder unterquerst sie. Wie zum Beispiel den Sitterviadukt, die höchste Eisenbahnbrücke der Schweiz.

Die Wanderung dauert ca. 2 Stunden und beginnt beim Haggen-Schlössli oberhalb der Sitter.

Unterwegs kommst du an diversen lauschigen Picknick Gelegenheiten vorbei und hast teilweise die Möglichkeit, in der Sitter ein erfrischendes Bad zu nehmen. Falls du also genügend Zeit hast, plane gerne einen halben Tag für diesen Ausflug ein und vergiss deine Badehose und Verpflegung nicht.

Der St. Galler Brückenweg führt an 18 Brücken, Viadukten und Holzstegen vorbei.
In der Sitter kannst du unterwegs eine Pause einlegen und im Fluss baden gehen.

Grund 11: Der botanische Garten

Botaniker und Pflanzenfans kommen im botanischen Garten der Stadt St. Gallen voll auf ihre Kosten. Er zeigt über 8’000 beschriftete Pflanzen aus aller Welt, die entweder auf einem individuellen Besuch oder im Rahmen einer öffentlichen oder privaten Führung erkundet werden können.

Der Bus Nummer 1 in Richtung Stephanshorn bringt dich zur Haltestelle “Naturmuseum", welche die nächste Haltestelle zum kostenlos zugänglichen botanischen Garten ist.

Im botanischen Garten der Stadt St. Gallen findest du über 8'000 Pflanzen aus aller Welt.

Grund 12: Die reiche Textilgeschichte

Wusstest du, dass St. Gallen eine beeindruckende und lange Textilgeschichte erzählen kann? Die Region war einst eines der weltweit wichtigsten und grössten Herstellung- und Exportgebiete von Stickereiprodukten. Bis heute ist St. Gallen ein zentraler Spieler in der Textilindustrie. Berühmtheiten wie Lady Gaga und Michelle Obama tragen Erzeugnisse von Textilunternehmen aus der Ostschweiz.

Abwechslungsreiche und interessante Ausstellungen zum Thema St. Galler Textilien bietet das Textilmuseum an der Vadianstrasse. Es deckt eine Vielfalt an Themen ab wie beispielsweise die Kostüme der legendären Schweizer Zirkusfamilie Knie oder das Zusammenspiel zwischen Kleidung, Macht und Frauen in der Politik. Zudem stellt das Museum ausgewählte Stoffmuster aus seinem reichen Schatz an über 56’000 Objekten aus.

Wie es sich für ein Textilmuseum gehört, erhältst du nach Bezahlung des Eintritts – welcher mit dem Schweizer Museumspass kostenlos ist und ansonsten 12 CHF beträgt – ein Stück Stoff als Ticket.

Die St. Galler Textilgeschichte beschränkt sich jedoch nicht auf das Museum. Sollte dich das Thema wirklich faszinieren, hast du die Gelegenheit, im Rahmen des Textilweges zentrale Orte zu besuchen und wahrhaftig in die Welt der feinen Stoffe einzutauchen.

Textilmuseum St. Gallen (Foto: St. Gallen - Bodensee Tourismus)
Textilmusem St. Gallen (Foto: MySwitzerland.com)

Seraina’s Tipp: In mehreren Outlets gibt es feinste Stoffe zu attraktiven Preisen zu kaufen, sollte das in dein Beuteschema passen. Um einige Beispiele zu nennen wären da der Stoffladen Walser, der Fabrikladen Bischoff oder der Lagerverkauf Jakob Schläpfer. In meinem Freundeskreis wurden schon richtige Schnäppchen gefunden, wie beispielsweise eine Prada-Stoffrose für 5 CHF. Vorbeischauen kann sich auszahlen. 🙂

Grund 13: Die Museenlandschaft

Abgesehen vom botanischen Garten und dem Textilmuseum hat die Stadt St. Gallen diverse weitere Museen für jeden Geschmack zu bieten. Zu den Bekanntesten gehören sicher das Naturmuseum, die Stiftsbibliothek, das Kultur- und Völkerkundemuseum oder das Kunstmuseum. Alle diese Kandidaten und weitere findest du in dieser Zusammenstellung.

Der Eintritt kostet in den meisten Fällen 12.- CHF für Erwachsene. Falls du jedoch im Besitz eines Schweizer Museumspasses bist, sind alle diese Orte für dich frei zugänglich.

Grund 14: Die Erker

Nach Schaffhausen ist St. Gallen die Stadt mit der zweithöchsten Anzahl an Erkern. 111 teilweise kunstvoll verzierte Erker schmücken die Gebäude der Innenstadt. Bestückt sind sie mit allen möglichen Verzierungen, welche Macht und Einfluss demonstrieren.

Es lohnt sich also, beim Schlendern durch St. Gallen hin und wieder den Blick in die Höhe schweifen zu lassen und zu schauen, was für ein Kuriosum gerade über deinem Kopf hängt.

Für wirkliche Erker-Interessierte, gibt es eine eigens dafür kreierte Stadtführung zu dem Thema. Was uns nahtlos zum nächsten Grund, St. Gallen einen Besuch abzustatten, führt.

In St. Gallen findest du 111 Erker. Nur Schaffhausen hat noch mehr.

Grund 15: Die zahlreichen Brunnen

Auch wenn St. Gallen nicht wie Rom mit einem Trevibrunnen trumpfen kann, sind doch einige beeindruckende und mit kunstvollen Skulpturen verzierte Brunnen über die ganze Stadt verteilt. Über 100 Stück sind es, die das Stadtbild von St. Gallen prägen.

Einer der Bekanntesten ist zweifelsohne der Broderbrunnen, der zum Schweizerischen Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung gehört. Du triffst ihn an, wenn du zwischen dem Bahnhof und dem Zentrum der Altstadt unterwegs bist und nach dem Roten Platz die Strasse zur Multergasse überquerst.

Aber auch der Jongleur vor dem Kunstmuseum oder der Gallusbrunnen auf dem Gallusplatz sind nicht wegzudenken.

Wenn du während deinem Besuch in St. Gallen etwas Ausschau hältst, wirst du die unterschiedlichsten Brunnen an teilweise unerwarteten Orten entdecken. Auch wenn du nicht auf der Suche nach einer Möglichkeit bist, deine Trinkflasche aufzufüllen.

Seraina’s Tipp: In der Schweiz kann man an fast jedem öffentlichen Brunnen die Trinkflasche auffüllen. Es ist also nicht notwendig, ständig im Supermarkt Wasser zu kaufen.

Broderbrunnen in St. Gallen
Jongleur Brunnen vor dem Kunstmuseum in St. Gallen

Grund 16: Die thematischen Stadtführungen

Führungen gibt es in jeder Stadt. Sie sind eine wunderbare Möglichkeit, in die Geschichte eines Ortes einzutauchen, mehr über die historischen Hintergründe zu erfahren und gleich Fragen stellen zu können. Aber jetzt halte dich fest. In St. Gallen hast du die Auswahl zwischen 38 (!!!) verschiedenen Stadtführungen.

Ganz schön viel für eine Stadt mit knapp 80’000 Einwohnern.

Eine Übersicht über alle Führungen findest du hier. Immer wieder ins Auge stechen auf der Website die thematischen Führungen, welche sich einem bestimmten Thema annehmen. So hast du die Möglichkeit, dich mit einer Dienstmagd aus dem 16. Jahrhundert auf Entdeckungsreise zu machen oder mehr über die medizinische Geschichte der Stadt St. Gallen zu lernen.

Auch Kunstliebhaber, Schatzsuchende und Erker-Fanatiker kommen auf ihre Kosten.

Eine Stadtführung ist bei dieser immensen Auswahl schon fast ein Muss.

Stadtführung St. Gallen (Foto: St. Gallen - Bodensee Tourismus)
Stadtführung St. Gallen (Foto: St. Gallen - Bodensee Tourismus)

Grund 17: Der Rote Platz

Ja, ich habe tatsächlich “Roter Platz” gesagt und nein, ich spreche nicht von Moskau.

Der Rote Platz in St. Gallen ist ein Kunstprojekt, das auch unter dem Namen “Stadtlounge” bekannt ist. Der Platz entstand in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Pipilotti Rist und dem Architekten Carlos Martinez und befindet sich rund um die Raiffeisenbank entlang der Schreinerstrasse. Auf Google Maps lässt er sich übrigens auf den ersten Blick leicht erkennen.

Ausgestattet ist die St. Galler Lounge mit Sofas, Stühlen, Tischen, Liegen und sogar einem Porsche, der vor allem bei den Kindern zum Spielen beliebt ist. Das Ganze ist mit rotem Gummigranulat überzogen, was einem das Gefühl eines Teppichs übermitteln soll.

Seraina’s Tipp: Der Platz ist einerseits tagsüber, aber auch nach der Abenddämmerung einen Besuch wert. Die schwebenden Lichtkörper beleuchten den Platz mit ihrem farbigen Licht und sorgen für eine romantische Stimmung.

Roter Platz St. Gallen
Roter Platz St. Gallen (Foto: St. Gallen - Bodensee Tourismus)

Grund 18: Die Festivals & Märkte

In einer Welt, in der die Coronapandemie vorbei ist oder noch nicht stattgefunden hat, finden in St. Gallen jedes Jahr viele tolle Festivals statt. Sei das nun das berühmte Open Air St. Gallen im Juli, das unterhaltsame Buskers Festival im Frühling oder die legendäre OLMA (Messe für Landwirtschaft und Ernährung) im Herbst.

Einen Überblick über die anstehenden Festivals und Märkte findest du auf dieser Website der Stadt St. Gallen. Mein persönlicher Favorit ist das Buskers Festival, bei welchen zahlreiche Strassenkünstler aus aller Welt ihre Darbietungen präsentieren. Die Stadt fühlt sich während dieser Zeit wie ein grosser Freiluftzirkus an .

Während dem Gauklerfestival verwandelt sich die Stadt St. Gallen in ein Freiluftzirkus.
Die OLMA findet einmal jährlich im Herbst mit dem legendären Schweinerennen statt.

Grund 19: Die verwirrende Bahnhofsuhr

Kaum ein Kunstobjekt spaltet die ostschweizer Bevölkerung so stark wie die neue Bahnhofsuhr über der Ankunftshalle. Die Befürworter bewundern das blinkende Kunstwerk, während sich die Gegner darüber aufregen, dass sie zuerst ein Mathematikstudium absolvieren müssen, um die Uhrzeit lesen zu können.

Die binäre Bahnhofsuhr ist wirklich nur beschränkt alltagstauglich. Wenn du während deinem Sprint auf den nächsten Zug kurz die Zeit überprüfen möchtest, kommt sie dir tatsächlich nicht zur Hilfe. Es sei denn, du hast ihr Prinzip vorgängig auf der eigens dafür erstellten Website studiert und erkennst die Zeit auf einen Blick.

Solltest du allerdings genügend Zeit mitbringen und Freude an einem kleinen Rätsel haben, stelle dich unbedingt ein paar Minuten vor die umstrittene Uhr und versuche anhand des binären Codes herauszufinden, wie spät es gerade ist.

Seraina's Tipp: Am besten fängst du zum Lesen der Uhr bei der obersten Zeile an, die die Stunden darstellt. Dort findet am wenigsten Bewegung statt und du hast Zeit, dich an das Prinzip zu gewöhnen bevor du dich an die Minuten oder gar Sekunden heranwagst.

Kannst du die Zeit auf dieser binären Bahnhofsuhr lesen?

Grund 20: Die Lokremise

Die Lokremise St. Gallen wurde vor über 100 Jahren erbaut und war ursprünglich ein Depot für die Wartung von Dampflokomotiven. Mit ihren 21 Lokomitiv-Ständen und ungefähr 80 Metern Durchmesser ist die Lokremise das grösste Ringdepot der Schweiz.

Dampflokomotiven werden hier heute allerdings nicht mehr gewartet. Stattdessen wurde die Remise 2010 zu einem Kulturzentrum umgenutzt, welches sich heute bei der St. Galler Bevölkerung an hoher Beliebtheit erfreut. Sie kann für Anlässe gemietet werden, ist regelmässiger Veranstaltungsort von Theateraufführungen, Kunstausstellungen aber auch Kinofilmen.

Das stylisch eingerichtete Restaurant bietet eine vielfältige französische Menukarte für das gehobene Budget. Diverse Sitzplätze drinnen und draussen in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof St. Gallen laden zum Verweilen ein.

Lokremise St. Gallen (Foto: MySwitzerland.com)
Lokremise St. Gallen (Foto: MySwitzerland.com)

Grund 21: Die St. Galler Bratwurst

Die St. Galler sind mächtig stolz auf ihre Bratwurst. An fast jeder Ecke der Stadt kann man sie geniessen und insbesondere während dem Kinderfest, welches alle drei Jahre stattfindet, und während der OLMA wird sie in rauen Mengen verzehrt.

Sollte dir etwas daran liegen, im Frieden mit den St. Gallern zu leben, musst du dir allerdings eines merken. Der Griff zur Senftube oder sogar zur Ketchupflasche ist hier tabu. Es wird als kulinarisch rückständig und sogar ehrverletzend eingestuft. Das Argument: Eine St. Galler Bratwurst ist alleine so lecker, dass jegliche Addition den Genuss stört.

Darüber kann man streiten. Allerdings ist es ein so starkes ungeschriebenes Gesetz, dass man sich am besten daran hält.

St. Galler Bratwurst (Foto: MySwitzerland.com)
St. Galler Bratwurst (Foto: MySwitzerland.com)

Grund 22: Der St. Galler Biber

Wer an Biber denkt, hat häufig den schweizweit bekannten Appenzeller Biber im Kopf. Aber nicht nur die Appenzeller, auch die St. Galler haben das leckere, mit Mandelmasse gefüllte Honiggebäck im Sortiment. Was die Bratwurst für die St. Galler Metzger ist, ist der Biber für die Bäcker. Beide Spezialitäten sind weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt.

Der Appenzeller unterscheidet sich eigentlich kaum vom St. Galler Biber. Die Differenzen bestehen weniger zwischen den Kantonen, sondern eher zwischen den einzelnen Bäckereien. Jede hat ihr eigenes Rezept und jeder Biber schmeckt daher leicht anders. Aber lecker sind sie zweifelsohne alle.

Während die Sujets der Appenzeller Biber oft von Kühen, Alpaufzügen, traditionell gekleideten Sennen oder dem Alpsteingebirge geprägt sind, thronen auf dem St. Galler Biber das Kloster oder die Stiftsbibliothek.

Auf deinem Rundgang durch die St. Galler Altstadt wirst du an zahlreichen Bäckereien vorbeikommen, die ihre Biber im Schaufenster präsentieren. Da du keine falsche Wahl treffen kannst, empfehle ich dir bei einem spontanen Hungeranfall auf etwas Süsses den Gang in die nächste verfügbare Bäckerei, um dir ein Stück dieser St. Galler Spezialität zu gönnen.

Grund 23: Das Restaurant an der Stadtmauer

Das Restaurant Zeughaus serviert nicht nur wunderbare Cordonbleus zu einem sehr anständigen Preis, es liegt auch an einem speziellen Ort. Die Häuserzeile, in dem sich das Restaurant befindet, ist unmittelbar an die ehemalige Stadtmauer angebaut. Von vorne gesehen sieht es aus wie ein halbes Haus und wenn du dich im Innern des Gebäudes befindest, fällt auf, wie lang und schmal das Restaurant ist.

Ob nun für ein leckeres Cordonbleu oder ein witziges Foto der Frontseite, der Gang durch die Zeughausgasse neben der Laurenzenkirche sollte bei einem St. Gallen-Besuch nicht fehlen.

Das Restaurant Zeughaus ist an die alte Stadtmauer von St. Gallen angebaut.

Grund 24: Die reiche Gastronomielandschaft

Kulinarisch hat die Stadt St. Gallen neben Cordonbleus im Zeughaus und der legendären Bratwurst einiges zu bieten. Ob du nun auf der Suche nach einer leckeren Schweizer Rösti, einer Vietnamesischen Pho, einer Holzofenpizza oder einem schokoladigen Dessert bist – hier wirst du fündig.

Um diesen Artikel nicht zu überstrapazieren, beschränke ich mich für den Moment auf meine 12 Favoriten:

  • Café G'Nuss: Familiengeführtes und sehr sympathisches Café mit liebevoll zubereiteten Brötchen, Desserts und weiteren Delikatessen
  • Chocolaterie Kölbener: Ideal für Schleckmäuler, die ihren Besuch am Gallusplatz etwas versüssen wollen
  • Metzgerei Rietmann: Meine erste Anlaufstelle für eine leckere St. Galler Bratwurst
  • Restaurant Zeughaus: Ausgezeichnete Schweizer Küche mit leckeren Cordonbleus an idyllischer Lage und mit attraktiven Preisen
  • Restaurant Lansin: Vietnamesisches Restaurant mit leckerem und preiswertem Mittagsbuffet sowie umfangreicher Abendkarte
  • Rice & More: Mein Lieblings-Takeaway für ein günstiges, einfaches, leckeres und nahrhaftes Mittagessen
  • Restaurant La Follia: Italienisches Restaurant an bester Lage gleich neben der Laurenzenkirche
  • Focacceria: Niedliches Lokal mit leckeren Foccacia-Variationen
  • Hans im Glück: Best burgers in town mit attraktiven Deals zum Mittagessen
  • Restaurant Pärkli: Libanesische Küche vom Feinsten mit leckeren Mezzetellern
  • Restaurant Marktplatz: Vielfältige Speisekarte mit Schweizer Klassikern und anderen Leckerbissen an gemütlicher Lage beim Marktplatz
  • Lokremise: Stylisches Lokal in einer ehemaligen Lokremise. Ideal für Geniesser mit grösserem Budget.

Natürlich beheimatet die Stadt St. Gallen eine Vielzahl an weiteren Lokalen, Cafés, Restaurants und Bäckereien. Diese lasse ich dich jedoch vor Ort selber entdecken und mit uns in den Kommentaren unter diesem Artikel teilen. 🙂

Die Chocolaterie Kölbener am Gallusplatz lässt keine Dessert Wünsche unerfüllt.

Grund 25: Der Säntispark

Man kann sich darüber streiten, ob der Säntispark nun zu St. Gallen gehört oder nicht. Fakt ist, dass er nur 15 Minuten vom Stadtzentrum entfernt in Abtwil liegt und insbesondere für Familien oder bei schlechtem Wetter ein willkommenes Ausflugsziel darstellt.

Ob du nun einen Gang in die Sauna, eine entspannende Massage, ein Bad in der Säntispark Bäderwelt, eine adrenalinfördernde Rutschpartie im Wasserpark oder eine sportliche Betätigung in einem der vielen Freizeitangebote suchst, im Säntispark wirst du fündig.

Solltest du dich für einen längeren Aufenthalt in Abtwil entscheiden, gibt es das Hotel Säntispark, welches seinen Gästen den Eintritt in die Sauna- und Bäderwelt gratis zur Verfügung stellt.

Säntispark (Foto: MySwitzerland.com)
Säntispark (Foto: MySwitzerland.com)

Grund 26: Die Ausflugsmöglichkeiten

Nicht nur für einen Nachmittag im Säntispark, auch für ausgedehnte Tagesausflüge liegt St. Gallen in einer vielseitigen Region. Die Ausflugsmöglichkeiten sind zahlreich und auf der Website von St. Gallen – Bodenseetourismus findest du jede Menge Inspiration. Solltest du also ausreichend Zeit haben und nicht deinen gesamten Aufenthalt in St. Gallen verbringen wollen, gibt es zahlreiche Optionen für vielseitige Entdeckungstouren.

Meine persönlichen Empfehlungen teile ich gerne hier mit dir:

  • Das Alpsteingebirge im Appenzellerland bietet unzählige Wanderwege, umwerfende Landschaften, kristallklare Bergseen und Übernachtungsmöglichkeiten für Ausflüge, die zwischen einigen Stunden und mehreren Tagen dauern.
  • Den Bodensee erreichst du mit dem Zug in weniger als 15 Minuten. Er ist der ideale Ort für ein erfrischendes Bad, einen Spaziergang entlang der Promenade oder einen Ausflug mit dem Fahrrad. Der aus meiner Sicht schönste Badeort ist der “Hörnlibuck" in Staad.
  • Die Schokoladenfabrik der Maestrani in Flawil liegt nicht weit von St. Gallen entfernt und ist ein Schlaraffenland für alle Schokoladenliebhaber. Einen detaillierten Beschrieb über diesen Ausflug findest du in diesem Artikel.
  • In Stein, einem Dorf im Kanton Appenzell Ausserrhoden, befindet sich die Schaukäserei des Appenzeller Käses. Falls du dich für die Herstellung eines der Schweizer Markenzeichen interessierst, wirst du die Schaukäserei lieben. Auch darüber findest du bei uns einen ausführlichen Beschrieb.
Der Alpstein ist ein Wandergebiet in der Nähe von St. Gallen.
Wandern im Alpstein

Grund 27: Die gute Erreichbarkeit

Das dichte Netz des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz macht es den Besuchern sowie den Einheimischen sehr leicht, jeden Winkel des Landes ohne privates Verkehrsmittel zu erkunden.

Auch wenn St. Gallen aus einer Schweizer Perspektive nicht zentral liegt, ist die Stadt dennoch problemlos zu erreichen. Stündlich verkehren drei bis vier Züge von und nach Zürich und der direkte sowie aussichtsreiche Voralpenexpress verbindet St. Gallen mit Luzern. Aber auch in Richtung Chur, Österreich und Deutschland gibt es zuverlässige Zugverbindungen.

Es gibt also keinen Grund, die Abgeschiedenheit St. Gallens als Grund für einen Nicht-Besuch zu deklarieren. Dafür müsste schon eine akute Phobie vor Erkern oder binären Bahnhofsuhren vorliegen.

Grund 28: Der Geheimtipp in der Ostschweiz

Hand aufs Herz.

Wenn du mit jemandem sprichst, der schon einmal in der Schweiz war und du ihn nach den Orten fragst, die er besucht hat, kommt häufig folgende Aufzählung: Interlaken, Luzern, Zermatt und Zürich. Vielleicht noch Genf.

St. Gallen findet sich meiner Erfahrung nach sehr selten auf dieser Liste.

Einerseits ist das ein Jammer, da die Stadt so vieles zu bieten hat. Andererseits bietet es die Chance, eine Stadt zu besuchen, die nicht von Touristen überflutet wird. Wer sich schon einmal nach Ankunft von zehn Reisecars in Luzern seinen Weg über die Kapellbrücke in Luzern bahnen wollte, weiss wovon ich spreche.

Aber auch das Zentrum von Interlaken oder Zermatt verliert einiges an Charme durch die hohe Frequentierung von Besuchern.

St. Gallen ist auch eine sehr lebenswerte Stadt...

In St. Gallen hast du dieses Problem nicht. Als Geheimtipp am östlichen Rande der Schweiz kannst du hier in eine Stadt eintauchen, in der sich die Einheimischen aufhalten und ihre Stadt fernab von überwältigenden Touristenströmen geniessen. Und wenn doch einmal eine Gruppe aus fernen Ländern ankommt, fällt sie im Getümmel der lokalen Bevölkerung richtig auf.

Falls auch du ein Exot sein möchtest, lass dich St. Gallen nicht entgehen. Die Gallusstadt erwartet dich.

Quelle der Fotos: Switzerland Tourism (Andre Meier), St. Gallen - Bodensee Tourismus